Ausfahrt Phoenix: Am Flughafen

Leseprobe aus dem humorvollen Roman von Michael Schmid

Buchtipp: Ausfahrt Phoenix

Über das Buch:

Der Roman von Michael Schmid beschreibt die Geschichte eines Single-Mannes auf der Suche nach der großen Liebe und seine Entwicklung hierbei.

"Sie werden für die Frauenwelt viel attraktiver sein, wenn Sie zeigen, wer Sie wirklich sind." Ob der gut gemeinte Ratschlag seiner Therapeutin Stefan Pfeulich weiterbringen wird? Stefan ist Mitte dreißig und immer noch auf der Suche nach seiner Traumfrau. Doch leider bekommt er beim anderen Geschlecht einfach keinen Fuß auf den Boden. Er grübelt zu viel, ist im entscheidenden Moment völlig blockiert und zieht immer die Falschen an.

Entnervt vom Single-Dasein bucht er eine Gruppenreise durch die USA. In Phoenix kommt es zu einem schicksalhaften Erlebnis. Wird die Wüstenstadt in Arizona zum Wendepunkt in seinem Leben?

"Ausfahrt Phoenix" ist ein unterhaltsamer, humorvoller und gefühlvoller Roman für Herz und Kopf, gespickt mit Situationskomik, Beobachtungen und Reflektionen.

Das 374-seitige Taschenbuch wurde im Mai 2018 veröffentlicht. Zusätzlich wurde ein E-Book produziert, sowie auch eine gebundene Ausgabe (340 Seiten) von epubli.

Leseprobe aus dem 16. Kapitel: Am Flughafen

"Gate D 52" stand auf Stefans Bordkarte, als er durch das Terminal 1 des Frankfurter Flughafens schritt und sich dem anvisierten Flugsteig näherte. Nur noch wenige Minuten trennten ihn von den Personen, mit denen er ab heute zwei Wochen lang die Zeit verbringen sollte. Auf was für Menschen würde er wohl treffen?

Es war ein Gefühl, wie bei einem bevorstehenden Blind Date, mit dem Unterschied, dass ihm ein blindes Treffen mit einer ganzen Meute bevorstand.

Während er durch die Abflughalle lief, betrachtete er die Menschenmenge und überlegte, wer mit ihm verreisen könnte: Wer sah aus wie ein einsames Schäfchen, das von seiner Herde getrennt war und sich ein wohliges Schaf des anderen Geschlechts an seiner Seite wünschte?

Am Ausgang einer Toilette stand eine sympathische junge Frau Ende zwanzig, die etwas verloren mit ihrem bunten Rucksack an einer Säule weilte. Ob sie zur Reisegruppe dazu gehörte?

"Fliegst du auch mit Happiness-Reisen?", hörte sich Stefan schon fragen, als ein großer Kerl mit Hipster-Bart aus der Männer-Toilette stolzierte und zielgerichtet auf die wartende Frau zuging. Er begrüßte sie mit einem innigen Kuss: "Sorry Schatz, dass du so lange warten musstest."

Okay, das war ein klares Zeichen: Die beiden waren offensichtlich nicht Bestandteil der Happiness-Reisegruppe. Sie reisten eher so, wie es sich Stefan eigentlich gewünscht hätte: zu zweit und in entspannter Atmosphäre. Doch wer konnte wissen, ob die beiden nicht bereits hinter der nächsten Ecke ihren ersten Urlaubs-Beziehungsstreit hatten: "Wie, ich dachte du hättest die Reiseunterlagen eingepackt?"

Aber wie auch immer. Es machte aktuell keinen Sinn, sich zu fragen: "Was wäre, wenn?" Er war eben Single und hatte sich für eine Gruppenreise entschieden, da er nicht alleine reisen wollte. Jegliches Selbstmitleid half herzlich wenig. Und wie sagte schon Frau Failer bei fast jedem Therapiebesuch zu ihm: "Herr Pfeulich, versuchen Sie im Hier und Jetzt zu sein, jeden Moment bewusst zu erleben und mit sich selber im Reinen zu sein. Erst dann werden Sie lernen, das Leben zu genießen, und bemerken, dass Sie Ihr bester Freund sind und sich auf sich selbst am besten verlassen können." Verstanden hatte er die Worte bislang, doch gespürt noch nie. Eventuell war die Zeit dafür ja bald gekommen.

D52
LH 4512
LOS ANGELES, Abflug 10:45.
Boarding: 10:00.

Die Anzeige war in Sichtweite und der Moment der Wahrheit in greifbarer Nähe. Stefan inspizierte die Stuhlreihen um das Gate. Ein erster Verdacht bestätigte sich, als er eine Ansammlung von rund einem Dutzend seltsam aussehender Individuen sitzen saß, von denen einer ein Schild in seiner Hand hielt. "Happiness-Reisen: Ihre Single-Reise ins Glück" stand mit großen Lettern darauf geschrieben.

Ein Schock. Es gab keinen Zweifel mehr. Das waren seine Mitreisenden und jeder konnte sehen, dass sich hier eine Gruppe liebeshungriger Singles traf. Es ging ja schon gut los.

Bei klarem Menschenverstand würde man sich eine Reihe weiter setzen, aber da musste er nun durch. ...

© "Ausfahrt Phoenix: Am Flughafen": Dem Autor Michael Schmid danken wir herzlich für diese Leseprobe und die Abbildung des Buchcovers, 11/2018.

Lesen Sie auch die Rezension zu "Wellenwut"

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