Gelesen: John Wyndhams Klassiker "Die Triffids"Ein Roman über den Zusammenbruch der Gesellschaft |
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Die Geschichte beginnt damit, dass der Leser etwas über eine Pflanzenart mit ebendiesem Namen erfährt. Irgendwann waren die Triffids aufgetaucht - woher, wird nicht wirklich klar, obwohl es Anspielungen auf Experimente fremder Regierungen gibt. Diese sehr hohen, fleischigen Pflanzen haben eine Besonderheit: sie können sich fortbewegen und verfügen über ein sehr effizientes Gift, das sie benutzen, um zu töten. Stirbt ein Tier unter dem blitzschnellen Schlag des giftigen Stachels, wird es von der fleischfressenden Pflanze aufgenommen. Allerdings sind diese sonderbaren Wesen hervorragend zur Ölherstellung geeignet, weswegen sich in kurzer Zeit findige Unternehmer auf die Haltung der Triffids verlegen. Das geschieht in riesigen Gehegen, in denen die gefährlichen Öllieferanten oft auch angekettet sind. Den Stachel entfernt man ihnen von Zeit zu Zeit, da er nachwächst. Nach dieser Einleitung lernt man Bill Masen kennen, einen Mann, der gerade in einer Londoner Klinik liegt und eine Augenoperation hinter sich hat. Er ist leicht ungeduldig, weil eine gewisse Zeit verstreichen muss, ehe man die Verbände entfernen kann. Er wird gerade auf den nächsten Tag verwiesen, was ihn etwas ärgert, denn überall in den Medien wird über einen Meteoritenschwarm berichtet, der in der Nacht niedergehen wird. Masen verpasst seiner Bandagen wegen dieses kosmische Schauspiel und schläft.
Was dann folgt, ist alles auf einmal - Bürgerkrieg und Apokalypse. Die meisten Blinden sind dem Tod geweiht, ihnen droht das Verhungern oder sie sterben bei Unfällen. Manche Sehende plündern, und es gibt Blinde, die einen - der sehen kann - für kurze Zeit in ihre Gewalt bringen, um einen zu haben, der sie führt. Die Städte der Erde versinken im Chaos. Es bilden sich Gemeinschaften und Gruppierungen, die aus Sehenden und Blinden bestehen - schnell erstehen im Kleinstformat alle denkbaren politischen Systeme, die es jemals gegeben hat.
Was niemand für möglich gehalten hätte, wird nun offenbar: die Triffids können sich untereinander verständigen. Sie produzieren eine Art Klopfzeichen, einen bedrohlichen Lärm, der fortan über dem Land liegt. Die Gruppe um Bill Masen, die sich auf eine Insel ohne Triffids retten konnte, hofft, dass irgendwann das Festland wieder bewohnbar sein wird - denn die Kinder, die geboren werden, können sehen.
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