Ullas WunschLeseprobe aus dem Buch von I. E. Schwartz |
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Die Autorin Ilona Elisabeth Schwartz veröffentlicht hier eine weitere Leseprobe aus ihren eBooks. Die komplette Erzählung wurde im Buch "Jan und die Märchenbühne der Wunder" veröffentlicht (Informationen dazu siehe weiter unten). + + + Leseprobe: Ulla murmelte mit zusammengekniffenen Lippen vor sich hin, während sie mit fahrigen Bewegungen Kaffeepulver in den Filter löffelte. "Wenn er nur nicht rüberkommt", dachte sie und drückte auf den Bedienungsknopf, der sofort rot aufleuchtete. "Der Kaffee war kalt", hatte ihr Mann vor weniger als fünf Minuten gerufen, und das bedeutete nicht mehr und nicht weniger als einen schlimmen Abend. Natürlich war der Kaffee so heiß wie immer gewesen, als sie ihn in das Wohnzimmer gebracht hatte, wo Ernst auf der Couch saß und fernsah. Aber nun, eine halbe Stunde später war von "heiß" nicht mehr die Rede. "Du weißt, wie ich die lauwarme Plürre hasse, Ulla. Manchmal denke ich, dass du das absichtlich machst." Heute brüllte er nicht, er sagte es fast freundlich. Und das war es, was ihr soviel Angst machte, dass sie das restliche Pulver auf der Arbeitsplatte verschüttete. "Wenn er nur nicht rüberkommt", dachte sie wieder und zog die Schultern hoch, während sie versuchte, ihre zitternden Hände unter Kontrolle zu bringen. Dann fiel ein Schatten auf den hellgrauen Küchenschrank, und als der erste Stoß sie traf, dachte sie nur: "Er muss geschlichen sein, ich habe ihn nicht einmal gehört." Später saß sie auf dem Sessel, der im akkuraten Winkel zur Couch stand, und hielt sich einen kühlen und feuchten Lappen an die Stirn, während Ernsts Monolog an ihr vorbeirauschte. Ulla musste nicht hinhören, sie kannte ihn auswendig und die Einsätze kamen zuverlässig. Warum sie auch so schlampig war, warum sie nicht Acht gab und nie auf Kleinigkeiten achten konnte, wieso sie selber schuld war, wenn ein Mann die Beherrschung verlor, und dass sie Glück hatte, dass für sie gesorgt wurde. Und dass er nicht noch einmal sehen wolle, wie sie mit den Sachen umging, die er von dem Geld bezahlte, für das er hart arbeiten musste. Sein Kaffee hatte heiß zu sein... HEISS. Ulla nickte und entschuldigte sich, versuchte den Kopfschmerz zu ignorieren und stellte sich die Verfärbung vor, die es mit Sicherheit wieder geben würde. Später, im Bett, starrte sie an die Decke. Sie konnte nicht schlafen, das konnte sie nie vor zwei oder drei Uhr morgens - aber Ernst bestand auf dem frühen Zubettgehen, pünktlich um 21 Uhr.
Wie geht diese Geschichte weiter? Die komplette Erzählung lesen Sie im eBook Jan und die Märchenbühne der Wunder. Bestellung auch direkt über uns möglich. © Text: Ilona Elisabeth Schwartz für Pressenet © Abbildung: Gemälde "Geplauder im Regen" von Margret Hofheinz-Döring, 1963 (Mit freundlicher Genehmigung Lesen Sie auch Das Feuer
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