Arbeit auf Zeit - und die Uhr ticktArbeitnehmerüberlassung: ein unsinniges Konzept? |
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Was Ersteres betrifft, so hat der arbeitslose Hilfebezieher einen Freibetrag zur Verfügung, der Rest wird auf die Hilfe angerechnet. In der Situation, in der sich diese Bezieher befinden, ist allerdings schon ein kleines Zubrot eine große Hilfe - außerdem besteht hier und da die Möglichkeit, den Job zu einem Vollzeitarbeitsverhältnis aufzustocken. Das allerdings bedeutet noch nicht, dass der Verdienst zum Leben reicht, denn laut Statistik müssen immer mehr arbeitende Menschen aufstockende Zahlungen beantragen, weil das Geld zum Leben einfach nicht reicht. Das schönt zwar die Arbeitslosenzahlen gewaltig, macht aber unterm Strich nichts besser. Ein Faktor, der zu dem unsinnigen Hybriden in Bezug auf Lebensunterhalt führt, ist der enorm steigende Trend zur Zeitarbeitsfirma bzw. Arbeitnehmerüberlassung. Viele Betriebe sparen an den Kosten für das Personalbüro und stellen selbst nicht mehr ein. Sie überlassen dies also einer Firma für Personalleasing, was dem Betrieb eigentlich nur Vorteile bringt. Kosten und Aufwand für das Einstellen und die Bearbeitung von Bewerbungen fallen weg, ebenso die Verträge - denn die laufen allesamt über die Zeitarbeitsfirma. Das heißt unter anderem, dass sich niemand bei niedriger Auftragslage Gedanken um die Beschäftigten machen muss.
Das heißt in der Konsequenz, dass es mit der Würde des Menschen nicht mehr sehr weit her ist, ob er nun arbeitet oder nicht. Zweifellos besteht hier dringender Handlungsbedarf, doch darf wahrscheinlich nicht erwartet werden, dass hier so schnell umgedacht wird - zu bequem ist das Zeitarbeitsmodell für diejenigen, die Vorteile davon haben. © Winfried Brumma, Pressenet
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