"Jonas Astronautensohn": Ein SciFi Fantasy Abenteuer für junge Leser

Leseprobe aus dem Jugendbuch von C. Harry Kahn

Jugendbuch: Jonas Astronautensohn

"Jonas Astronautensohn": Wer rettet die Welt?

Aus dem Weltall rast ein riesiger Meteor auf die Erde zu. Wenn es zu einer Kollision kommt, dann war das Dinosaster, das Desaster, das die Dinosaurier ausrottete, dagegen nur ein Frühlingslüftchen. Dreiunddreißig Tage trennen uns noch davon!

Auf der erdabgewandten Seite des Mondes residieren die Lunatiker, deren Aufgabe es ist, die Erde vor derlei Katastrophen zu beschützen. Normalerweise gelingt ihnen das recht gut, aber dies ist ihre bisher größte Herausforderung, die sie nur mit Hilfe von Menschen gewinnen können. Deshalb haben sie einen Astronauten und seinen Sohn Jonas gekidnappt. Jedoch ist noch keineswegs sicher, dass die Gefahr abgewendet werden kann, denn zu allem Überfluss entwickeln sich hinter dem Mond auch hausgemachte Probleme und Intrigen.

"Jonas Astronautensohn" ist ein spannender SciFi-Fantasy-Thriller für Leser ab zehn Jahren. Das Jugendbuch von C. Harry Kahn ist im Sommer 2018 in zweiter Auflage neu erschienen und umfasst 250 Seiten. Selbstverständlich gibt es dieses SciFi Fantasy Abenteuer auch als E-Book.

Textauszüge aus "Jonas Astronautensohn":

Es war still, totenstill. Nicht das kleinste, nicht das allerwinzigste Geräusch war zu vernehmen, nicht das minimale Knacken, Rascheln, Summen, das auch am ruhigsten Ort noch die Sinne beschäftigt, nicht einmal das Pochen des Blutes in den eigenen Ohren. Das Trappeln einer Ameise auf einem Seidenteppich hätte wie Donner geklungen in dieser grenzenlosen Geräuschlosigkeit.

Es war auch dunkel, so dunkel, dass nicht einmal die Dunkelheit mehr wahrnehmbar war. Es war, als gäbe es nichts mehr, keinen Himmel, keine Erde, keine Zeit und keinen Raum. Doch jetzt gab das Nichts eine Form frei, dort, wo eigentlich der Horizont hätte sein müssen. Die Form kam näher, nahm immer mehr die Gestalt eines Menschen an. Es war ein Mensch. Es war ein Mann. Es war ...

"Dad?" Der Mann nickte. "Daaaad!" Jonas mochte körperliche Kontakte eigentlich nicht besonders, aber die Umarmung, die jetzt folgte, war das Schönste, das er je erlebt hatte. Er war auf einmal nicht mehr allein, und das Schwarz war nicht mehr so entsetzlich wie noch vorhin. Der Vater presste seine Stirn fest gegen die von Jonas.

"Dad, wo kommst du her? Wo sind wir?"

"Wir sind auf dem Mond. Genau gesagt: in einer Höhle an der erdabgewandten Seite des Mondes."

"Aber ich dachte, du seist tot." Ein abgrundtiefer Schluchzer kam aus Jonas Kehle.

"Die Lunatiker haben mich mit meiner Mondkapsel quasi gefangen genommen. Zuerst war ich stinkwütend, aber jetzt arbeite ich mit ihnen zusammen. Die Lunatiker sind Lebensformen von irgendwo im Universum. Sie sind hier, um uns zu beschützen."

"Aber was tun wir hier?"

"Aus dem Weltall", erklärte der Vater, "rast ein gigantischer Meteor auf uns zu. In 33 Tagen wird er auf die Erde treffen, schlimmer als zehntausend Atombomben. Unsere Welt wird ein toter Stein sein, kalt und grau wie der Mond. Du bist es, du allein, der diesen Damoklaus, so nennen ihn die Lunatiker, aus seiner Bahn lenken kann. Ich und zwei junge Menschen werden dir helfen." ...

In einer ausgedehnten Kaverne, viel größer als ein Hangar für einen Jumbojet, hatte Bambang das Kommando. Bambang war ein Junge etwa im gleichen Alter wie Jonas. Er hatte glattes, schwarz glänzendes Haar, braune Augen und eine Haut, deren Farbe irgendwo zwischen Milchkaffee und Honig lag. Bambang stammte aus Indonesien, von der Insel Bali, und er war gern hier auf dem Mond.

Wie ein Flugbegleiter, der die Bordverpflegung austeilt, schob Bambang seinen Trolley weiter und füllte Näpfchen mit einer hellgrünen, gelartigen Substanz. Die Deviatoren drängelten sich zu ihrer Nahrung, aber zuerst ließ sich ein jeder von Bambang die Nase kraulen. "Ja, ist schon gut", redete er in einem beruhigenden Singsang auf sie ein. Sonderbare Kreaturen waren das, diese Deviatoren. Sie hatten die Form eines T mit einem ziemlich kurzen Fuß und einem breit ausladenden, wulstigen Dach. Sie waren es, die den Damoklaus aus seiner Bahn schieben würden. ...

Halimah weinte. Das passierte öfters in letzter Zeit, denn Halimah vermisste die Sonne. Sie vermisste das Wasser, die Blumen, Büsche, Bäume, all das, was die Erde so freigebig schenkte. Im Umgang mit Pflanzen besaß Halimah magische Fähigkeiten.

Als sie noch keine drei Jahre alt war, hatten ihre Eltern sie an einen Sklavenhändler verkauft. Mit vielen anderen Kindern aus den umliegenden Dörfern wurde sie auf einen Lastwagen gestoßen. So entgingen sie dem Hungertod, der in den Dörfern wütete, fuhren aber einem ungewissen Schicksal entgegen, viele Tage lang. Es gab wenig zu trinken und kaum etwas zu essen. Ab und zu wurden sie auf einem Markt in einem Käfig zur Schau gestellt, danach waren es wieder ein paar weniger, die auf den Lastwagen geschubst wurden. Halimah hatte Glück. In einer großen Oase zahlte die freundliche Frau des Stammesoberhaupts den verlangten Preis. ...

Jonas, Bambang und Halimah: Können diese drei so verschiedenen jungen Menschen unseren Planeten retten?

Auf der Webseite des Autors C. Harry Kahn erfahrt ihr mehr über seine Jugendbücher; dort sind auch illustrierte Leseproben zu finden. Harry, der zwar nicht auf dem Mond, aber in Kanada lebt, ist auch Autor der Krimis "Harry und der Tod am Regenberg" (2007), "Harry und das tödliche Finale" (2009) sowie "Unter Wasser stirbt man schneller" (2015); diese Bücher kann man über Harrys Autorenprofil bestellen.

© "Jonas Astronautensohn": Lieben Dank an den Autor C. Harry Kahn für das Coverbild und die Leseprobe aus seinem SciFi Fantasy Abenteuer für junge Leser, 11/2018.

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