Kartoffel-Chips - für viele geht's nicht ohneFrittierte Kartoffeln - ein Schreckgespenst der modernen Ernährung |
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Man kann sich kaum vorstellen, dass es eine Zeit gegeben hat, in der man die Kartoffelchips noch nicht kannte. Wie die Erfindung sich nun wirklich zugetragen hat, ist eine Geschichte in mehreren Variationen, aber zugeschrieben wird die allererste Portion Chips dem Amerikaner George Crum. Seines Zeichens angeblich Koch in einem Hotel in Saratoga Springs (USA) kreierte er die Köstlichkeit, weil sich ein Gast mehrfach über zu dicke Bratkartoffeln aufgeregt hatte. Crum platzte irgendwann der Kragen und er schnitt die Scheiben so hauchdünn er nur konnte. Dann warf er sie kurz in siedendes Öl, denn in dieser Form waren sie nicht pfannentauglich. Wider Erwarten war der Gast hingerissen und die Kartoffelchips somit geboren. Eine andere Version dieser Geschichte erzählt von einem kleinen Missgeschick, das der Schwester Mr. Crums passierte. Ihr fiel beim Kartoffelschneiden eine zu dünne Scheibe in das Öl. Der Koch kostete sie nach dem Herausfischen und war so begeistert, dass er damit unter dem Namen "Saratoga Chips" die Speisekarte bereicherte. Die Köstlichkeit wurde von Hand hergestellt und konnte kalt ebenso wie heiß gegessen werden - erst in den 1920er Jahren wurden die Chips industriell hergestellt, nachdem die Kartoffelschälmaschine erfunden war. Anfangs hatten die in der Fabrik hergestellten Chips nicht so viele Liebhaber, da sie nicht gewürzt werden konnten und recht fade schmeckten.
Es gab kaum jemand, der sie nicht mochte. Und das ist bis heute so geblieben, wenn auch ernährungsbewusste Menschen nur selten "zur Tüte" greifen. Denn die so harmlos knisternden kleinen Bissen haben es in sich. Salz und Kalorien - das Schreckgespenst der modernen Ernährung feiert in den Chipstüten fröhliche Urständ. Allein schon 100 Gramm Knabberspaß enthalten mehr als 500 Kalorien, und bei hundert Gramm bleibt es meist nicht. So eine Tüte hat einen eingebauten Leermechanismus, der verhindert, dass man erst aufhört zu essen, wenn sie leer ist - jedenfalls behaupten das die Kenner.
Vielleicht wäre es eine Alternative, für den nächsten langen Fernsehabend etwas mehr Aufwand zu betreiben, indem man unter Mithilfe der Familie oder Freunde frische Kartoffeln schält, mit einem einfachen Handschneidebrett die Scheibchen herstellt und dann frittiert - hinterher die heißen Chips nach Belieben würzen. Das schmeckt wunderbar und ist genauso kalorienreich wie die Tütenvariante, aber die Geschmacks- und Aromaverstärker fallen, nebst anderen "fremden" Stoffen, weg. Mit einer Rohkostplatte zusammen oder einem Salat hält man so jede Filmtrilogie auf DVD durch. Die Abbildung zeigt Kartoffelchips (Quelle: Wikipedia, Lizenz: gemeinfrei) Lesen Sie auch Channeln: Den richtigen Kanal finden
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