Kalenderbilder aus dem Himalaya:
April

Kalenderbilder aus dem Himalaya

April April, der macht was er will. Für den vierten Monat im Jahr gilt dieser Satz schon seit langer Zeit. Ihm wird Wechselhaftigkeit nachgesagt und Unbeständigkeit, und tatsächlich zeigt der April sich durchaus launisch. Frühmorgens regnerisch und kühl, dafür am Nachmittag frühlingshaft warm und dazwischen windig. Man bedenkt sogar Menschen mit dem Ausspruch: "Er ist launisch wie Aprilwetter."

Aber wie das Wetter auch ist, die Nähe zum wirklichen Frühling ist unverkennbar. Um diese Zeit sind bereits viele Saaten im Boden oder sollen noch ausgebracht werden. Überall sieht man nun frisches Grün, und diese Frische wirkt wie ein Waschtag nach den kalten Monaten, der das Wintergrau endlich entfernt.

Woher der Name des Monats ursprünglich kommt, ist strittig. Denkbar wäre, dass das Wort April vom lateinischen "aperire" kommt, also vom "Öffnen". Das könnte sich auf die Knospen beziehen, die allerorts aufspringen. Eine andere Meinung zieht den Ursprung von dem Begriff "apricus" vor, was "sonnig" bedeutet. Wie auch immer, der Name April hat sich mittlerweile durchgesetzt. Im achten Jahrhundert nach Christus hatte Karl der Große die Bezeichnung "Ostermond" eingeführt, was durchaus treffend ist, denn dieses große Fest fällt meist in diesen Monat.

Aber weit populärer als sogar das Osterfest ist der seit dem 16. Jahrhundert etablierte Brauch des Aprilscherzes. Dabei geht es darum, dass man am Ersten des Monats jeden erreichbaren Mitbürger "in den April" schickt. Meist handelt es sich dabei um eine faustdicke Lüge, die man erzählt, um dem staunenden Zuhörer - sobald er darauf hereingefallen ist - ein fröhliches bis schadenfrohes "April, April" zu sagen. Weniger nett, aber ebenfalls dem Brauch entsprechend, wird auch "Aprilnarr" gerufen. Je nach Region kann es sich auch um einen mehr oder wenig derben Scherz handeln. Oft bringen auch die regionalen Zeitungen einen erst auf den zweiten Blick hanebüchenen Artikel am 1. April heraus, welcher dann in der nächsten Ausgabe als Aprilscherz bezeichnet wird.

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Zu diesem sehr kurzweiligen Monat haben auch seit alters her die Bauern einiges zu sagen, denn für sie wird die Wettervorhersage immer wichtiger, je mehr das Jahr fortschreitet. So heißt es zum Beispiel: "Wenn der April Spektakel macht, gibt's Korn und Heu in voller Pracht." Also je launischer desto besser, soll das heißen. Darauf zielt wohl auch dieser Spruch: "Wenn der April bläst in sein Horn, so steht es gut um Heu und Korn." Und noch eine interessante Prognose: "Je eher im April der Schlehdorn blüht, desto früher der Bauer zur Ernte zieht."

Zum nächsten Monat: Mai

© "Der Monat April" - ein Textbeitrag von , 2011. Himalaya Kalenderbilder von Lothar Seifert

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