Die andere Spezies aus einer unserer Welten

Leseprobe aus "Solijon" - Science-Fiction-Story von Giuseppe Alfé

Solijon: Science-Fiction

Das Buch von Giuseppe Alfé:

"Solijon" ist für Fans epischer Science-Fiction und Space-Opera-Storys. Für Entdecker von fernen Welten voller geheimnisvoller Kreaturen und intergalaktischer Konflikte.

Ulysses Magnus, ein alter Wissenschaftler und Kriegsheld, befreit auf einem entlegenen Planeten einen namenlosen Jungen aus den Fängen von Menschenhändlern. Dem Jungen fehlt jegliche Erinnerung an seine eigene Vergangenheit. Gemeinsam bereisen sie die Welten des Hexagons, eines intergalaktischen Staatenbundes, das von Menschen und verbündeten Alien-Völkern bewohnt wird.

Ulysses, der in den lange zurückliegenden Maschinenkriegen maßgeblich zum Sieg der Menschen beigetragen hatte, verweigert dem Militär sein Wissen über den alten Feind und fällt in Ungnade, sodass ihm ständig nachgestellt wird und er sich gezwungen sieht, nie zu lange an einem Ort zu verweilen. Auf Almaranah, einer Felseninsel, die Ulysses als Refugium dient, trifft er auf den Deserteur Brent Carpico und seine Familie. Gemeinsam brechen sie zur Verbotenen Zone auf, um Hinweisen über die mysteriöse Herkunft des Jungen nachzugehen, der sie begleitet.

Am anderen Ende der Sechs Welten erhält Matthew Miles, Captain der Astroflotte, vom Hexagon den Auftrag, im Grenzgebiet der Verbotenen Zone das verschollene Kriegsschiff Tide aufzuspüren. Sehr bald wird klar, dass eine technisch überlegene, unbekannte Macht für das Verschwinden der Tide verantwortlich sein muss.

Ulysses und seine Freunde geraten ins Visier des Captains, als beide Gruppen kurz vor der Verbotenen Zone aufeinandertreffen. Die Begegnung ist von gegenseitigem Misstrauen geprägt. Ihre Lage spitzt sich zu, als der unbekannte Feind seinen ersten offenen Angriff startet.

Unser Buchtipp: Das 600-seitige Taschenbuch von Giuseppe Alfé ist im September 2018 erschienen. Die SciFi-Story "Solijon" wird auch als E-Book erhältlich sein.

Leseprobe aus "Solijon":

Die Nacht schritt voran. Ulysses wurde allmählich müde und bereitete sein Nachtlager vor. Aus einem großen Beutel, den er stets bei sich trug, zog er eine abgenutzte dunkelblaue Decke hervor und rollte sie zusammen. Er nutzte sie oft als Kissenersatz, um seinen Kopf vor dem kalten und harten Untergrund zu schützen. Er spähte zu dem Jungen hinüber. Offensichtlich war er letztlich doch müde geworden und im Liegen eingenickt. Zumindest folgerte Ulysses dies aus den geschlossenen Lidern und der reglosen Haltung des Jungen. Ulysses legte sich im Lichtschein des lodernden Feuers nieder und döste mit halbgeschlossenen Augen.

Plötzlich merkte Ulysses, wie der Junge begann, unruhig zu werden und am ganzen Körper zu zucken. Mit einem Mal riss der Junge seine Augen auf und sah bestürzt drein. Ruckartig schnellte er hoch. Vermutlich hatte er einen bösen Traum gehabt.

"Ich erinnere mich!", rief er laut aus.

Ulysses wurde hellwach und sah ihn übers Lagerfeuer hinweg eindringlich an. "Woran?"

Der Junge erwiderte seinen Blick und antwortete: "Ich erinnere mich, wie ich mit dem Feuer vom Himmel herunterkam. Und wie der Ort ausgesehen hat!"

Der Alte kroch um das Feuer herum und rückte näher an den Jungen heran, angetrieben von Wissbegierde. "Erzähle mir von diesem Ort!"

"Der Ort ist weit entfernt von hier."

"Sprich weiter!"

"Der Himmel ist aus Feuer ..."

"Du kamst mit dem Feuer vom Himmel; ich weiß! Kannst du dich vielleicht noch an etwas anderes erinnern?"

"Nein, du verstehst mich falsch. Der Himmel war rot wie Feuer, nein, entschuldige - violett. Ein glühendes violett. Und das Land sah genauso aus wie dieses hier, wenn die Sonne scheint!"

"Ein violetter Himmel und das Land war wie ... eine Wüste?" Ulysses schnappte nach Luft. "Eine Wüste! So muss es sein! Habe ich recht?"

"Ja, eine Wüste!" Er nickte heftig.

"Violetter Himmel ... Omega hilf uns! Ulysses, komm schon! Das wird dir doch wohl noch einfallen!", sprach der Alte mit sich selbst und überlegte fieberhaft.

Der Junge sprach weiter: "Menschenreihen, da waren lange Menschenreihen mit schwerer Last. Sie gingen durch den Sand. Sie nahmen mich mit ..."

Er verstummte und schloss seine Augen, als ob er dadurch die Bilder deutlicher vor sich sehen konnte. Dabei flatterten seine geschlossenen Augenlider unwillkürlich.

"Menschenreihen? Du meinst eine große Gruppe? Eine Gruppe in der Wüste - eine Karawane! Vermutlich lasen sie dich auf. Und weiter?"

Ulysses saß jetzt ganz nahe bei ihm. Er versuchte, die sich steigernde Angst, die in dem Jungen offenkundig aufkam, einzudämmen, indem er behutsam seine linke Schulter berührte.

"Sie gaben mir Wasser. Doch ich hatte keinen großen Durst. Dann kam ein Raumschiff mit wilden, bösen Menschen. Da waren auch Menschen mit fremdartigen Gesichtern. Sie töteten einige Männer. Und nahmen alle mit in das Raumschiff."

"Menschen mit fremdartigen ... vielleicht sprichst du von den anderen Spezies aus einer unserer Welten? Ihr Aussehen ist in der Tat gewöhnungsbedürftig, wenn man sie zuvor noch nie gesehen hat. Doch keiner von ihnen ist von Grund auf Böse. Nein, es müssen Mutanten gewesen sein. Mutanten, die Menschen verschleppen. Und das in einer Wüste?" Ulysses schaute ihn lange an. "Es ist sehr unwahrscheinlich, dass der von dir beschriebene Ort auf einem Planeten des Hexagons liegt ..."

© "Die andere Spezies aus einer unserer Welten (SciFi)": Für Leseprobe und Coverbild zur SciFi-Story "Solijon" danken wir dem Autor Giuseppe Alfé, 09/2018.

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