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Die Sache mit dem Weihnachtsbaum...
- gerät manchmal zur Stilfrage und spaltet die Familie in mehrere Lager
- bringt lange Debatten in Bezug auf "echt" oder "künstlich"
- ist manchmal frustrierend, weil man erst im letzten Moment auf "echt" umgeschwenkt ist - und jetzt nur noch die Schiefen und Mickrigen zu haben sind
- kann eine mittelschwere Depression auslösen, weil wieder eine von der Ur-Oma ererbten Glaskugeln fallengelassen wird, wo man doch sowieso nur noch drei Stück davon hat
- ist ein ergiebiges Diskussionsthema, weil die "echt" oder "künstlich" Debatte wegen der Baumbeleuchtung weitergeführt wird
- erzieht zur Risikobereitschaft, weil man am Heiligabend entweder die Feuerwehr oder den Elektriker rufen muss
- kann eine statische Meisterleistung werden, weil der teure Patent-Baumständer nicht einmal die winzige Fichte, die man noch ergattert hatte, in der Senkrechten halten kann
- zerrt an den Nerven, weil das Teil schon vor Weihnachten die Nadeln verliert
- tut in der Seele weh, weil das Bäumchen aus Kunststoff aussieht wie die fransigen Schulterstücke der Prinzengarde des Karnevalvereins
- hat Katastrophenpotential, wenn man vergisst, die verspielte Katze vom geschmückten Baum fernzuhalten
- bringt Spaß für Mama, weil Papa den Sprühschnee erst nach dem Schmücken benutzt hat und irgendwer das wieder von den Kerzen und dem Glitzerzeug runterkriegen muss
- sorgt für Tränen bei den Sprösslingen, die ihre selbst gemachen schiefen Filzengel nicht in den Baum hängen dürfen, weil das Papis Komposition in Schwarz-Rot-Gold verdirbt
- hat großen Erinnerungswert, weil man noch im August Baumnadeln an den sonderbarsten Stellen findet
© Text: Winfried Brumma, Pressenet | © Illustration: Thomas Alwin Müller, littleART
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