Ein adeliger Zigeuner

Leseprobe aus dem Buch "Schöne Unsterblichkeit" von Patrizia Schneider

Schöne Unsterblichkeit

Vorwort zur Leseprobe "Ein adeliger Zigeuner" aus dem 2. Kapitel: Vincenzo, der Protagonist der Geschichte, reist mit seiner Zigeunerfamilie im späten 17. Jahrhundert durch Ungarn und beginnt, in die Welt der Vampire einzutauchen.

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Die Bluttaufe geschah ohne ein Wort zu wechseln, unter dem magischen Vollmond, der über dem Turm thronte, umgeben von Millionen Sternen. Ich trat zu Artifax und schaute ihm in die glühenden Augen. Er nickte begrüßend und warf mit seiner rechten Hand seine Lockenmähne über die Schulter, dann ritzte er mit dem Fingernagel des Zeigefingers seine Halsschlagader auf. Blut ergoss sich aus der Wunde.

Ich schloss meine Augen, als er seine Hand in meinen Nacken schob, dann zog er mich zärtlich an sich heran und presste meine geöffneten Lippen auf den Quell des Blutstroms. Wie feurige Glut floss das ewige Blut in meinen Mund, und ich schluckte genüsslich und ohne Ekel hinunter, bis sich die Wunde von selbst wieder verschloss. Ich war berauscht vor Glück, als das zeitlose Blut meinen Körper zum Glühen brachte. Mein Herz schlug immer schneller, während ich meine Augen öffnete, die wie zwei neugeborene Sonnen zu glühen begannen.

Jetzt begriff ich, wie es für Artifax möglich war, in der Dunkelheit so detailliert zu malen. Die Nacht war mit pulsierendem Leben erfüllt. Jeder Baum, jeder Ast, jedes Blatt, jede Blume, jeder Grashalm und jedes Tier, auch wenn es noch so klein war, strahlte das Licht seiner Lebensenergie aus. Mein Blick wanderte zum Vollmond hinauf, der blutrot vom Himmel leuchtete. Ich war jetzt ein Kind der Mondgöttin und mit ihr verbunden. Während ich weiterhin, wie verzaubert, auf den Mond starrte, begann das ewige Blut in meinen Zellen zu ruhen, die Farbe des Erdtrabanten wechselte wieder von blutrot zu silbern, und die Dunkelheit der menschlichen Nacht umfing mich.

Immer noch aufgewühlt vom Erlebten, blickte ich zu Artifax, der mich mit steinerner Miene ansah. Er sprach mit trauriger Stimme: "Du musst mich jetzt verlassen und darfst keinen Kontakt mehr mit mir haben, bis du in der Ewigkeit erwachst! Dort werde ich dich erwarten! Und sollten die, die du mit dir nehmen wirst, vor dir sterben, werde ich mich ihrer annehmen, bis du bei uns bist!"

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So wie Märchen mit "Es war einmal ..." beginnen, fangen die Bände der "Chronik der Legenden", mit "Einst geschah es ..." an, eine Chronik, die den Leser in Phantasiewelten und längst vergangene Epochen trägt, um die Heldentaten des Kampfes "Gut gegen Böse" mitzuerleben.

Öffnen Sie sich den Epen, erleben Sie die Heldentaten von Vampiren, Hexen und Zauberwesen, die Sie als Kind schon mit ihrer fesselnden Natur in ihre Welten entführten, denn was sind Legenden anderes, als Märchen für Erwachsene.

Reisen Sie im 1. Band mit Giorgio Visconti nach Venedig, erkunden Sie mit ihm die zeitlose Lagunenstadt, hinter deren verblichener Fassade die bunte, berauschende Welt der Vampire auf ihn lauert. Teilen Sie sein Herz, wenn er seine große Liebe Piccina findet, und tauchen Sie mit ihnen, auf Giorgios Selbstfindungsreise, in diese fremde Welt der Unsterblichen ein.

Erleben Sie die wilde Zigeunerromantik am Lagerfeuer, das die Herzen von Vincenzo und der Zigeunerin Aurelia in wilder Liebe zum Erglühen bringt und erfahren Sie, wie die Vampirwelt einst in der Welt der Kelten entstanden ist.

Werden Sie ein Teil der Welt der Unsterblichen, ein Kind des Mondes, in der dieser Bruderkrieg letzten Endes auch Giorgio und Piccina in seine grauenhafte Entscheidungsschlacht zwingt.

© Text zu "Ein adeliger Zigeuner" und Abbildung des Buchcovers mit freundlicher Genehmigung der Autorin Patrizia Schneider

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