Horoskop-Bilder von Arne VierlingerFische (20. Februar bis 20. März) |
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Was der Künstler Arne Vierlinger hier zeigt, ist ein weiteres Bild seiner Medizinrad-Reihe: das Zeichen des Wolfes, das dem Sternzeichen der Fische entspricht. Der Wolf scheint auf den ersten Blick nicht besonders viel mit dem Wasserzeichen Fische gemein zu haben, aber das trügt. Als hervorstechendes Merkmal kann beim Fischezeichen die ausgeprägte Hinwendung zum Familienleben, zur Gruppe oder Clan gesehen werden.
Die sprichwörtliche Freundlichkeit der Fischemenschen kann zuweilen als Oberflächlichkeit scheinen, aber das ist nicht der Fall. Übelnehmerisch sind sie nicht, für sie gilt der biblische Spruch vom fast unendlichen Verzeihen als Motto, denn kaum einer ist auf Dauer beleidigt, wenn sie auch schnell zu verschrecken sind. Und dreinreden lassen sie sich nun einmal nicht, in ihre Sicht der Dinge. Wer glaubt, einem nachgiebigen Fischemenschen seinen Willen aufzwingen zu können, wird erkennen müssen, dass sie ebenso leicht eine Forelle mit der linken Hand und verbundenen Augen fangen können.
Wer einem Wolf-Geborenen keine engen Grenzen setzt, wird mit Loyalität belohnt, mit tiefer Freundschaft, der so leicht nichts etwas anhaben kann. Der scheue Wolf und der silbern aufblitzende und dann abtauchende Fisch, das sind Bilder, die durchaus zutreffen für diejenigen, die unter diesem Zeichen geboren sind. Überströmend in ihrer Bereitschaft zur Zuneigung und Zärtlichkeit, geradezu süchtig danach, aber ebenso schnell zum Rückzug bereit bei dem kleinsten Alarmzeichen. Sensibel bis zur Überempfindlichkeit, was Kritik betrifft, können sie sich sehr schnell verletzt fühlen und in den Schmollwinkel flüchten. Aber ihre Lernfähigkeit, ihre Art, das Gelernte auch umzusetzen und auch gerne weiterzugeben, macht sie zu wertvollen Partnern.
Das Richtungstotem der Wolfgeborenen ist der mächtige Bison, das heilige Tier, das für Kraft, Erneuerung und vor allem auch für Ernährung steht. Denn die riesigen Herden Nordamerikas waren das pure Leben, der gedeckte Tisch der Prärie-Indianer. Der von ihnen verehrte Büffel galt gewissermaßen als die personifizierte Erde, als Geschenk der Mutter. Das, was er zu geben hatte, war vielfältig: Nahrung, Kleidung, Werkzeug, Schmuck... ein Allernährer - wie die Erde, von der er stammt. Das Büffeltotem gibt dem Wolf die Kraft der Erneuerung, die Unbeirrbarkeit und die Stärke. Es ist für die Bodenhaftung zuständig.
Es ist nicht leicht, vor einem Fischegeborenen eine emotionale Regung zu verbergen. Das ist auch nicht nötig, denn man wird kaum jemanden treffen, der verständnisvoller ist. Solange er sich zurückziehen und Kraft schöpfen kann, ist der Fischemensch ein wahres Füllhorn, was Phantasie und Kreativität angeht - aber geheimnisvoll wird er bleiben, der unfassbare Wolf im Nebel.
© Text: Winfried Brumma, Pressenet / Fische-Bild: Arne Vierlinger Lesen Sie auch Arne Vierlinger und die Macht des Zeichenstrichs
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