Mein Freund Silver - Im Weihnachtsdorf

3. Leseprobe aus dem Buch der Autorin Petra Megele

Mein Freund Silver - Leseprobe

Das Buch:

Lisa findet in Lappland in dem Schlittenhundezüchter Fred und seiner Familie neue Freunde. Sie liebt Hunde sehr, und als sie den zwei Wochen alten Welpen Silver entdeckt, ist es um sie geschehen. Sie bekommt diesen Welpen mit acht Wochen geschenkt, und erzieht ihn mit Freds Hilfe zu einem wunderbaren Hund, der sie überall hin begleitet.

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Im Weihnachtsdorf wimmelt es von Zwergen-Menschen. Überall wuseln sie geschäftig rum, tragen große und kleine Geschenkpakete von einem Haus zum Nächsten und verteilen Süßigkeiten an uns Kinder. Sie wollen uns alles zeigen und wir lassen uns gerne mitziehen. Torben ist auch zum 1. Mal im Weihnachtsdorf, vorher war er noch zu klein. Aber Jonas ist jetzt zum dritten Mal dort und weiß schon über vieles Bescheid.

Wir gehen in eine Werkstatt, wo die Zwergen-Menschen, zu meinem Erstaunen sind sie gar nicht so klein, eifrig Puppenhäuser, Schaukelpferde, und Kaufläden bauen. Das ist die Holzwerkstatt, dann gibt es eine Puppen- und Tierwerkstatt, eine Elektrowerkstatt, eine Bastelwerkstatt, eine Buchbinderei und vieles mehr. Überall ertönen Weihnachtslieder und es gibt selbstgebackene Plätzchen zur freien Verfügung. Weils uns manchmal doch kalt ist, bekommen wir einen leckeren Kinderpunsch, hmmm, der wärmt. Auf dem Postamt ist Hochbetrieb. Dort werden viele Pakete auf Schlitten geladen, die von echten Rentieren gezogen werden. Auch hier sitzen wieder Zwergen-Menschen an den Zügeln und ich frage mich, ob ich den Weihnachtsmann auch mal sehen kann.

Ich frage einen der Zwerge, wo denn der Weihnachtsmann ist, und er schickt mich in die Schreibstube. Und tatsächlich, da sitzt er und unterhält sich mit einem Kind auf seinem Schoß. Ich kaue an meinen Fingernägeln, so aufgeregt bin ich. Da sitzt der Weihnachtsmann, so wie man ihn sich vorstellt. Groß, dick, weiße Haare und weißer Bart, rote Hose und rote Jacke. Und er hat eine Brille auf seiner dicken Nase. Ein Zwerg sieht mich, kommt zu mir und fragt mich nach meinen Wünschen.

"Ich, ich ... möchte den Weihnachtsmann was fragen", stammele ich. Er lacht mich freundlich an und sagt: "Warte noch einen Moment, wenn der Junge fertig ist, darfst du rein." Nach ein paar Minuten kommt der Junge ganz fröhlich raus und der Weihnachtsmann winkt mich zu sich. Uhh bin ich aufgeregt. "Hallo, Lisa", sagt der Weihnachtsmann. Ohh, der kennt meinen Namen, wundere ich mich.

"Wie gefällt es dir bei uns?" "Ähm? ich finde es toll, hab ich mir nicht so vorgestellt", nuschele ich vor Verlegenheit.

"Du musst schon etwas lauter und deutlicher sprechen", meint der Weihnachtsmann, "komm, erzähle mir von dir. Ich glaube, du bist noch nicht lange hier in Lappland, oder?"

"Nein Weihnachtsmann, erst ein paar Wochen", und dann erzähle ich ihm von unserer Reise, der Arbeit von Papa, von den Pferden die mir so fehlen, Giggi, Jutta und meinen anderen Freunden in Deutschland. Ich muss auch etwas weinen, weil ich das alles so vermisse und der Weihnachtsmann gibt mir ein Taschentuch. Dann erzähle ich von Freds Hunden, von Atlanta und von Silver. Wie gerne ich ihn für mich als Freund hätte, und das ich Angst habe, dass er verkauft wird und ich ihn auch nie mehr sehe. Und wieder weine ich etwas und schäme mich dafür. Ich will es gar nicht, aber es passiert einfach. Aber der Weihnachtsmann tröstet mich, und fragt nach meinen anderen Wünschen.

Ich frage ihn, ob er weiß, ob irgendwo in unserer Nähe es Pferde gibt oder Ponys. Er sagt: "Weißt Du, hier gibt es sehr viel Schnee und es ist sehr glatt. Pferde würden da ständig ausrutschen und der Schnee würde sich in die Hufe setzten. Deswegen gibt's in Lappland mehr Rentiere, weil die auf dem Schnee sicher laufen können. Sicher gibt es irgendwo bestimmt ein Pony oder Pferd, und ich verspreche dir, die Augen und Ohren offen zu halten. Und mach Dir keine Gedanken wegen Silver, er ist noch klein, und wird so schnell bestimmt nicht verkauft." Dann erzählt er mir noch, dass ich die Nacht zum Sonntag, also in drei Tagen aufbleiben soll, weil in dieser Nacht Polarlichter zu sehen sind. Und die Form des Lichtes, welches ich als erstes sähe, würde mir einen meiner Wünsche zeigen. ...

© Leseprobe "Im Weihnachtsdorf" mit freundlicher Genehmigung der Autorin Petra Megele

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