Nebenverdienst in Nairobi

Leseprobe aus "Herzschlag der Gewalt" - ein Thriller von Matthias Soeder

Leseprobe: Herzschlag der Gewalt

Das Buch:

Der Frachtpilot Alexander Hartmann führt ein gefährliches Doppelleben: Immer wieder übernimmt er riskante Aufträge für den deutschen Geheimdienst. Doch als er sich in die ahnungslose Valentina verliebt, will er aussteigen, um sie nicht zu gefährden. Der Chef des BND weiß von seiner kriminellen Vergangenheit und erpresst ihn: Knast oder Kooperation für einen letzten Fall. Hartmann hat keine Wahl. Er muss den hochbrisanten Auftrag annehmen, um nicht für Jahre hinter Gittern zu verschwinden, und noch wichtiger, um nicht die Liebe der gesetzestreuen und pazifistischen Valentina zu verlieren.

In Nairobi planen somalische Terroristen einen perfekt inszenierten Anschlag auf eine deutsche Einrichtung. Hartmann soll den Terrorakt verhindern und die Drahtzieher überführen. Doch zu spät erkennt er die wirklichen Hintergründe. Die unglaubliche Wahrheit bringt auch Valentina in Gefahr, dabei entbrennt ein Kampf gegen menschliche Gier und Machtgelüste. Ein Kampf ums nackte Überleben und um Gerechtigkeit.

Leseprobe aus "Herzschlag der Gewalt", Kapitel 40:

Nairobi, 8. August 2010

... "Hey! Was soll das? Nimm sofort deine dreckigen Griffel von mir." Alexander schaffte es, sich so weit umzudrehen, dass er in das Gesicht des Angreifers sehen konnte. Ein pockennarbiges, schwarzes Schlägergesicht mit wulstigen Lippen und breiter Boxernase grinste ihn an. Adrenalin durchflutete Alexanders Körper, als er Salongo erkannte. Zum Glück hatte Alexander sich nicht mit einem Karateschlag gewehrt. Die Tarnung des versoffenen Frachtpiloten wäre sonst kaum noch glaubwürdig gewesen.

"Mein Boss will mit dir reden", brüllte Salongo gegen den Lärm der Musik in Alexanders Ohr.

Wie einen geprügelten Hund führte der Somalier den Agenten quer über die Tanzfläche, den eisernen Griff am Hals nie lockernd. Die Tanzenden wichen schnell aus. Dem bedrohlichen Somalier mit seiner weißen Beute wollte niemand im Wege stehen. Der Pilot wurde auf das Sofa neben einen Hünen gestoßen. Das grelle Discolicht pulsierte langsam. Eine fette Narbe war auf der Wange des Hünen zu erkennen.

Chibala höchstpersönlich. Es kann losgehen.

Die vier Schwarzen stierten den Piloten an. Der Jüngste von ihnen, das musste Nadif sein, hatte unverhüllte Neugier im Blick. Der kenianische Einfluss war seinem kindlichen Gesicht anzusehen. Dufu, der Älteste, hatte seinen Mund leicht geöffnet und das spärliche Licht gab einen Blick auf seine spitzen Zähne frei. Der Spitzname 'Shark' war sehr treffend. Der Junge und der Alte saßen jeweils in einem Sessel.

"Hier ist der Idiot", sagte Salongo und ließ sich auf Alexanders andere Seite in das Sofa fallen. Der Agent saß nun zwischen Chibala und Salongo.

"Seid ihr verrückt geworden?", empörte sich Alexander in englischer Sprache und versuchte, wieder aufzustehen. Chibala drückte ihn unsanft in den Sessel zurück. "Mein Freund, ich möchte nur mit dir reden."

Alexander schaute die beiden bedrohlichen Gestalten rechts und links neben sich abwechselnd an. 'Holiday' von Madonna dröhnte aus den Boxen.

"Erstens", sagte Alexander. "Ich bin nicht dein Freund und zweitens: Ich bin nicht daran interessiert, mit dir zu reden."

"Wie ich höre, bist du Frachtpilot."
"Ja, bin ich. Sonst noch was?"
"Für welche Firma arbeitest du?"

"Das geht dich einen Dreck an." Alexander wollte erneut aufstehen, doch die beiden Somalier hielten ihn wieder zurück.

"Warte. Ich will mich nur nett mit dir unterhalten."

"Aber ich nicht mit dir. Last mich jetzt gehen, oder ich rufe die Männer von Security."

Der Hüne verzog keine Miene, die anderen drei Terroristen lachten schallend.

"Bist du an einem kräftigen Nebenverdienst interessiert?"
"Kräftiger Nebenverdienst? Wie kräftig?"
"30.000 Dollar."

"Ein Nebenverdienst unter 40.000 Dollar interessiert mich grundsätzlich nicht. Wir kommen also nicht ins Geschäft." Alexander wollte wieder aufstehen. Erneut wurde er in den Sessel zurückgedrückt.

"Warte. Nicht so impulsiv! 40.000 Dollar lassen sich vielleicht locker machen."

Alexander kratzte sich am Hinterkopf, als würde er nachdenken. "Und wie sieht die Gegenleistung aus?"

"Nichts Schwieriges. Aber ich weiß noch nicht, ob du der geeignete Mann für mich bist. Also, für wen arbeitest du?"

"40.000 Dollar, sagst du?"
Chibala nickte.
"In cash?"
"In cash!" ...

Wie es in diesem Agenten-Thriller weitergeht, lesen Sie im Buch von Matthias Soeder, das Ende 2017 im Eigenverlag des Autors erschienen ist. "Herzschlag der Gewalt" ist ein packender Thriller, der unter die Haut geht, wie bereits zahlreiche Rezensionen bestätigen. Fazit: ein sehr empfehlenswerter Roman, der als Taschenbuch (432 Seiten) und E-Book vorliegt.

© "Nebenverdienst in Nairobi": Leseprobe und Abbildung des Buchcovers mit freundlicher Genehmigung des Autors Matthias Soeder, 02/2018.

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