Die Chinesische Mauer |
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Der planmäßige Ausbau der Mauer wurde unter dem ersten chinesischen Kaiser Qin Shihuangdi begonnen. Ebenfalls war er für den Bau der Terrakottaarmee zuständig, die er sich noch vor seinem Tod errichten ließ. Er hatte nämlich Angst, für die Unterdrückung seines Volkes beim Bau der Chinesischen Mauer ermordet zu werden. Das Land der Mitte, wie wir es heute kennen, gab es damals noch nicht. China war schwach und bestand nur aus einem Bereich, der dem heutigen Peking entspricht. Der erste Kaiser Chinas, Shihuangdi vom Stamm der Qin, war der erste, dem es gelang, die anderen Stämme zu besiegen und zu vereinen. Ursprünglich bestand die Chinesische Mauer aus vielen Abschnitten, die von verschiedenen Stämmen zum gegenseitigen Schutz gebaut und über Jahrhunderte hinweg zu einer längeren Mauer verbunden wurden. Dies galt vor allem dem Schutz vor den Mongolen sowie anderen nomadischen Völkern. Um die Steine zusammenzuhalten, wurde damals lediglich Lehm verwendet. Jedoch besteht die Mauer, wie man sie heute bestaunen kann, nicht mehr aus der Lehmkonstruktion. In einer darauf folgenden Version, hunderte von Jahren später, wurde gebrannter Kalk verwendet. Dieser hat ähnliche Eigenschaften wie Zement, und somit wurde die Mauer viel stabiler. Wäre nicht nachgerüstet worden, gäbe es die große Mauer Chinas heute nicht mehr. Es gab Zeiten, da arbeiteten mehr als 20 Prozent der ganzen Bevölkerung Chinas an der Chinesischen Mauer. Sehr tragisch ist, dass sehr viele Menschen beim Bau starben. Die Arbeiten waren äußerst gefährlich. Einbrüche an schwer zu bebauenden Stellen und Abstürze von Steinen beim Transport waren keine seltene Todesursache.
Die Chinesische Mauer hat neben den zwei erwähnten noch einen weiteren Namen: "Der Lange Friedhof" - so wird sie oft in China genannt. Angeblich wurden die Toten in das Bauwerk eingemauert, was jedoch nicht erwiesen ist. Experten sagen, dass dies ein Gerücht ist, denn die Statik hätte Probleme bereitet. Die Mauer veränderte sich immer wieder in den letzten 2000 Jahren. Jeder Kaiser hatte andere Sorgen. Die Gefahren wurden größer und die Feinde wechselten ständig. Nach Zeiten der Ruhe gab es auch naturbedingte Probleme, wie zum Beispiel schlechte Ernten oder Erdbeben und Überschwemmungen. Vor allem Wegelagerer waren es oft, die den Handel mit weit entfernten Ländern, wie dem Römischen Reich, unsicher machten. So wurde die Mauer ständig verlängert, verstärkt oder sogar umgebaut. Neue Erfahrungen und Methoden ließen die Chinesische Mauer mit der Zeit immer besser werden. Zinnen und Türme, am Ende sogar Platz für Artillerie, verbesserten die Verteidigungsmöglichkeiten ständig. Jedoch war eines der Probleme die Bestechlichkeit der Wachen, welche dann doch den einen oder anderen Überfall oder Angriff nicht verhinderten.
Viele Jahre, nachdem China eingenommen und Peking gefallen war, gab es einen Bürgeraufstand. Die Situation wurde zu Gunsten Chinas geklärt, aber einen Kaiser gab es seitdem nicht mehr. Die Chinesische Mauer hat heute nicht mehr die Bedeutung, welche sie all die Jahre lang hatte. Die moderne Kriegsführung würde sich über dieses Hindernis wohl amüsieren. Als Schlusswort sei noch erwähnt, dass es die Volksrepublik China, wie sie heute existiert, ohne die Mauer nicht gäbe. Nicht nur Feinde wurden durch die große Mauer nicht ins Land gelassen und ausgesperrt. Nein, das Volk Chinas wurde dadurch auch eingesperrt, und so ging China über 2000 Jahre seinen Weg allein. © Ein Beitrag von Emanuel Eimer Die Abbildung zeigt Laozi, Buddha und Konfuzius (Quelle: Wikipedia, Lizenz: gemeinfrei) Lesen Sie auch Don't think twice - Zum 70. Geburtstag von Bob Dylan
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