Tod und Finsternis - Leseprobe aus "Alkatar - Der Erbe"

Fantasy & Science Fiction von Anja Fahrner

Fantasy-Buch: Alkatar - Der Erbe

Das Buch "Alkatar - Der Erbe":

500 Jahre später: Die lang erwartete Fortsetzung von "Alkatar" liegt nun vor. Den ersten Band hatten wir bereits ein Jahr zuvor hier vorgestellt.

Planet Zadeg, 2592: Fünfhundert Jahre nach dem Scheitern der Menschenmission beherrschen reiche Händler mit Hilfe des Militärs eine primitive Welt der Armut. Um ihre Warenkonvois vor den menschenfressenden Kreaturen in der Wildnis zu schützen, züchten sie Kriegersklaven mit übermenschlichen Fähigkeiten.

Einer ihrer Kriegersklaven ist Alvan, ein Kämpfer mit außergewöhnlich ausgeprägten Sinnen. Als eine geheimnisvolle Händlerin Kontakt zu ihm aufnimmt, um ihn über seine wahre Herkunft aufzuklären, verwehrt er sich ihren Worten. Kurz darauf sendet ihn ein dubioser Offizier allein in die von Bestien verseuchten Ruinen einer unbekannten Kultur, um eine Frauengruppe zu befreien. Die vermeintliche Todesmission wird zu einer Reise in eine fremde Welt, zur Begegnung mit einer erschütternden Wahrheit.

Alkatar - Der Erbe kann auch ohne Vorkenntnisse des ersten Bandes "Alkatar" gelesen werden.

Leseprobe aus "Alkatar - Der Erbe": Tod und Finsternis

Alvan erwachte in einer Dunkelheit, die so schwarz war, dass seine Augen sie nicht durchdringen konnten. Ihm war übel, sein Kopf brummte und in seinem Bein schien jemand mit einer glühenden Klinge herumzubohren. Behutsam betastete er seinen Oberschenkel, die klebrige Schwellung, aus der noch immer der Pfeil ragte. Als er sich aufrichten wollte, sank er stöhnend zurück. Sein Bein schien einen feurigen Blitz durch seine Adern zu jagen.

Keuchend blieb er liegen, um den Schmerz zu beherrschen, den Feind, der ihn zur Untätigkeit verdammen wollte. Er zwang sich, tief ein- und auszuatmen, richtete seine Konzentration nach außen. Erst jetzt bemerkte er das kühle, makellos glatte Material unter sich. Witternd nahm er seine Umgebung wahr; die abgestandene Luft und den Geruch der Frau mit den strengen Gesichtszügen. Ein leises Röcheln durchdrang die gespenstige Stille. "He!", rief er wütend. "Du Miststück! Wollt ihr mich hier lebendig begraben?"

Das Röcheln setzte für einen Moment aus, wurde zu einem rasselnden Pfeifen, schließlich zu einem undeutlichen Krächzen.

"He!" Alvan senkte seine Stimme. "Ist mit dir alles in Ordnung?" Die Atemgeräusche der Frau klangen nicht gut. Gar nicht gut.

Wieder das Krächzen.

Er biss die Zähne zusammen und kroch auf die Geräusche zu. Seine Hände ertasteten etwas Weiches, Haare, einen geflochtenen Zopf, knochige Schultern, aber keine Wölbungen weiter unten, also musste die Frau auf dem Bauch liegen. Dann stießen seine Finger gegen etwas Hartes, Dünnes, das senkrecht nach oben ragte. "Verdammt", flüsterte er. "Dich hat es ganz schön erwischt."

Das Krächzen wurde zu einem Wimmern.

"Ruhig. Ganz ruhig." Behutsam betastete er den Pfeilschaft. Er war direkt neben der Wirbelsäule eingedrungen.

Die Frau holte pfeifend Luft. "Du musst ... deine Hände ... auf das Halbrund ..."

"Nicht sprechen. Ruhig Mädchen." Der Pfeil muss ihre Lunge verletzt haben und jedes Wort wird ihren Tod beschleunigen.

"Das Halbrund ..."

"Ich werde das Halbrund berühren", sagte er, um sie zu beruhigen, obwohl er nicht wusste, von was sie redete.

"Gut", brachte sie kaum hörbar heraus. "So viel zu erklären ..." Sie schluchzte leise. "Mir bleibt ... keine Zeit ..."

Alvan bettete vorsichtig ihren Kopf auf sein gesundes Bein, streichelte der Frau die Wange.

"Lerne ..."

Unsere Rezension zum ersten Band "Alkatar":
Welche ist die optimale Form des humanoiden Lebens?

Er musste sich zu ihr hinunterbeugen, um sie zu verstehen.

"Lerne ... und komm zurück ..." Sie tastete nach seiner Hand, rang verzweifelt nach Luft. "Versprich es mir ..." Mit letzter Kraft umklammerte sie seine Hand. "Du musst ... es mir versprechen."

"Ich verspreche dir, dass ich lernen und zurückkommen werde." Er würde ihr alles versprechen, wenn ihr Seelenfrieden davon abhing. Doch würde es nichts daran ändern, dass er ein Kriegersklave war, das Eigentum des Hohen Rates. Nur ihm war er zu Gehorsam verpflichtet.

"Du musst ... den Hohen Rat stürzen."

Den Hohen Rat stürzen? Was redet sie da? Die Verwundung muss ihren Verstand umnebelt haben.

"Istaria ..."

"Was ist mit Istaria?" Jetzt wurde er hellhörig. Was hat diese Kriegerin mit der seltsamen Händlerin in Sahe zu tun? Die Frau formte weitere Worte mit ihren Lippen, aber ihr Atem reichte nicht, ihnen einen Klang zu verleihen. Ihre Hand verkrampfte sich, auch ihr Körper wurde von Krämpfen geschüttelt und wehrte sich gegen die Luftnot, wehrte sich, das Leben abzugeben. Sie ist dem Tode bereits so nah. Einem qualvollen Tod. ...

Der spannende II. Band "Alkatar - Der Erbe" umfasst 448 Seiten und ist als Taschenbuch und E-Book erhältlich. Im Buch enthalten ist die Kurzgeschichte "Die Erben der Verbannten", welche bislang nur als separates E-Book erschien, sowie ein Interview mit der Autorin.

© Bei der Autorin Anja Fahrner und beim Verlag Emmerich Books & Media bedanken wir uns für die Leseprobe und die Abbildung des Buchcovers

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