Die Kräfte der Steine

Schmucksteine und deren Bedeutung

Edelsteine

Die Edelsteine, insbesondere die so genannten Halbedelsteine, sind seit jeher beliebt - sie werden zu Schmuck verarbeitet oder zu Handschmeichlern, sie zieren Kronen und Reliquien ebenso wie Dekorationsobjekte. Steine wie der Amethyst, das Tigerauge oder der Mondstein sind jedem bekannt. Doch seit der Antike werden die Mineralien auch zur Heilung von Körper und Seele benutzt. Diese Art des Heilens hat in allen Kulturkreisen Tradition. So kommt beispielsweise der Jade bei den östlichen Kulturen eine besondere Bedeutung zu.

Vor allem in China schätzte man den Jade-Stein so sehr, dass die hochgestellten Toten der alten Dynastien mit einem den Körper vollständig bedeckenden Anzug aus Jadeplättchen in ihren Gräbern lagen. Dem Stein wurde Heilkraft zugeschrieben, neben Attributen wie Glück bringend oder auch entspannend. Jade galt als sehr hilfreich bei verschiedenen Leiden und auch bei Stress und Schlafstörungen. Die meisten haben schon die wunderschönen Türkisarbeiten der nordamerikanischen Indianer bewundert, welche diesen Stein oft mit Silber kombinieren und zu Ketten und Ohrschmuck verarbeiten. Er galt als förderlich, was das Jagdglück betraf und als mächtiger Schutzstein.

Allgemein soll der Türkis bei Beschwerden wie Entzündungen helfen. Der Legende nach soll ein Türkis die Farbe verändern, wenn sein Träger nicht reinen Herzens ist und bei Entscheidungen behilflich sein. Im alten Zweistromland wurde er sehr geschätzt und galt praktisch als der persische Nationaledelstein. Seine Farbe variiert von reinem Himmelblau bis zu grünlastigem Blau, wobei die reinblauen Steine die wertvollsten sind.

Ein wunderschöner Halbedelstein ist der violette Amethyst, er hat ein geradezu magisches Feuer und wird in der Steinheilkunde vor allem bei psychischen Problemen eingesetzt. Es heißt, er könnte die klare Sicht verleihen, die es braucht, um wahre Freunde von falschen zu unterscheiden. Anwendungsgebiete sind auch Verwirrtheit und Konzentrationsschwäche. Früher glaubte man, dieser Stein schütze vor Trunkenheit, weswegen Trinkgefäße oft mit Amethysten besetzt waren.

Wem es an Selbstvertrauen mangelt, der sollte einen Granatstein tragen, denn diese dunkelroten Schmucksteine werden vor allem bei fehlendem Durchsetzungsvermögen eingesetzt sowie bei allem, was mit dem Willen zu tun hat. Der Granat stärkt das Ich und fördert auch manches zutage, was bisher nicht wahrgenommen wurde. Und schön ist er allemal, mit dem dunklen Glanz und den rubinroten Lichtern. Als geradezu sanfter Stein gilt der Rosenquarz, er hat viel mit Gefühl zu tun und fördert alles, was mit Liebe zu tun hat, wozu auch Geduld und Hingabe gehören.

Die Liste der Steine und ihrer Wirkungsweisen ist lang und interessant, es gibt unzählige Zuordnungen, ob es nun die Organe oder die Psyche betrifft. Es gibt viele Richtlinien für das Pflegen und Reinigen der Steine, das Aufladen und die Anwendungsmöglichkeiten. Sie sollen ihre Kräfte schon entfalten, wenn man sie als Schmuck am Körper trägt oder einfach in der Tasche hat, manche sogar dann, wenn man sich mit ihnen umgibt. Weitere Möglichkeiten sind Meditationen und vor allem das Auflegen der jeweiligen Steine auf die Chakren, also die Energiezentren des Körpers. Tatsächlich gibt es kaum etwas, wo der passende Stein noch nicht gefunden wäre - so soll der Bernstein den Kindern beim Zahnen helfen, allerdings muss die Mutter ihn tragen.

Auch in der Astrologie kommt den Edelsteinen eine besondere Bedeutung zu, denn sie werden den verschiedenen Zeichen zugeordnet. Der Amethyst gehört beispielsweise zur Jungfrau, der Mondstein zum Krebs und der Achat zum Skorpion. Allerdings gehören meist mehrere Steine zu einem Zeichen. Das weite Feld der Edelsteinkunde, ob es nun die Heilung oder die allgemeinen Fakten betrifft, ist auf jeden Fall ein Abenteuer - und das Befassen mit diesen kleinen Schönheiten, die uns die Natur schenkt, dürfte auf jeden Fall ein ästhetischer Genuss sein.

© "Die Kräfte der Steine" - ein Textbeitrag von , 2011. Die Abbildung zeigt verschiedene polierte Schmucksteine, Urheber: Chd (Quelle: Wikipedia, Creative Commons-Lizenz)

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