Weltenerbe - Das Geheimnis der Zylinder:
Leseprobe aus dem 3. Kapitel: Der General (III)

Weltenerbe. Geheimnis der Zylinder

Zum Inhalt des Buches:

Nicht mal die Archäologen können sich erklären, was es mit den geheimnisvollen Zylindern auf sich hat. Sie sind offensichtlich mehrere tausend Jahre alt und ca. drei Meter lang, aber mehr verraten die steinernen Behälter nicht.

Ein amerikanisches Team untersucht die seltsamen Funde, die auf verschiedenen Kontinenten liegen. Auch in Grönland wird solch ein Zylinder gefunden. General Setter und Major Carson fliegen dorthin, um die hoffnungsvollen Untersuchungen zu beaufsichtigen. Aber sie sind nicht allein in der kalten, unwirklichen Schneelandschaft ...

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Weltenerbe, Leseprobe aus dem 3. Kapitel, III. Teil:

"Gut! Das Ding ist also defekt? Wir können es öffnen?"

Die Frau trat vor. "Ich möchte davon abraten! Wir sollten es erst gründlich untersuchen. Ich habe bereits Proben von der Oberfläche entnommen. Sie scheinen ungefährlich zu sein. Aber wir sollten den ganzen Behälter ausgraben, um ganz sicher zu sein. Sie können den Behälter nicht einfach so öffnen."

Die anderen Männer, die um den Tisch standen, bemerkten gar nicht, dass sie jeder einen Schritt zur Seite machten. Sie stand nun allein an einer Ecke und sah den General fragend an. Und der Verdacht keimte in ihr, dass sie vielleicht etwas zu aufbrausend war.

Der General schaute ihr direkt in die Augen. Dann wandte er sich an den Major und übergab den zweiten Kaffeebecher. "Major Carson, wer ist diese Frau? Und was macht sie hier?"

"Sir, das ist Mercedes Bolina. Sie ist neu im in unserem Team."

"Ach? Und seit wann?", fragte der General.

"Miss Swanson hatte einen Unfall. Mrs. Bolina ist mit ihrer Arbeit vertraut. Sie hat Archäologie und Biologie studiert. Sie scheint mir für diese Aufgabe am geeignetsten."

"So, so", sagte der General. Er trank einen Schluck und blickte der Frau dabei in die Augen. Was schwierig genug war, denn der Kaffee war noch sehr heiß.

Der General sah sie fragend an: "Sind Sie sicher?"

"Was ist schon sicher!", antwortete sie.

"Major, veranlassen Sie, dass der Rest unverzüglich freigelegt wird. Lassen Sie dabei die größtmögliche Sorgfalt walten. Ich will nicht riskieren, dass sich die Männer gegenseitig anstecken. Sie sollen Schutzanzüge tragen."

"Aber gestern haben Sie ... Ja, Sir."

Der General wandte sich nun an einen älteren Herrn mit einer dicken Fellmütze auf dem Kopf. Darunter strahlte eine sonnenverbrannte Glatze, wie der General wusste. "Donovan, wie war der Urlaub?"

"Zu kurz, Sir."

"Gewöhnen Sie sich daran. Haben Sie Echolotmessungen vorgenommen?" "Natürlich, Sir!"

"Ein einfaches "Ja, Sir" genügt."

"Ja, Sir."

Donovan lächelte.

"Und?", wollte der General wissen.

"Nichts, Sir. Es ist nur der Behälter. Darunter sind nur Geröll und Steine."

Ein junger Mann mit einem Helm auf dem Kopf kam mit schnellen Schritten herein und stellte sich hinter den Mann, den der General aus unerfindlichen Gründen nicht mit seinem Rang ansprach. Donovan sagte leise etwas zu dem Soldaten und eröffnete dann der Runde: "Wahrscheinlich haben wir noch etwas mehr entdeckt."

"Na los! Reden Sie, Donovan!"

"Ich höre gerade, dass wir ein Skelett hinter dem Behälter geortet haben." "Ein Skelett?", rief Mrs. Bolina.

"Ja, offensichtlich ein Skelett", erklärte Donovan. "Wahrscheinlich das eines Kindes. Es war nicht sehr groß. Das Kind muss etwa 12 oder 13 Jahre alt gewesen sein. Keinesfalls älter. Und es liegt direkt hinter dem Behälter."

Der General richtete erneut seine Aufmerksamkeit auf Mrs. Bolina: "Wir wollen hoffen, dass das Kind nicht an einer Virusinfektion gestorben ist, Mrs. Bolina."

"Dr. Bolina."

"Dr. Bolina, Sir!"

"Ich bin nicht beim Militär. Ich komme vom MIT."

Der General schaute den Major fragend an. Als dieser unmerklich nickte, sagte der General zu Dr. Bolina: "Jetzt sind Sie es. Gewöhnen Sie sich daran!"

"Was?"

Der Major erläuterte: "Sie haben gestern eine Verzichtserklärung unterschrieben. Sie sind zur Geheimhaltung verpflichtet und haben von nun an den Rang eines militärischen Doktors."

Der General sagte nichts mehr, wartete aber noch auf die Antwort von Dr. Bolina.

"Ja, Sir", sagte sie und verschränkte die Arme vor ihrer Brust.

"Gut, dann wollen wir mal das olivgrüne Versorgungszelt suchen."

© Weltenerbe-Leseprobe mit freundlicher Genehmigung der Umbrella Brothers

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