Eine flammende Schönheit: die Kapuzinerkresse

Kapuzinerkresse

Glücklich ist derjenige, der einen Garten hat oder nutzen kann - das gilt natürlich auch für Städter, oder gerade für diese. Eine begrünte Oase ist etwas Wundervolles, um zu entspannen und sich ein wenig zu "erden". Nun hat allerdings nicht jeder ein großes Areal zur Verfügung, und ebenso wenig ist jeder, der Gärten liebt, auch mit dem "grünen Daumen" gesegnet. Zudem ist das auch eine Zeitfrage - aber Leute, die trotzdem gerne einen Hingucker hier und da möchten - und auch gleich etwas zum Ernten - denen kann geholfen werden.

Sie ist wenig anspruchsvoll, sie sieht wunderschön aus, und sie ist nicht empfindlich: die Kapuzinerkresse. Diese Pflanze kommt ursprünglich aus Südamerika und gehört zur Familie der Kressengewächse, der Tropaeolaceae. Die Samen kann man im Frühjahr überall günstig in mehreren Variationen kaufen. So gibt es zum Beispiel rankende und stehende Kapuzinerkresse. Letztere kann sich wunderbar an irgendetwas hochranken oder sich auch malerisch über Mäuerchen und Einfassungen "werfen". Die Aussaat ist sehr unkompliziert: Die recht großen Samen werden in einigem Abstand in die Erde gesetzt - was dann heranwächst, sind eine Menge schöner Blätter, die sich rasch entfalten.

Die Blätter der Kapuzinerkresse verfügen über den so genannten Lotuseffekt, welche das Wasser abperlen lassen und Schmutzpartikel mit sich nehmen. Die Blüten sind sehr schön und ungemein farbenprächtig, vor allem in Orange- und Gelbtönen. Die jungen Blätter schmecken hervorragend, sind von einer pfeffrig-scharfen Würze und peppen jeden Salat auf. Die essbaren Blüten kann man zum Dekorieren von Speisen verwenden, und die Knospen dienen oft als Kapernersatz.

Bei einer Art der Gattung, Tropaeolum tuberosum, werden die Knollen als Gemüse zubereitet. Aber damit ist der Nutzwert der Kapuzinerkresse noch nicht am Ende, denn sie ist eine sehr wirksame Arzneipflanze. Ihre Öle wirken antibiotisch, weswegen die Pflanze bei Infekten und Entzündungen Anwendung findet, wie zum Beispiel denen der Mandeln oder auch der Harnröhre. Sie kann eine positive Wirkung bei Nierenleiden haben und wirkt überdies auch auswurffördernd bei Bronchitis.

Da die Kapuzinerkresse einen hohen Anteil an Vitamin C enthält, ist sie sehr geeignet, um die Abwehrkräfte zu steigern. Je nach Verwendung als Tinktur, Press-Saft oder Sud hilft sie bei verschiedenen Beschwerden. Ein Rezept soll sogar günstig auf die Schuppen der Kopfhaut wirken. Die flammende Schöne ist ein kleiner Gabentisch, den die Natur für uns bereithält - und dabei sehr anspruchslos. Und was den viel zitierten "grünen Daumen" betrifft, der kommt von selber, wenn man sich ein wenig eingehender mit den Pflanzen beschäftigt. Stellen Sie doch so einen Geschenkkorb an einer Ecke des Gartens oder Balkons auf im nächsten Frühjahr. Sie ernten weit mehr, als sie säen.

© "Eine flammende Schönheit: die Kapuzinerkresse" - ein Beitrag von , 2011. das Foto zeigt die Pflanze der Großen Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus), Lizenz: gemeinfrei

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