2 Männer, 6 Räder, 12 Länder, 15.000 km

Auf Liegedreirädern zum Freiwilligendienst nach Kirgisistan

Liegeräder

(Werther, Juni 2012)   Die Bielefelder Marius Causemann und Jan Miguel Tausendfreund starten am 02. Juli zu einer insgesamt ca. 15.000 Kilometer langen Tour auf Liegedreirädern. Ziel der ersten Etappe ist ihr sechsmonatiger Freiwilligendienst in einem Kinder- und Waisenheim der kirgisischen Stadt Tokmok. Im Frühjahr 2013, nach einem halben Jahr in Kirgisistan, beginnt ihre zweite große Etappe mit dem Ziel Peking. Dann sind es nicht 11 Länder, sondern ein einziges Land und 7.000 km Strecke, die Marius und Jan Miguel in vier Monaten liegend durchqueren werden.

Nach dem Abitur eine Fahrrad-Tour nach Kirgisistan? Das klingt ungewöhnlich! Jan Miguel Tausendfreund erzählt: "Als für uns das Abi näher rückte, drängte sich die Frage auf 'was dann'? Wir wollten, wie manch anderer, vor dem Studium die Welt erkunden. Aber einfach nur Reisen reichte uns nicht. Das 'Freiwillige Soziale Jahr' wollten wir mit unserer Abenteuerlust verbinden." Intensives Erleben fremder Kulturen verbunden mit sportlichem Ehrgeiz und Abenteuerlust sind also ihr Antrieb. Europa und Asien werden ihr Ziel.

Bereits Anfang Dezember 2011 begannen die Planungen der Reise. Marius und Jan Miguel entscheiden sich, statt mit "normalen" Fahrrädern, mit "Trikes" zu fahren. Mit diesen Liegedreirädern versprechen sie sich schneller, weiter und vor allem deutlich komfortabler zu reisen, als mit einem gewöhnlichen Fahrrad. In Werther finden sie schnell einen kooperativen Partner. Für die westfälische Liegedreirad-Produktionsstätte Q-Cycles gehört die Ausstattung von Expeditionen zum täglichen Geschäft.

"Abenteuer und die Lust am Unbekannten, das hat Menschen seit jeher angetrieben. Liegend kann man neue Perspektiven entdecken und gewohnte Grenzen überschreiten", so Geschäftsführer Burkhard Jagusch aus Werther.

Trikes sind außerdem die perfekten Langstreckenfahrzeuge. Sie bieten durch die liegende Position eine optimale Sitzhaltung für Langstrecken. Der Fahrer muss sich nicht über seine Handgelenke abstützen und der Rücken wird komplett entlastet. So können sich auch Marius und Jan Miguel auf das Wesentliche konzentrieren, nämlich auf die Umgebung mit quasi eingebautem Panorama-Blick und auf ihr ganz persönliches Abenteuer.

Q-Cycles

Im Mai und Juni wurden die Räder über viele Testkilometer individuell auf die beiden Fahrer eingestellt. In vielen Gesprächen werden die genauen Anforderungen und Wünsche der Beiden für die geplante Tour geklärt. Aus den robusten Q-Cycles Serien-Modellen baut der Wertheraner Ausrüster ganz individuelle Liegedreiräder für die speziellen Anforderungen ihrer Tour. Aber ist Radfahren nicht gleich Radfahren? Marius Causemann und Jan Miguel Tausendfreund erklären: "Unsere Herausforderungen lauten: weite Strecken, schlechte Straßen, kaum vorhandene Werkstätten und eine stetig schlechter werdende Infrastruktur."

Ihre Bedürfnisse für den individuellen Gepäcktransport und Sitzkomfort fließen in den Bau der Liegedreiräder ein. Alle Einzelteile müssen den auftretenden Belastungen gewachsen sein und lange, staubige Handelsstraßen oder die weite Steppe überstehen. Alle Reparaturen müssen selber durchgeführt werden können.

Am 02. Juli 2012 beginnt die Tour. Start ist in Bielefeld, wo Marius und Jan Miguel wohnen. Ihr Vorhaben nennen die Beiden "Seidenpfad", da die kommende Route den Spuren alter Seidenstraßenhändler folgt und weil es Marius und Jan Miguel um ihren eigenen "Pfad" geht. Vier Monate nach Abfahrt werden sie bereits rund 8.000 Kilometer gefahren sein und 11 Länder durchquert haben. Dann ist Kirgisistan, und damit das Winterquartier erreicht. Marius und Jan Miguel werden in Tokmok, einer mittelgroßen Kirgisischen Stadt, etwa 90 Kilometer von der Hauptstadt Bischkek entfernt, ihren Freiwilligendienst in einem Kinder- und Waisenheim aufnehmen.

Im Frühjahr 2013, nach einem halben Jahr in Kirgisistan im Kinder- und Waisenheim, beginnt die letzte große Etappe mit dem Ziel Peking. Dieses Mal sind es nicht 11 Länder, sondern nur ein einziges Land, welches aber mit der kompletten Durchquerung einer 7.000 km Strecke, insgesamt vier Monate Abenteuer auf Trikes für Marius und Jan Miguel bereithält.

Liegerad

Q-Cycles ist Hauptsponsor. Weitere Teilesponsoren sind der Reifen-Hersteller Schwalbe, der Nabendynamo-Hersteller Schmidt Maschinenbau, der Laufrad-Hersteller SES Sandmann, der Fahrradzubehör-Hersteller SKS - Germany sowie der französische Veltop Fahrraddach-Hersteller Cyclo System.

Über Q-Cycles:
Q-Cycles aus Werther ist auf Trikes für spezielle Anforderungen spezialisiert. Liegedreiräder (Trikes) sind optimal für den täglichen Weg zur Arbeit, zum Reisen oder für lange Abenteuer-Touren geeignet. Q-Cycles Trikes werden ebenso für internationale E-Mobility Wettbewerbe oder für den sportlichen Wettkampf eingesetzt. Weiterhin sind sie für Fahrer mit körperlichen Einschränkungen sehr häufig ein optimales und gern genutztes Fortbewegungsmittel.

© Text und Abbildungen zu "2 Männer, 6 Räder, 12 Länder, 15.000 km": Q-Cycles

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