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Eine Erkältung ist besonders unangenehm, weil...
- sie einen erwischt, obwohl man kiloweise Bonbons mit Vitamin C lutscht
- sie vor allem deshalb lebensgefährlich ist, weil man den Geruchssinn völlig verliert und somit die Kontrolle über sich schwarz verfärbendes Bratgut auf dem Herd
- der ausgeschaltete Geschmackssinn den Verzehr desselben zwar zulässt, der Magen aber leider arbeiten muss
- sie einen zwingt, hochkant zu schlafen, denn das Atmen durch die Nase ist im Liegen völlig unmöglich
- die Begleiterscheinungen wie ständiges Niesen, Schneuzen und Husten einsam machen
- das Naseputzen irgendwann sehr weh tut und die Nase zum empfindlichen Zentrum der Wahrnehmung wird
- man - wo man auch geht und steht - Papiertaschentücher um sich verstreut
- man nie genug von diesen Dingern vorrätig hat
- sich die Mitmenschen aufführen, als wäre man eine wandelnde Wasserstoffbombe
- das Schneuzen Kopfschmerzen verursacht
- man Nasentropfen hasst, mit der Pipette nicht umgehen kann und das Zeug fröhlich im Hals hinunterläuft
- jeder mit einer fürchterlichen Rosskur aufwartet, die man in der Verzweiflung sogar ausprobiert, ohne dass sich irgendetwas am Zustand ändert
- man rotnasig und triefäugig wie man ist, ständig gefragt wird, wie es einem geht
- man die gesamte Familie ansteckt und ergeben darauf wartet, dass die Bazillen wieder zurückkommen und man wieder flachliegt
- man den teuflischen kleinen Dingern nicht wirklich entkommen kann
- sogar der Hund bei den detonationsartigen Hustenanfällen das Weite sucht
- man die Erkältung in der Urlaubszeit hat und erst wieder gesund ist, wenn der erste Arbeitstag anbricht
© Text: Winfried Brumma, Pressenet | © Illustration: Thomas Alwin Müller, littleART
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