Leseprobe aus "Cassiopeia - Band 1: Das achte Weltwunder"

Auftakt zur Fantasy-Reihe des Autors Roman Reischl

Cassiopeia: Das achte Weltwunder

Ein außergewöhnliches Fantasy-Abenteuer

In seiner fantastischen Geschichte verbindet der Autor Roman Reischl eine Science-Fiction-Welt aus Licht und Schatten mit den sieben Weltwundern der Antike. Der erste Band "Cassiopeia: Das achte Weltwunder" ist Spannung pur: Stell dir vor, Gott gibt dir eine Mission. Und plötzlich siehst du die große weite Welt, wie sie wirklich ist.

Zwei Heranwachsende, einer aus dem US-amerikanischen Texas und der andere aus Bayerns Landeshauptstadt München, kommen im ersten Band der Cassiopeia-Reihe unverhofft und nichts vom anderen ahnend an zwei Teleskope, mit deren Hilfe man am Sternenhimmel zur Wintersonnwende einen verschlüsselten Wegweiser ins sagenumwobene Atlantis erkennen kann. Schon nach kurzer Zeit machen sich beide auf nach Las Palmas de Gran Canaria, wo sich erstmals ihre Wege kreuzen.

Bald stellt sich heraus, dass die Hauptfigur nicht nur einmal für Recht und Ordnung sorgen muss, sondern vielmehr als Botschafter Gottes auf atemberaubenden Missionen im gesamten Universum unterwegs ist. Begleitet wird er dabei von den unterschiedlichsten Charakteren.

Das Taschenbuch umfasst 128 Seiten und wurde erstmals 2013 veröffentlicht; 2018 in der zweiten überarbeiteten Auflage (ISBN 978-0615928562). "Cassiopeia - Band 1: Das achte Weltwunder" ist auch als E-Book im Online-Buchhandel erhältlich.

Leseprobe aus Band 1: "Cassiopeia - Das achte Weltwunder"

Eine Tankstelle inmitten der Pampa ist typisch amerikanisch. Vorbeiwehende Strohballen in der glühenden Hitze, der Colaautomat neben der Eingangstür der verwitterten Holzfassade und zwei, maximal drei alte Ranger, die jeden ansprechen, der sich aus purem Zufall in diese gottverlassene Gegend verirrt hatte. Alle vier Tage kommt hier ein Gefährt vorbei, auf der Durchreise von einer stinkenden Metropole zur nächsten Großstadt, in der man in gewissen Vierteln besser nicht spazieren geht und seine Gewohnheiten, egal welche, für sich behält. In solchen Städten möchte ich nicht leben. Aber möchte ich in dieser im krassen Gegensatz dazu stehenden Einöde auch nur einen Tag verbringen? Ich glaube nicht.

Allerdings bin ich kein Amerikaner, denn mir ist Texas und diese typisch amerikanische Tankstelle genauso fremd wie die funkelnden Dächer Seattles an der Grenze zu Kanada und die "Ich will heute noch gesehen werden"-Partys in den Lofts über den Dächern des Big Apples an der Ostküste, auf denen ich nicht einmal als erfolgreicher Geschäftsmann eingeladen worden wäre. Das liegt wohl an der Tatsache, dass ich über dem großen Teich geboren wurde, im nicht weniger idyllischen Deutschland, dem Herzen Europas, dem Puls der alten Welt. Und dann auch noch in seiner wohl schönsten Region, Oberbayern, das jedes Jahr trotz des hohen Niederschlags und der Fremden gegenüber teils frostigen Einstellung tausende Touristen aus aller Welt anzieht.

Adlernester von Adolf Hitler und Trinkhallen der Superlative in der Landeshauptstadt München führten dazu, dass neben Japanern und Russen auch eben diese besagten Amerikaner zu uns kamen, jedes Jahr und immer wieder. Aus den Filmen kenne ich sie, sie retten die Erde, haben die populärsten und ungesündesten Getränke erfunden, unsere ganze Generation hört ihre Musik und versucht sie mit bestem Gewissen nachzuahmen. Meine Schwester liebte mit 16 Jahren den Sänger einer Kapelle so viel mehr als ihren damaligen allerersten Freund, dass dieser schon nach wenigen Monaten wieder das Weite suchte.

Ich kannte sie, diese Amerikaner, weil man sie kennen musste. Und doch waren sie mir zu diesem Zeitpunkt so fremd, auch wenn diese Filme zugegebener Maßen toll gemacht sind. Und ebenso erging es sicherlich Douglas aus dem Umland von Dallas in umgekehrter Weise, denn man pflegte in einer texanischen Familie üblicherweise nicht, eine Reise nach Deutschland zu unternehmen. Weder nach Deutschland oder einem anderen Land in Westeuropa. Das machten nur Leute aus New York oder Los Angeles, um ihren Mitmenschen mitteilen zu können, man habe nun die ganze Welt gesehen.

Sicher ist, dass Douglas und ich aus zwei verschiedenen Welten stammten, er aus New Europa und ich aus Old Europa.

Doch es würde sich noch auf unheimliche Art und Weise herausstellen, was wir beide gemeinsam hatten. Zunächst studierte ich in der Schule Mozart und arbeitete mit meinen Kollegen die furchtbare Vergangenheit meiner Nation auf, betrank mich jede Woche und versuchte immer öfter, den Mädchen meines Jugendrudels möglichst schnell und unkompliziert unter das Höschen zu greifen, damit ich es meinen männlichen Nebenbuhlern zeigen konnte. Douglas hingegen, wie ich aus wohlhabenden Kreisen stammend, studierte in der Schule die Leistungsfähigkeit seiner Arme und Beine, war Quarterback im Team seiner High School und die Mädchen ohne BH zu sehen, war der Verdienst seiner Mitschüler im Zeltlager, die sich über ihre neuesten Streiche erfreuten. ...

© Großen Dank an den Autor Roman Reischl für die Leseprobe aus "Cassiopeia - Band 1: Das achte Weltwunder" und die Abbildung des Buchcovers, 12/2018. Von Roman Reischl stellten wir auf unserem Portal auch das Jugendbuch "Sightseeing - Das Team ohne Grenzen" vor.

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