Große und kleine PolitikDer Wahrheitssucher Donald Trump |
|
|
Aktuelles |
Wie auch immer, die Königsklasse der "Leader", also diejenigen Politiker, die tatsächlich mit ihresgleichen die Geschicke des Planeten lenken, tragen eine immense Verantwortung. Die lokalen Matadore im ländlichen Parteiensumpf, die immer wieder für ein Skandälchen oder vielleicht auch eine kleine Mauschelei gut sind, fallen da normalerweise anders auf. Hier wird auch einmal bei öffentlichen und weniger öffentlichen Anlässen hier und da kräftig intrigiert und geschürt - es ist eine Art Seifenoper auf kommunaler Ebene und eigentlich kaum ein Schulterzucken wert. Wer mit wem, und vor allem wo einer herkommt, ist immer ein Thema im Wahlkampf, das entspricht der Tradition der lokalen Wahlkämpfe und zeigt ein gewisses Level. Im Prinzip nimmt man es hin, weil nicht allzu viel dabei passieren kann - denn die wirkliche Politik wird anderswo gemacht, und das ist vermutlich gut so. Nun ist man zwar von der amerikanischen Innenpolitik bzw. den Wahlkampfstrategien einiges gewohnt - diese zu verfolgen ist allemal spannender als ein lascher Samstagabendkrimi. Aber die Vettern (das sind sie wohl tatsächlich) überm großen Teich sind immer wieder für eine Überraschung gut. Der amtierende Präsident der USA hat, wie jeder Regierungschef, wirklich andere Probleme, als sich um völlig unwichtige Kleinigkeiten zu kümmern. Das ist verständlich, schließlich ist global gesehen einiges im Argen zurzeit - aber nun hat sich von der unteren politischen Sohle das Kinkerlitzchen-Virus ausgebreitet und bringt der Chefetage des Weißen Hauses einigen Verdruss. Barack Obama, der einer Mischehe zwischen einer amerikanischen Mutter und einem kenianischen Vater entstammt, ist dadurch so einigen geistigen Aussetzern seiner Gegner ausgesetzt. Denn nun argwöhnte sein Herausforderer Donald Trump, dass der amtierende Präsident gar kein Amerikaner sei, weil er gar nicht in den USA geboren wurde, und nervte in der Manier kleiner, ellbogenbezogener Lokalpolitiker so lange damit, bis das Weiße Haus tatsächlich die Geburtsurkunde des Präsidenten veröffentlichte, um den Spekulationen ein Ende zu machen.
Trump ist ein Medienlöwe, der sich gerne lächerlich macht und trotzdem mit lautem Brüllen eine gewisse Art Anhängerschaft um sich schart. Er hat sich in der Vergangenheit schon einiges an Verbalinjurien geleistet, ist aber genau der Typ, dem sein Wählerkreis so ziemlich alles nachsieht. Der kleine, von der Krise gebeutelte Bürger sieht schlechtes Benehmen als volksnahes Verhalten und ist davon überzeugt, dass sein Kandidat nach gewonnener Wahl für ihn einstehen wird. Das wiederholt sich in jedem Wahlkampf der Amerikaner, und meist geht es trotzdem gut aus. Soll heißen, dass Kandidaten wie Trump zwar medienwirksam, aber dennoch nicht charismatisch genug sind. Es bleibt zu hoffen, dass das auch dieses Mal so bleibt. Donald Trump ist übrigens deutschstämmig - seine Familie kam ursprünglich aus der Pfalz, welche schon einmal in Deutschland einen Kanzler gestellt hat. Lesen Sie auch Codex Alimentarius - Zur Nutzung von Heilpflanzen
Werden Sie Autor bei Pressenet und schreiben Sie Fachartikel. Info: Autor werden Hinweis: eBooks von Pressenet gibt es auf dem Portal xinxii.com. Bestellung auch direkt über uns möglich. |