Mein Freund Silver - Silver und Atlanta

2. Leseprobe aus dem Buch der Autorin Petra Megele

Mein Freund Silver - Leseprobe

Das Buch:

Lisa findet nach dem Umzug nach Lappland in dem Hundezüchter Fred neue Freunde. Sie liebt Hunde sehr, und als sie den zwei Wochen alten Welpen Silver entdeckt, ist es um sie geschehen. Sie bekommt diesen Welpen geschenkt und erzieht ihn mit Freds Hilfe zu einem wunderbaren Hund, der sie überall hin begleitet.

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Leider muss ich auch hier in die Schule gehen. Dazu muss ich jeden Tag ins "Dorf". Meine Mutti und Jonas Mutti Gitte wechseln sich ab, Jonas, Torben und mich in die Schule zu bringen. Meistens fahren wir mit dem Jeep, zum Laufen ist das zu weit. Zum Glück reden in der Schule einige Deutsch, weil es viele Einwanderer aus Deutschland hier gibt, die alle so wie mein und Jonas Papa, hier arbeiten. Trotzdem müssen wir auch die hiesige Sprache, Samisch, lernen.

Die Menschen in Lappland heißen nicht Lappen sondern Samen, und sprechen eine der samischen Sprachen, die zu den finno-ugrischen Sprachen gehören. Die verbreitetste Sprache ist Nordsamisch mit rund 15.000 Sprechern, einige andere Varianten sind fast oder ganz ausgestorben. Früher hießen die Samen "Lappen", und das hieß so viel wie Rentierzüchter. Das hat mir alles mein Papa erklärt, er meint, da wir jetzt hier leben, muss ich auch einiges über das Land wissen. Neben Deutsch, Samisch und Englisch, gibt's natürlich Mathe, Biologie, Erdkunde, Kunst und Kultur. In Kultur lerne ich was über die landesübliche Tracht, die ich auch schon gesehen habe, und in Erdkunde alles über Lappland.

Ich weiß jetzt, dass wir hier nur ein paar Kilometer südlich vom Polarkreis leben, und zum Kreis des finnischen Hügellandes gehören. Die Wälder bestehen vorwiegend aus Fichten und hier gibt's große Seen und Flüsse. Im Winter wird's fast gar nicht hell und im Sommer nicht dunkel. Na, das habe ich schon gemerkt. Und es gibt Polarlichter. So langsam werde ich neugierig, hoffentlich sehe ich bald mal eines. Und ... hier wohnt der Weihnachtsmann. Es gibt ein Weihnachtsmanndorf, ein Weihnachtsmann-Postamt, eine Weihnachts-Werkstatt. Da möchte ich auf jeden Fall hin. Wir haben ja schon November, da müsste eigentlich alles am Vorbereiten der Geschenke sein. Ich habe Glück, weil die Schule jedes Jahr einmal ins Weihnachtsdorf fährt. Da freue ich mich schon riesig drauf, aber bis es soweit ist, besuche ich jeden Tag Silver, seine Geschwister und die Mama, und all die anderen Hunde.

Atlanta ist jetzt schon nicht mehr viel bei den Welpen, sie knurrt sie manchmal richtig an wenn sie trinken möchten und geht dann weg. Aber ich kann sie verstehen, das Gezerre am Gesäuge tut bestimmt sehr weh, sie ist da auch ganz wund, und Fred schmiert auf die Zitzen immer eine Paste aus Fett, Kräutern und Ringelblumen. Die Welpen fressen mittlerweile selbstständig, dazu mischt Fred Ziegenmilch mit Wasser, Fischbrocken, Rentierfleisch, Haferflocken, Mineralien und noch viel mehr. Gierig stürzt sich die Rasselbande mehrmals am Tag auf das Futter und in ganz kurzer Zeit sind die Näpfe leer.

Silver ist jetzt nicht mehr klein und schwach, er hat sich zu einem schönen Welpen entwickelt, der gut frisst, spielt, tobt und viel schläft. Wenn ich komme freut sich die ganze Band, sie springen an mir hoch, beißen mir in Schuhe und Hose, klauen meine Handschuhe und jeder möchte der erste sein, der gestreichelt wird. Aber Silver weiß, dass er zu mir gehört. Er beansprucht immer den besten Platz auf meinem Schoß, und verteidigt den auch vor den anderen. Am liebsten möchte ich ihn mitnehmen, aber die Welpen müssen noch eine Zeit zusammen bleiben, sie brauchen auch Atlanta noch, obwohl sie gar nicht mehr so viel bei ihren Kindern ist, und vor allem müssen sie mit acht Wochen, also in zwei Wochen, erst noch geimpft werden. Und vorher werden sie nicht verkauft und dürfen nicht woanders hin, weil sonst Gefahr besteht, dass sie krank werden können. Als ich an diesem Tag heimgehe, verspreche ich Silver, dass ich ihm was Schönes vom Weihnachtsdorf mitbringe. Da fahren wir nämlich am nächsten Tag hin. ...

© Leseprobe "Silver und Atlanta" mit freundlicher Genehmigung der Autorin Petra Megele

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