Die neun Städte des Mr. NorthGoogle+ ...der neue gigantische Turm zu Babel |
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Nach dieser Betrachtungsweise existiert also, um ein Beispiel zu nennen, ein Berlin der Reichen, der Mittelständler, der Armen, der Migranten, der Nachtarbeiter, des Rotlichtmilieus, der Hundehalter oder der städtischen Angestellten. Natürlich kommen weit mehr zusammen als nur neun Städte. Die Rede ist nicht von Stadtvierteln, sondern von ein und denselben Straßen, Plätzen und Gebäuden. Wer in einer Mietskaserne aufwächst und lebt, nimmt die Stadt völlig anders wahr als jemand, der mehrere teure Autos auf dem Privatparkplatz stehen hat. Für den eher bescheiden Lebenden ist es ein Berlin der Straßenbahnen und Discountläden, oder ein Berlin, das unfreundlich sein kann an einem kalten Morgen. Die Stadt ist für ihn völlig anders. Der Reiche hat keinerlei Vorstellungen von den Wartebuchten an den Haltestellen, er kennt nicht die Risse im Straßenpflaster. Er kann dafür stundenlang über Parkmöglichkeiten sprechen und sieht keine kalten Straßenecken, sondern eine Reihe hell erleuchteter teurer Läden und Treffpunkte. Sogar die Hundehalter haben eine eigene Stadt in der Stadt. Sie nehmen alles vom Ende der Leine aus wahr - da gibt es Automaten mit Hundetütchen, oder es gibt grüne Streifen, wo Bello morgens schnell seinen Geschäften nachgehen kann. Die jeweilige Tour richtet sich nach der Zeit und natürlich auch nach der Größe des Hundes. Manche Ecken vermeidet man, denn man könnte unfreundlichen Menschen begegnen, die jeden kleinen Dackel als den Widersacher alles dessen, was sauber und hygienisch sein soll, sehen.
In den virtuellen Riesenmetropolen ist es nicht anders, man denke an das gigantische Google+ ...die neue größte Stadt der Welt mit ihren Fixpunkten, den Circles. Es gibt das Google+ der Geschäftsleute, der Künstler, der Einsamen, der Prostituierten, der politisch Aktiven, der Intellektuellen und natürlich auch der Jugendlichen und Senioren, der verschiedenen Nationalitäten und Kulturen. Die Bedienung ist dieselbe - aber so mancher würde es nicht glauben, wenn man ihm Beiträge von einer anderen Wahrnehmungsebene zeigen würde - wahrgenommen wird nur, was passt. Alles andere kommt nicht bis in die tatsächliche Wahrnehmung.
Die vielen hundert Städte dieser neuen gigantischen Wabe Google+ ergeben zusammen so etwas wie den Turm zu Babel. Das hatten wir ja schon einmal, und es ist erstaunlich, wie wenig sich verändert hat. Die Wahrnehmung ist immer und grundsätzlich erst einmal subjektiv. Die Abbildung zeigt den Turm zu Babel, ein Gemälde von Lucas van Valckenborch (Quelle: Wikipedia, Lizenz: gemeinfrei) Lesen Sie auch Die Elemente in ihrer Bedeutung für die Esoterik
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