Indigo, Kristall und der RegenbogenGedanken zu einem esoterischen Trend |
|
|
Aktuelles |
Indigo-Kinder sollen besondere Merkmale haben: So wären sie von Geburt an sehr selbstbewusst und im Gefühl ihrer eigenen Überlegenheit. Soziale Interaktion sei für sie keine akzeptable Verhaltensweise, es sei denn, sie wären mit anderen Indigo-Kindern zusammen. Autorität würden sie durchwegs ablehnen und sich höchstens überzeugen lassen, wenn sie eine Wahl sehen. Interessant sei die bei allen Indigo-Kindern eigene hohe Empfindlichkeit gegenüber chemischen Stoffen in der Nahrung. Eine Affinität zu Tieren soll zusätzlich zu diesen Merkmalen bestehen. Weiter heißt es bei den Anhängern dieser Thesen, dass diese Kinder hochintelligent seien und irrtümlich falsch diagnostiziert werden, da ihre Hochbegabtheit und ihre eigene Weise leicht als Aufmerksamkeitsdefizit- oder Hyperaktivitätsstörung (ADHS) erscheint. Tatsächlich trifft diese Beschreibung auf fast alle Kinder zu, jedenfalls auf diejenigen, welche das Glück oder vielleicht auch Unglück hatten, in der westlichen Welt geboren zu sein. Da sich die Art und Weise, wie Familien miteinander leben, stark verändert hat und die Vorbildfunktionen praktisch deaktiviert sind, muss es nicht wundern, wenn Kinder keinerlei Autoritäten anerkennen wollen oder können. Erwachsene, die auf einem immerwährenden Selbstfindungstrip sind und ständig ihre Vergangenheit aufarbeiten müssen - nicht selten sogar die aus "früheren Leben" - mögen ein wenig überfordert sein, wenn es um ihre Rolle geht.
Natürlich sind Ärzte viel zu schnell mit der bequemen Diagnose ADHS - wobei man anmerken könnte, dass wir Menschen nicht wirklich für die sekündliche Reizüberflutung gemacht sind, der wir uns aber stellen müssen. Unser Gehirn funktioniert noch so, als gäbe es dieses abnorme Einstürzen auf alle Sinne nicht. Was wunder, wenn Kinder, die noch in der Entwicklung begriffen sind, damit nicht zurechtkommen können. Die Konzentrationsfähigkeit ist nur eine Sache, die dabei auf der Strecke bleibt. Das Einfühlen und Einlassen auf andere Menschen ist noch ein weiterer Punkt. Die Empathie verkümmert völlig - und so kommt es zu schlimmen Entwicklungen. Entweder das Kind mit Medikamenten vollstopfen oder aber dem Indigowahn verfallen... da gibt es wohl bessere Alternativen. Aber die sind mit viel Arbeit verbunden, mit viel Selbstverleugnung wahrscheinlich auch, was die Eltern betrifft.
Weiter erfährt man, dass die Indigo-Kinder, die von manchen als hybride oder gänzlich außerirdische Form gesehen werden, die Wegbereiter der Kristallkinder sein sollen - diese rechnet man spirituell einer hohen oder auch der höchsten Stufe zu. Das sollen also die neuen Menschen sein, die das Heil bringen werden? Hier ist es nun Zeit für einen Hinweis auf einen gewissen Adolf Hitler, dessen Phantasien vom kommenden Übermenschen recht ähnlich zu lesen sind. Natürlich hat er dabei auf andere Aspekte Wert gelegt, nicht eben auf Vergeistigung, aber die elitäre Idee ist erschreckend ähnlich. Ratlose Eltern werden ratlos bleiben, und es wird unsere Welt nicht retten. Das kann nur ein völlig anderer Umgang mit den Ressourcen und der Natur. Die Hoffnung auf eine Elite, die es nicht wirklich gibt, ist mit Sicherheit der falsche Weg. Lesen Sie auch Steffen (Kurzgeschichte von Pitt Breuer)
Werden Sie Autor bei Pressenet und schreiben Sie Fachartikel. Info: Autor werden Hinweis: eBooks von Pressenet gibt es auf dem Portal xinxii.com. Bestellung auch direkt über uns möglich. |