Leseprobe aus "Milian: Tierisch verkatert"

Eine Katergeschichte von Gabriela Lürßen

Katergeschichte von Gabriela Lürßen: Milian - Tierisch verkatert

Das Buch:

"Da ist ein großes Tier", sagte Bjarne, als er an der Terrassentür stand.

Mit dieser Feststellung soll sich das Leben von Linda und Bjarne grundlegend verändern. Statt frischverliebter Zweisamkeit, werden die beiden vollkommen unerwartet und völlig unvorbereitet zu Katereltern. Ganz selbstbewusst erobert Milian ihre Herzen und das Sofa. Die geordnete Welt der beiden wird zunehmend durch das "duftende" Katzenklo und der Einhaltung der pünktlichen Leckerliausgabe bestimmt. Und das Wort Urlaub, das schminken sie sich am besten gleich mal ab. Aber da haben sie wohl nicht mit dem unschlagbaren Angebot von Bjarnes Mutter gerechnet. Was sagen die beiden dazu? Und wie wird Milian darauf reagieren?

Die Zeit schweißt Linda, Bjarne und Milian immer stärker zusammen. Sie gehen gemeinsam durch dick und dünn. Und das, obwohl Linda findet, dass ihre Männer manchmal schon richtig anstrengend sind.

Aber was macht man, wenn es einen der drei Verliebten nicht mehr so gut geht?

Plötzlich müssen sie erfahren, dass Freudentränen und Tränen im Leben ganz nah beieinander liegen können ...

Leseprobe aus dem 12. Kapitel: Die neue Wohnung

Linda, Bjarne und Milian wohnten jetzt drei Tage in der neuen Wohnung. Die meisten Kartons hatten sie bereits ausgepackt. Milian hatte bereits alle Zimmer besucht, berochen und als gut befunden abgenommen.

Linda hatte im Tiergeschäft eine Leine für Milian gekauft. Eine richtig bunte Leine. Sie sah aus wie ein Regenbogen. Passte zwar nicht zu seinem Fell, sah aber so schön fröhlich aus. Sie harmonisierte also mit seinem Wesen. Nicht dass sie jetzt mit ihm Spazierengehen wollten. Nee, das fanden sie, sah bei Katzen schon ziemlich albern aus. Die Leine war dafür da, falls Milian sich doch mal die Terrasse ansehen wollte. Im Moment hatte er noch keinen Drang danach, aber vielleicht kam das ja schneller als sie dachten. Und wenn er dann auf die Terrasse möchte, wollten sie natürlich nicht, dass er weglief.

Ein paar Tage später, es war ein Samstag, benahm sich Milian so komisch in der Wohnung.
"Bjarne, komm mal", rief Linda.
Bjarne kam angelaufen.
"Was ist denn?", fragte Bjarne.
"Hast du Milian einen neuen Tanz beigebracht?", fragte Linda.
"Wieso?", fragte der Blonde. Bjarne liebte es Fragen mit wieso zu beantworten oder besser diese Rückfrage zu stellen.
"Na, guck mal, wie Milian sich bewegt", bemerkte Linda.

Als Bjarne nun Milian ansah, kam ihr blondes Herzblatt auf die Idee, dass Milian vielleicht jetzt doch mal auf die Terrasse wollte. Ja, da konnte Bjarne wohl recht haben. Sie holte die Leine. Milian schaute sie so merkwürdig an. Die Leine war ein Leinengeschirr. Also nicht nur für den Hals, sondern auch für den Bauch. Linda versuchte Milian die Leine anzulegen. Witzig fand er das nicht. Er war aber so lieb, dass er sich nicht richtig wehrte. Nach ein paar Minuten hatte sie ihre Tat vollbracht. Dabei war Linda richtig warm geworden.

Es war so gegen 14 Uhr als sie die Terrassentür öffnete und mit Milian auf die Terrasse ging. Bjarne schaute ihnen zu. Er legte dabei den Kopf so schräg, wie ein Hund der um Leckerlis bettelte. Linda, Bjarne und Milian waren auf der Terrasse. Es dauerte keine zwei Minuten, da riss sich Milian los und lief weg.

Linda fing an zu schreien. Bjarne stand fassungslos auf der Terrasse. Das konnte doch nicht sein, dass Milian einfach so wegrannte.

Linda fing an zu weinen. Immer mehr und mehr. Sie ging zurück in die Wohnung. Sie ging ins Schlafzimmer, legte sich auf ihr Bett und weinte. Die Tränen kamen einfach so aus ihr heraus. Sie konnte sie nicht stoppen.

Bjarne versuchte Linda zu trösten. Klappte aber nicht so richtig. Er war ja selbst völlig fertig und leer. Stunden vergingen. Sie war nicht fähig aufzustehen. Nicht fähig etwas zu essen. Selbst trinken war unmöglich.

Es war so gegen 22 Uhr als Bjarne nochmals ins Wohnzimmer ging und auf die Terrasse schaute. Und was sah er da? ...

Wie es in Milian: Tierisch verkatert weitergeht, erfahrt ihr im Buch von Gabriela Lürßen. Die 184-seitige Katergeschichte ist Ende 2016 bei tredition erschienen und als Taschenbuch, gebundene Ausgabe sowie auch als E-Book erhältlich.

Gabriela Lürßen veröffentlichte weiterhin "Alltagsspitzen - Portionierte Satire to go"; dieses Buch werden wir in Kürze vorstellen. Die Autorin schreibt auch Kurzgeschichten zu gesellschaftlichen Themen in mehreren regionalen Magazinen.

© Alle Texte zu "Milian: Tierisch verkatert" sowie Abbildung des Coverbildes: Autorin Gabriela Lürßen

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