Krafttiere: Der Dachs

Krafttier Dachs

Meister Grimbart, wie er auch genannt wird im Volksmund, ist auf den ersten Blick kein besonders attraktiver oder interessanter Geselle. Er hat, könnte man meinen, außer seinen auffälligen hübschen Streifen am Kopf nichts zu bieten. Aber das eher biedere und unspektakuläre Aussehen dieses großen Marders täuscht gewaltig.

Der Dachs ist ein Meister des Grabens, man fand Dachshöhlen, die bis zu dreißig Metern im Durchmesser maßen. So eine Höhlenanlage kann über hundert Eingänge haben und ein Tunnelsystem, das hunderte von Metern lang ist. Darauf legen sie Wert, die fleißigen Dachse - sie sind die Meister der verborgenen Arbeit. Den größten Teil ihres Lebens verbringen sie unter der Erde - sie kennen ihre Geheimnisse.

Die nordamerikanischen Indianer schrieben diesen Tieren große Heilkunst zu - es gibt Legenden, die davon berichten, dass der Dachs den Menschen Heilung brachte oder ihnen in großer Not geholfen hat. So ist Grimbart einerseits ein Symbol für Heilung, andererseits für das Unbewusste und die Arbeit an der Seele.

Das alles gehört aber nun einmal zusammen, denn die Erde hält vieles für uns bereit, das uns helfen kann - und die Erforschung der "Unterwelt" unseres Bewusstseins gehört ganz unbedingt zur Heilung. Der Dachs öffnet Kanäle, er räumt beiseite und bereitet Wege. Wo er erscheint, wartet ein nettes Stück Arbeit auf uns. Es gilt vielleicht, Schutt aus unserem ureigensten Zuhause, der Seele, zu räumen und sie zu einem behaglichen Ort zu machen. Möglicherweise müssen bestimmte Räume miteinander verbunden werden, und hier und da ist ein neuer "Ausgang", also eine neue Sicht der Dinge angebracht. Die Dachspaläste sind weitläufig und sicher, trotzdem gibt es verschiedene Türen zur Außenwelt. "Vergrabe dich nicht, grabe dich durch" - das könnte ein Sinnspruch sein, den Gevatter Dachs für uns hat.

Der Dachs steht auch in dem Ruf, etwas griesgrämig zu sein - jedenfalls sieht man ihn nicht sehr oft in freier Wildbahn, denn er ist ein nachtaktiver Jäger, der allerdings keine Probleme mit dem Sonnenlicht hat. Er mag gemütlich erscheinen und vielleicht etwas plump - aber das täuscht, denn er ist ein Allesfresser und auch ein Jäger. Das flexible Tier kann sich sehr gut an die Nahrungssituation anpassen, und er begnügt sich mit dem gerade aktuellen Angebot. Einen Dachs in die Enge zu treiben ist keine gute Idee, denn er ist ein ernstzunehmender Gegner: flink, wo es darauf ankommt, und überaus mutig. Aber dafür ist er nicht geizig mit seinem Wissen - man muss ihm nur folgen. Zur Heilung führt er und auch zu verborgenen Schätzen, nämlich zu Erkenntnissen und Wahrheiten, die in uns selber zu finden sind.

"Es gibt viel zu tun - folge den Wegen in dein Inneres, vergrößere deinen eigenen verborgenen Palast und finde die blauen Blumen der Heilung im Schoß der Erde. Nimm, was die Erde dir gibt, für dich ist immer genügend da, denn du kannst dich ebenso anpassen wie du dein Wesen verteidigen kannst. Öffne die Kanäle deines Inneren, lass die Kraft der Heilung zu, denn diese findet sich in dir ebenso wie überall, wo es Leben gibt."

Wo der Dachs auftaucht, sollte man sich einige Fragen stellen ... zum Beispiel, wo es noch Unerledigtes gibt und ob es nicht an der Zeit wäre, das nicht sichtbare - also das, was hinter dem liegt, das wir der Welt zeigen - in Ordnung zu bringen und zu erweitern. Auch weist er darauf hin, den Körper ernst zu nehmen und die Kräfte sinnvoll einzusetzen, ohne sie zu erschöpfen. Er verspricht Heilung, wenn sie nötig ist - man muss allerdings selbst das Nötige dazu tun. Dachs

* * *   Beachten Sie auch unsere Serie Bedeutung der Tarotkarten   * * *

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© für den Beitrag "Bedeutung der Krafttiere - Der Dachs": , 2012. Die Zeichnung des Dachses stammt von Walter Heubach, Lizenz: gemeinfrei

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