Leseprobe: Rosemarie und die verschollene Schwester

Die Autorin Anne Grasse und ihr Roman "Sehnsucht nach Freiheit"

Anne Grasse: Sehnsucht nach Freiheit

Das Buch:

Die Geschichte in "Sehnsucht nach Freiheit" handelt von einem jungen Mädchen, das im 17. Jahrhundert lebt. Sie sehnt sich danach, in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten, der als Pirat lebte. In einer höchst außergewöhnlichen Verkleidung gelingt es ihr, als junger Mann (Billy Morgan) in die Mannschaft eines karibischen Piraten aufgenommen zu werden. Natürlich muss sie dann mit den Schwierigkeiten zurechtkommen, als Frau unerkannt unter Männern zu leben.

Problematisch wird es jedoch, als ihre junge Schwester Rose von ihrem eigenen Kapitän gefangen genommen wird. Sie beschützt Rose, obwohl sie dadurch ihre Entlarvung riskiert, da diese sie erkennt und weiß, dass sie in Wirklichkeit eine Frau ist. Die Verwicklungen dadurch und ihre eigene beginnende Liebe zu ihrem Kapitän bringen sie immer wieder in große Schwierigkeiten und sogar in Lebensgefahr.

Das rund 420-seitige Action- und Abenteuer-Buch "Sehnsucht nach Freiheit" gibt es als Kindle-Edition im Online-Buchhandel. Die Autorin Anne Grasse hat ihren historischen Roman im Sommer 2017 über BookRix veröffentlicht.

Leseprobe aus "Sehnsucht nach Freiheit":

In der Kabine befanden sich drei Menschen. Ein großer, jedoch schon etwas zur Fülle neigender Mann stand in der Mitte des Raumes. Seine Haltung drückte Arroganz und Hochmut aus, in seinen Augen lag allerdings auch ein Hauch von Furcht. Im Hintergrund waren noch zwei Frauen.

Billy hatte jedoch sofort Lord Couland erkannt. Nun irrte sein Blick durch den Raum, dort hinten stand Lady Marian Couland, kostbar gekleidet und mit wertvollem Schmuck fast überladen. Und dort neben ihr stand - er wollte kaum seinen Augen trauen - seine kleine Rosemarie.

Doch sie war nicht mehr das kleine Kind, als das er sie in Erinnerung hatte. Nein, dort stand ein junges, wunderschönes Mädchen. Sie trug ein sehr zartes, geschmackvolles Kleid und kaum Schmuck. Das goldene Haar umrahmte das feine Köpfchen wie eine Krone. Doch ihre Augen waren dunkel vor Angst und Entsetzen, und auch ihre Mutter starrte angstvoll auf die fremden Männer. Diese ging einige zögernde Schritte auf ihren Gatten zu, der sich nun empört an Kapitän Perez wandte: "Wie könnt Ihr es wagen, hier einfach einzudringen? Wer seid Ihr eigentlich? Ich werde Euch ..."

Mit einer einzigen, energischen Handbewegung brachte ihn der Rote Baron zum Schweigen und stellte sich mit einer formvollendeten, aber eindeutig spöttischen Verbeugung vor: "Ich bin Kapitän Perez von der Balernes, Mylord. Und mit wem habe ich die Ehre?"

"Ich bin Lord Couland, meine Gattin und meine Tochter. Ihr werdet für diesen empörenden Überfall teuer bezahlen."

Der Blick des Kapitäns zuckte kurz zu Billy hinüber, der langsam einige Schritte auf das junge Mädchen zugegangen war. Der junge Pirat wirkte eigenartig starr. Dann wandte der Rote Baron sich wieder dem Lord zu und lachte leise: "Irgendwann sicher, Mylord. Aber vorerst denke ich, seid Ihr derjenige, der mir etwas bezahlen wird. Denn Ihr wollt doch sicherlich nicht mit dem kalten Meerwasser Bekanntschaft machen."

Die Lady schlug die Hand vor die Lippen, um einen entsetzten Schrei zu unterdrücken. Perez wandte sich nun ihr zu. In seinen Augen stand Bewunderung für die schöne Frau: "Mylady wird es an Bord der Balernes sicher gefallen. Wir sind sehr gastfreundlich." Seine Ironie wurde durch die offene Bewunderung abgeschwächt: "Besonders so schönen Frauen gegenüber."

Perez wandte sich nun Billy und der jungen Lady zu. Der junge Mann stand einige Schritte vor ihr und wirkte wie in Trance. Er starrte das Mädchen vor sich an und glaubte zu träumen. Vor ihm stand tatsächlich Rosemarie! Neun Jahre hatte er sie nicht gesehen. Aus dem kleinen Kind war in dieser Zeit ein junges Mädchen geworden. Er sah nichts anderes als sie, konnte nicht fassen, dass er die geliebte, kleine Schwester endlich wiedersah.

Rosemarie hatte voller Schrecken gesehen, wie einer dieser furchtbaren Piraten auf sie zukam. Sie zitterte vor Angst, als er immer näher kam. Doch dann wich die Angst in ihren Augen Unsicherheit und schließlich ungläubigem Staunen. Ihr Blick tastete sein Gesicht förmlich ab. Dieser Mann hatte das Gesicht ihrer verschollenen Schwester! ...

© Für die Verwendung der Leseprobe "Rosemarie und die verschollene Schwester" und des Coverbildes sagen wir der Autorin Anne Grasse herzlichen Dank. Die Autorin publiziert weitere ihrer Geschichten auch auf BookRix, die man dort kostenlos lesen kann

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