Entdeckenswert: Rundreise durch den Osten Deutschlands

Reiseroute Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt

Badestrand an der Ostsee

Badestrand an der Ostsee

Unser Reiseweg führt uns zunächst in die abwechslungsreiche Landschaft der Region Mecklenburg-Vorpommern, danach in den malerischen Spreewald, einer historischen Kulturlandschaft. Nach einer kurzen Pause geht es weiter ins Dresdner Land, dem schönen nördlichen Elbtal und der Sächsischen Weinstraße. Zwischendurch machen wir einen Abstecher in den Saurierpark Kleinwelka bei Bautzen.

Die Rundreise führt uns weiter in das Klettererparadies der Sächsischen Schweiz mit ihrer wildromantischen Landschaft, dann auch in den wunderschönen Thüringer Wald. Den Abschluss bildet Sachsen-Anhalt mit der "Straße der Romanik". Lassen Sie sich überraschen!

Mecklenburg-Vorpommern: Küstenlandschaften in unberührter Schönheit

Das Bundesland mit der längsten Ostseeküste, schöne und abwechslungsreiche 1.700 km, gemäßigtes Klima und im Bereich der Insel Rügen mehr Sonnentage als anderswo. Wer hier Urlaub macht, kommt voll auf seine Kosten, denn die Region bietet für jeden etwas.

Die berühmten Solquellen und Moorbäder der Dahlienstadt Bad Sülze ziehen seit dem Mittelalter Besucher an. Schon im Jahre 1229 wurden die Salzquellen und Salinen bezeugt. Auch die gotische Backsteinkirche wurde schon früh (1276) erwähnt. Über die Geschichte der Salzgewinnung durch die Jahrhunderte informiert das Salzmuseum von Bad Sülze.

Das Trebeltal zu entdecken, per Boot auf der Recknitz oder auch mit dem Rad, ist eine sehr schöne Naturerfahrung mit stimmungsvollen Eindrücken in der ruhigen und malerischen Flusslandschaft. Eine lange Geschichte hat Tribsees an der Trebel, die Stadt wurde urkundlich bereits im Jahre 1136 unter dem Namen Tribuzis erwähnt. Besonders interessant in der historischen Altstadt ist die St.-Thomas-Kirche in norddeutscher Backsteingotik, die nach dem berühmten Erzbischof von Canterbury, Thomas Becket, benannt wurde. Die Kirche besitzt einen in wunderschöner Schnitzarbeit ausgeführten Mühlenaltar. Das Vorpommersche Kartoffelmuseum Tribsees ist einen Besuch allemal wert, zeigt es doch bedeutsames und interessantes über das vermeintlich sattsam bekannte Nahrungsmittel.

In der Umgebung der Stadt liegt das Grenztalmoor, das mit seinem Artenreichtum einheimischer Tiere und Pflanzen zum Entdecken und Staunen einlädt. Für Wassersportbegeisterte gibt es den Wasserwander-Rastplatz, für Entdeckungsfreudige mit Kanu, Kajak, Tretboot oder Ruderboot zu erkunden. Zelt- und Grillplätze mit Duschen sind ebenso vorhanden wie Spielplätze für die Kleinen.

Die Region Mecklenburg-Vorpommern weist die geringste Bevölkerungsdichte Deutschlands auf und ist somit für Urlauber, die sich in unverfälschter Natur erholen wollen, das ideale Urlaubsgebiet. So liegt südlich von Stralsund die Gemeinde Brandshagen. Eine Sehenswürdigkeit ist die Marienkirche aus dem 13. Jahrhundert, einer der größten Dorfkirchen Norddeutschlands. Sie ist mit schönen Fresken geschmückt und verfügt über einen Taufstein, der aus den Anfängen des Bauwerkes stammt.

Im Ortsteil Niederhof liegt das "Naturschutzgebiet Kormorankolonie". Das Gebiet umfasst ein Areal von etwa 25 ha. Hier brüten neben den Kormoranen auch Graureiher, auch gibt es Waldschnepfen, Goldammern, Schwarzspechte und etliche andere interessante Arten. In Niederhof befindet sich der einzige jüdische Friedhof im Landkreis Nordvorpommern.

Der älteste Seebadeort Deutschlands ist Heiligendamm, dass auch "die weiße Stadt am Meer" genannt wird, wegen der in der Sonne leuchtenden weißen Gebäude am Strand, die weithin sichtbar sind. Die beeindruckende Seebrücke ist 200 m lang. Die berühmte Ostseerennbahn, die allererste Pferderennbahn in Deutschland, wurde hier 1823, als Vorbild für die Anlagen der englischen Bahnen, angelegt. Der mecklenburgische Großherzog Friedrich Franz I. gründete das Seebad im Jahre 1793, das vor allem vom Hochadel frequentiert wurde. Zu den berühmtesten Stammgästen gehörte die russische Zarenfamilie. Der Ortskern ist berühmt wegen seines klassizistischen Stiles.

In Bad Doberan, 5 km von Heiligendamm entfernt, befindet sich das Doberaner Münster, ein hochgotischer Backsteinbau, der zum ehemaligen Zisterzienserkloster Doberan gehört. Das Kloster war das erste auf mecklenburgischem Boden und wurde 1171 erstmals von den Zisterziensermönchen bezogen.

Das Seebad Koserow auf der Insel Usedom besitzt eine sehr sehenswerte Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert. Sie ist die älteste Kirche an der Usedomer Ostseeküste. Interessant ist der ehemalige Wohn- und Schaffensort des Künstlers Otto Niemeyer Holstein (1896-1984). Das Anwesen, der Skulpturenpark, ist ganzjährig für Besucher offen. Angeboten werden Führungen, Lesungen, Malkurse und natürlich Ausstellungen mit wechselnder Ausstattung.

Einen besonders beeindruckenden Ausblick hat man vom Streckelsberg, dem höchsten Kliff der Insel, dass in seiner Umgebung eine Vielfalt von seltenen Pflanzen aufweist. Man kann hier sogar Orchideenarten bewundern, wie das "Rote Waldvögelein" oder Waldhyazinthen. Sportbegeisterte wie Radler sowie Nordic-Walking-Anhänger werden nicht enttäuscht, und Wandertouren zum "Naturschutzgebiet Wockninsee" sind ein besonderes Naturerlebnis.

Die Landschaft der Region Mecklenburg-Vorpommern ist in ihrer Vielfalt sehr entdeckenswert. Malerische Küstenlandschaften gibt es ebenso wie Wälder und Flusslandschaften in unberührter Schönheit. Den "Osten erfahren" - in beeindruckender Natur und geschichtsträchtigen Orten - ist einen Urlaub mit Sicherheit wert.

Der Spreewald: Märchenlandschaft und Gemüsekammer

Im Südosten Brandenburgs liegt der Spreewald, eine historische Kulturlandschaft, im Binnendelta der Spree. Den Flusslaufverzweigungen wurden Kanäle hinzugefügt, so dass es mehr als dreihundert Wasserarme gibt. Tatsächlich haben die Wasserläufe eine Gesamtlänge von über 900 km. 1991 hat die UNESCO den Spreewald mit den etwa 18.000 Tier- und Pflanzenarten als Biosphärenreservat anerkannt.

Bei diesem Netz von "Wasserstraßen" wundert es nicht, dass Boote und Kähne das am meisten benutzte Fortbewegungsmittel waren; ohne Boot wären manche Orte nicht zu erreichen gewesen. Zwar hat der Ausbau von Straßen und die Errichtung von Brücken diesen Verkehr verdrängt, aber mancherorts kommt die Post einen Großteil des Jahres noch immer mit dem gelben Postkahn.

Das Dorf Lehde ist so etwas wie das Venedig der Region, hier kommt sogar die Müllabfuhr auf dem Wasserweg. Der Ort besteht aus ebenso vielen kleinen Inseln wie Häusern und hat sich bis heute fast unverfälscht erhalten, so dass er unter Denkmalschutz steht. Ein sehr interessantes Freilichtmuseum mit antiken Gehöften ist im Ort zu besichtigen. Allerdings ist die Gemeinde sehr lebendig, im ganzen Jahr gibt es Feste und Veranstaltungen wie Ostermesse und Osterfeuer, Frühlingsfeste- und Touren.

Genauso attraktiv ist das Dörfchen Leipe, das als Inseldorf auf einer 800 m langen Sandbank liegt. Der dichte Wald, die Wasserläufe und die Vielfalt der Arten machen jeden Spaziergang im Spreewald zu einem wundervollen Erlebnis. Man hat einmal gesagt, die Landschaft des Spreewaldes wirkt auf die Seele, als hätte sie ein Feng Shui Meister angelegt.

Vom Wasser geprägt sind die Städte und Ortschaften im Spreewald allemal. So der staatlich anerkannte Erholungsort Lübben, die größte Ortschaft der Region und ehemalige Hauptstadt der Niederlausitz. Sie liegt im Herzen des Spreewaldes, inmitten der malerischen und romantischen Landschaft der Fließe und Auen.

Freizeitaktivitäten wie Wasserwandern, Nordic Walking, Reiten sowie Kremserfahrten gibt es in Hülle und Fülle. Und beim berühmten Spree-Marathon, dem "flachsten Marathon der Welt", stehen Sportarten wie Paddeln, Walken, Laufen, Skaten oder Radeln auf dem Programm. Sehenswürdigkeiten wie das Schloss Lübben, die Schlossinsel oder die historische Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert sind weitere interessante Ziele.

Die Orte im Spreewald haben viele Besonderheiten aufzuweisen, so ist zum Beispiel die Gemeinde Burg im Oberspreewald mit 35 Quadratkilometern die flächenmäßig größte Ortschaft in Deutschland. Schon um das Jahr 600 hatten sich Sorben, auch Wenden genannt, hier angesiedelt.

Besonders sehenswert ist der Kur- und Sagenpark, der auf seinen Spazierwegen mit der wendischen Mythenwelt bekanntmacht. Legenden und Sagen sind im Spreewald noch sehr lebendig, kulturell ist die Region sehr vom slawischen Volk der Sorben beeinflusst. Bei den Heimatfesten sieht man überall noch die schönen Spreewaldtrachten, und bei einem kleinen Teil der Bevölkerung ist die wendische Sprache noch lebendig. Historisch interessante Orte wie die früh- und urgeschichtlichen Stätten von Vetschau oder auch Peitz mit der mächtigen Festung sind einen Besuch ebenfalls wert.

Seit jeher war das Gebiet des Spree-Deltas als "Gemüsekammer" Deutschlands bekannt. Die regionale Küche wartet mit Spezialitäten der besonderen Art auf. Die leckeren Spreewaldgurken sind, ihrer besonderen Rezeptur wegen, weit über die Grenzen der Region hinaus berühmt. Ihnen zu Ehren gibt es den "Gurkenradweg", eine Radtour mit Übernachtungen, die über 250 km durch den Spreewald führt.

Wie es im wasserreichsten Bundesland Deutschlands nicht anders sein kann, ist der Wassersport besonders beliebt und wird in allen Variationen angeboten. Die Wasserqualität ist hervorragend, und Tauchen, Surfen, Schwimmen oder Rudern ist ein herrliches Erlebnis in den vielen klaren blauen Seen.

Die Stadt Lübbenau bietet als besonderes Event im Spree-Weltenbad das "Schwimmen mit Pinguinen" an. Das Bad hat eine Pinguinanlage, in der man nur durch eine Glasscheibe getrennt mit einem Dutzend Humboldtpinguinen schwimmen und tauchen kann.

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Wasserwanderungen können gebucht werden - eine besondere Weise, die Landschaft zu erkunden, nämlich im Kanu. Wer das Campen liebt, findet in der ganzen Region eine große Auswahl an Plätzen, von Anlagen mit eigenem Bootsteg bis zu kleineren familiären Plätzen.

Natürlich ist der Spreewald auch ein Anglerparadies. Hier gibt es vor allem Hechte, aber auch Karpfen, Zander oder Aale neben vielen Weißfischarten. Ein wundervolles Urlaubsziel ist er, der sagenumwobene Spreewald. Und eigentlich gar nicht so weit.

Dresdner Land: Für den Reisenden, der das Besondere sucht

Das schöne nördliche Elbtal, die in Europa einmalige Kleinkuppenlandschaft zwischen Moritzburg und Rossendorf, die westlichen Ausläufer der Königsbrück-Ruhlander Heiden und die Weinhänge der Lößnitz - das alles steht für das Dresdner Land.

Durch das einzige Weinbaugebiet Sachsens führt die Sächsische Weinstraße, eine der bedeutendsten Ferienstraßen der gesamten Region. Sie ist etwa 60 km lang und führt von der Elbe durch die Weingebiete von Pirna über Diesbar-Seußlitz, Dresden-Pillnitz, Radeburg, Meißen und den Elbweindörfern.

Geschichtsträchtig und von großer historischer Bedeutung ist das Dresdner Land allemal. Berühmt waren die Meißener Porzellanmanufakturen. In Meißen wurde im Jahre 1708 das deutsche Porzellan erfunden und von dem sächsischen Kurfürsten "August der Starke" patentiert. Das Logo mit den gekreuzten Schwertern stand ab dem Jahre 1732 in aller Welt für die hervorragende Porzellankunst aus Meißen. Der um 1400 vollendete Meißner Dom zieht Besucher aus aller Welt an; das Altartryptichon wurde von Lucas Cranach dem Älteren geschaffen. Ein beeindruckendes Beispiel gotischer Glasmalerei ist das etwa aus dem Jahre 1260 stammende Ostfenster des Chors.

Über die Elbe erhebt sich die sogenannte "Sächsische Akropolis", die Albrechtsburg. Sie ist eines der berühmtesten spätgotischen Architekturdenkmäler und der erste Schlossbau in Deutschland. Die von 929 bis 931 erbaute Höhenburg ist in völlig erhaltenem Zustand und verfügt über ein Museum, das Sonder- sowie Dauerausstellungen zeigt.

Eine herrliche Innenausstattung ist auch in der Moritzburg zu besichtigen. Die Räume des von Wasser umgebenen Baues zeigen hervorragende Beispiele barocker Wohnkultur aus der Zeit "August des Starken". Vergoldete Ledertapeten aus dem 17. Jahrhundert sind die Prunkstücke des Inventars, neben Prunkmöbeln aus Lack sowie "Augsburger Silbermöbeln". Eine umfassende Sammlung chinesischen, japanischen und Meißner Porzellans ist zu bewundern, neben interessanten Gemälden sowie Jagdwaffen. Ein Kuriosum ist das schwerste Hirschgeweih der Welt, ein 66-Ender, der über 19 kg Gewicht auf die Waage bringt. Einzigartig sind auch die in der Eingangshalle arrangierten Galakutschen.

Eine historische Attraktion anderer Art ist die Lößnitzgrundbahn, eine Schmalspurbahn, die von Radebeul nach Radeburg verkehrt. Im Volksmund liebevoll "Lößnitzdackel" oder "Grundwurm" genannt, wird die über eine Spurbreite von 750 mm verfügende Bahn noch von Dampflokomotiven gezogen und ist mitsamt den Gleisanlagen ein Kulturdenkmal.

Radebeul wird der reizvollen Lage wegen auch das "Sächsische Nizza" genannt. Die Stadt liegt in der Lößnitz und hat acht historische Stadtkerne und Villenquartiere, darüber hinaus eine außergewöhnlich hohe Anzahl an denkmalgeschützten Objekten - deren Zahl beläuft sich auf sage und schreibe 1.200. Radebeul erlangte vor allem internationale Bekanntheit, weil der Schriftsteller Karl May viele Jahre hier verlebte und auch beigesetzt wurde. Seine Villa ist heute ein Museum.

Einen berühmten Sohn hat auch die Stadt Radeburg, nämlich den am 10. Januar 1858 hier geborenen Heinrich Zille, der als Milieumaler in Berlin berühmt wurde. Radeburgs Altstadt ist besonders reizvoll durch das weitgehend erhaltene mittelalterliche Gassensystem, welches der Stadt ein besonderes Flair verleiht. Radeburg ist touristisch noch wenig erschlossen - hier sind Beschaulichkeit und Stille Trumpf, ein idealer Erholungs- und Urlaubsort für Stressflüchtlinge. Einmal im Jahr ändert sich das allerdings, denn die Stadt ist die Karnevalshochburg Sachsens. Der "Radeburger Volkskarneval" ist mittlerweile legendär.

Außer der Sächsischen Weinstraße führt noch ein berühmter Weg durch das Dresdner Land, nämlich der 980 km lange Elberadweg. In Prag beginnend, folgt die auch als Wanderweg zu nutzende Route zunächst der Moldau und führt unter anderem durch Dresden, Radebeul, Meißen und endet schließlich im weit entfernten Cuxhaven. Durch einen Teil der Dresdner Region führt auch der innerdeutsche Fernwanderweg Ostsee-Saaletalsperren.

Das Dresdner Land verbindet Historie und Natur zu einem einzigartigen Urlaubsgebiet, das es zu entdecken gilt: Für Reisende, die das Besondere suchen.

Saurierpark Kleinwelka bei Bautzen

Saurierpark Kleinwelka bei Bautzen

Der Saurierpark Kleinwelka bei Bautzen

Machen Sie eine Reise zu den Giganten der Vorzeit, 100 Millionen Jahre vor unserer Zeit! Lebensgroße Echsen bevölkern den Park und vermitteln das Gefühl, mittendrin in einem längst vergangenen Erdzeitalter zu sein.

Einem Tyrannosaurus Rex gegenüberstehen oder einen riesigen Brachiosaurus bestaunen: Die Artenvielfalt im Saurierpark Kleinwelka, dem größten Saurierpark Deutschlands, ist enorm. Insgesamt über 200 Saurier warten auf ein Treffen mit den Besuchern, ebenso wie die geheimnisvolle Unterwasserwelt.

Eine Gaudi ist die große Röhrenrutsche vor einer Felswand: Da ist Action geboten, ohne dass die Urviecher scheu werden. Aber nicht nur die Dinos machen Spaß, hier ist auch jede Menge Toben und Erleben angesagt. Der Park hat ein hervorragend eingerichtetes Kletterareal mit einer achttürmigen Netzkletterburg. Der Niedrigseilgarten ist vor allem für die Jüngsten sehr attraktiv; die Höhe ist relativ gering, aber Geschicklichkeit ist auf jeden Fall angesagt. Für Kletterspaß sorgt die Boulderwand, die schon etwas mehr abverlangt. Geschulte Betreuer stehen zur Verfügung.

Wenn sich der Magen meldet, kann ein Zeitsprung zum Verpflegungsraumschiff in der Parkmitte gemacht werden. Dort ist für das leibliche Wohl bestens durch die Bordküche gesorgt. Und wer ganz schnell mit dem Energietanken fertig ist, kann sich bei den Abenteuerspielen drumherum weiter auspowern.

Der Mittelpunkt des Parks ist der Planetenspielplatz, der eine Attraktion für sich darstellt. Mediales Reisen zum Mittelpunkt der Erde? Einen Gruß ins All schicken? Lassen Sie sich überraschen. Ein Tag im Saurierpark Kleinwelka, nur 60 km östlich von Dresden, ist ein uriges Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst.

Die Sächsische Schweiz: Wandern und Klettern im Elbtal

Die Sächsische Schweiz, das sind bizarre Felsformationen und eine wildromantische Landschaft zu beiden Seiten der Elbe. Der deutsche Teil des Elbsandsteingebirges hat den Namen bekommen, weil er stark an die Landschaft des Schweizer Jura erinnert und geht im Wesentlichen auf Buchveröffentlichungen des Theologen Wilhelm Leberecht Götzinger zurück.

Für Kletterer ist die Sächsische Schweiz ein wahres Paradies, mit etwa 1.100 ausgewiesenen Klettergipfeln. Daneben gibt es auch einige Stiegen, die mit Treppen oder Leitern ausgerüstet sind und den Wanderern helfen, die zuweilen recht großen Höhenunterschiede zu überwinden. Bekannte Stiegen sind z. B. die Rotkehlchenstiege mit 286 Stufen, oder die Häntzschelstiege mit 516.

Eine der bekanntesten Felsformationen der Region ist die "Bastei" auf dem rechten Elbufer. Sie hat eine Aussichtsplattform mit Restaurant und Hotel, von der man einen wunderbaren Rundblick auf das Elbsandsteingebirge und das Elbtal hat. Das herrliche Panorama hat über den 112 km langen "Malerweg" Künstler wie Caspar David Friedrich oder Ludwig Richter angezogen, die hier herrliche Motive fanden.

Nahe bei der "Bastei" liegt der staatlich anerkannte Kurort Rathen, der berühmt für seine "Rathener Felsenbühne" ist. Das Freilichttheater wurde im Jahre 1936 angelegt und schon 1938 für Karl-May-Festspiele genutzt. Heute ist der Veranstaltungskalender sehr abwechslungsreich und bietet Inszenierungen der Moderne wie auch traditionelle Aufführungen.

Der Ort Rathen liegt beiderseits der Elbe und wird auch heute noch durch eine Fähre verbunden. Es handelt sich um eine "Gierseilfähre" oder auch "fliegende Brücke", die eine besondere Fährschiffvariante darstellt. Die Rathener Fähre ist unter Denkmalschutz gestellt.

Ein lohnendes Ausflugsziel ist die Ruine der Felsenburg Neurathen nahe der Stadt. Die Raubritterfeste wurde anno 1261 erstmals urkundlich erwähnt und 1469 bei einer Belagerung in Brand geschossen. Die Anlage ist heute ein Freilichtmuseum.

Ebenfalls ein anerkannter Erholungsort ist die Stadt Wehlen, die an der Bahnlinie von Dresden nach Prag liegt. In Wehlen kann man die "kleine Sächsische Schweiz" besichtigen, einen Modellpark, der die Landschaft und die Sehenswürdigkeiten mit liebevollen Nachbauten "en miniature" zeigt. Über dem Ort wacht die Ruine "Burg Wehlen", eine Spornburg, von der ein Rundbau, die Grundmauern des Turmes und ein Keller erhalten sind.

Als Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz gilt die "Barbarine" am "Pfaffenstein", eine Felsnadel, die im Jahr 1905 zum ersten Mal bezwungen wurde. Mittlerweile ist sie für Kletterer gesperrt, weil der Fels zu stark erodiert ist. Einer Sage nach sei die Barbarine ein ungehorsames Mädchen gewesen, das anstatt zur Kirche zu gehen sich lieber in den Heidelbeeren am Pfaffenstein ergangen habe. Die Mutter habe sie dort erwischt und in hellem Zorn verwünscht, so dass das ungehorsame Mädel in Stein verwandelt wurde.

Beeindruckend ist die Festung Königstein auf dem gleichnamigen Berg, eine der größten Bergfestungen in Europa. Sie liegt auf einem Hochplateau, das sich 240 m hoch über die Elbe erhebt. Allein der Wallgang ist 1.800 m lang und hat bis zu 42 m hohe Mauern und Steilwände. Etwa fünfzig Gebäude ziviler und militärischer Art sind zu sehen, ebenso ein Brunnen, der mit 152 m der tiefste Brunnen Sachsens und der zweittiefste Brunnen Europas ist. Die Feste ist heute ein Freilichtmuseum, das von Besuchern aus aller Welt frequentiert wird.

Der Kur- und Erholungsort Bad Schandau liegt direkt am "Nationalpark Sächsische Schweiz" und beidseitig der Elbe. Eine Sehenswürdigkeit des Ortes ist die St. Johanniskirche. Der Bau verfügt über einen achteckigen Turm und eine äußerst interessante Inneneinrichtung. Außer der recht seltenen hölzernen Kassettendecke befindet sich ein sehenswerter zweigeschossiger Renaissance-Altar aus Sandstein in der Kirche. Ein Kuriosum ist der historische "Personenaufzug nach Ostrau", bei dem es sich um eine 50 m hohe Eisenkonstruktion handelt, die zwei Stadtteile miteinander verbindet.

Der Berg mit dem interessantesten "Profil" und der einzige rechts-elbische Tafelberg ist der "Lilienstein" westlich von Bad Schandau. Am Berg wurden seit den sechziger Jahren wieder Wanderfalken angesiedelt, welche heute eine stabile und vor allem selbsttragende Population darstellen. Auf den Berg hinauf gibt es zwei Aufstiege.

Wandern, Klettern, Radfahren. Dafür ist die Sächsische Schweiz wie geschaffen, aber es gibt eine spezielle "Sportart" mit langer Tradition: das "Boofen". Bei der "Boofe" handelt es sich um Freiübernachtungen unter Felsvorsprüngen, die besonders bei Jugendlichen beliebt sind. Heute ist das "Boofen" nur an gekennzeichneten Stellen erlaubt, um Gefahren durch illegale Feuerstellen einzudämmen.

Thüringen: ideal für den romantischen Urlaub

"Die Gegend ist herrlich, herrlich", schrieb Johann Wolfgang von Goethe an einen Freund, und meinte damit den wunderschönen Thüringer Wald, eine Landschaft der Superlative in Sachen Urlaub. Dichte Wälder, romantische Täler, wunderbare Panoramen, idyllische Dörfer und Flusslandschaften wie das Ilmtal. Insgesamt über 6.000 km beschilderte Wanderstrecken und Radtourwege stehen zur Auswahl.

Hier, am Nordrand des Thüringer Waldes, liegt die Universitätsstadt Ilmenau, der Goethe sehr verbunden war, die er oft besuchte und ein Gedicht widmete. In der Stadt gibt es das "Goethe Stadtmuseum", das ganz im Zeichen des Dichters steht.

Weitere interessante forstwirtschaftliche und naturwissenschaftliche Exponate aus der Zeit Goethes und dem späteren 19. Jahrhundert sind im "Jagdhaus Gabelbach" ausgestellt. Der spätbarocke Bau wurde im Jahre 1783 von Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach errichtet. Hier weilte der Geheimrat öfter, um seine Studien durchzuführen. Das Jagdhaus ist eine Etappe des "Goethe-Wanderwegs", der über mehrere Stationen Plätze verbindet, die mit dem Namensgeber in Verbindung stehen.

Kulturell geprägt ist die Ilmenauer Altstadt mit dem "Ilmenauer Kunstweg", auf dem Skulpturen verschiedener Künstler ausgestellt sind. Die Stadt gehört auch zu den Veranstaltungsplätzen der Konzertreihe "Jazzmeile", die in mehreren Städten Thüringens stattfindet. Nicht versäumen sollte man das "Ilmenauer Kneipenfestival", hier wird einmal bezahlt, dafür nonstop in allen teilnehmenden Gaststätten Livemusik genossen. Und die Internationale Studentenwoche Ilmenau (ISWI) zieht jährlich hunderte von Studenten aus aller Welt an, die sich hier zu themenbezogenen Workshops treffen.

Am "Großen Inselsberg", der zu den größten Bergen Thüringens gehört, liegt die Stadt Brotterode. Sie ist eine Etappe des berühmten "Rennsteig", ein historischer Grenzweg und eine berühmte Wander- und Radfahrstrecke, die auf dem Kamm des Thüringer Mittelgebirges verläuft. Der Rennsteig beginnt im Eisenacher Stadtteil Hörschel an der Werra und endet in Blankenstein an der Saale. Im Gesamten ist die Strecke 169 km lang, die durchschnittliche Höhe liegt etwa zwischen 500 und 900 m. Der Rennsteig führt an etwa 1.300 historischen Grenzsteinen vorbei, die meist aus dem 18. Jahrhundert stammen.

Bekannt ist Brotterode vor allem durch die "Inselbergschanze", eine Sprungschanze, auf der jährlich ein internationales Springen stattfindet. Wintersport wird groß geschrieben: Ein Abfahrtshang mit Schlepplift, eine Skischule, gespurte Skiwanderwege, Natureisflächen, ein Loipengarten und mehrere andere Anlagen warten auf Schneefans. Auch für den sommerlichen Spaß ist gesorgt: Es gibt eine Sommerrodelbahn und eine Trampolin-Bungee-Anlage.

In der "Kyffhäuser Region" Thüringens verbinden sich herrliche Landschaft und Historie zu einem interessanten Eindruck. Hier liegt der sagenumwobene Bergrücken, der Kyffhäuser, in dem Kaiser Friedrich I. (Barbarossa) schlafen soll, bis er wieder gebraucht wird, um dem Land wieder Ehre und Ruhm zurückzubringen. Auf dem Höhenzug befindet sich das "Kyffhäuser-Denkmal", das in den Jahren von 1890 bis 1896 zu Ehren von Kaiser Wilhelm I. errichtet wurde und das drittgrößte Denkmal Deutschlands ist. Im Gebäude des Denkmals befindet sich ein Museum. Um den Höhenzug finden jährlich sportliche Highlights statt, wie der "Kyffhäuser-Berg-Marathon" oder das "Tourenwagen-Bergrennen". Die schwierige und kurvenreiche Bergstrecke zieht auch viele Biker an, die ihr Können austesten.

Die Stadt Sonneberg liegt im Thüringer Süden und wurde als Spielzeugstadt weltbekannt. Hier wurden in Handarbeit von Familien neben Spielwaren aller Art vor allem die berühmten "Sonneberger Puppen" hergestellt. Das Spielzeugmuseum der Stadt ist das älteste seiner Art in Deutschland, es wurde 1901 durch die Anregung und Initiative des Lehrers Karl Kuntze gegründet und verfügt über etwa 100.000 Exponate, von denen die meisten Spielsachen sind.

Die Weltspielzeugstadt Sonneberg liegt als Etappe an der "Deutschen Spielzeugstraße", die durch Süd-Thüringen, Oberfranken und Mittelfranken führt. Für alle Kinder, und jene die es geblieben sind, gibt es das "Internationale Puppenfestival". "Spielen" kann man auch auf Instrumenten, das zeigt sich besonders intensiv bei den "Internationalen Sonneberger Jazztagen". Dieses Festival der Jazz- und Gospelmusik findet seit 1986 jedes Jahr im November statt.

Bekannt ist auch die Sternwarte Sonneberg, die sich auf dem Erbisbühl befindet. Das Museum des Observatoriums ist für Interessierte offen und bietet Veranstaltungen, die über die neuesten Erkenntnisse und auch über die Geschichte der Astronomie informieren.

Der höchstgelegenste Ort Thüringens ist der anerkannte Erholungsort und auch Goldgräberstadt Steinheid im Sonneberger Land. Er liegt auf dem Kamm des Thüringer Schiefergebirges, am Rennsteig. Die nahezu staubfreie Höhenluft ist besonders gut für die Atemwege und den Kreislauf, und wirkt sich auch auf die Haut positiv aus.

Ehemals ein Bergbau-Ort, in dem Gold gefördert wurde, ist Steinheid heute vor allem für seinen Christbaumschmuck bekannt, der in vielen kleinen Betrieben hergestellt wird. Hier kann man das Handwerk der Glasbläserei wirklich von Nahem beobachten und sogar selber eine Christbaumkugel blasen und dekorieren. Die Umgebung von Steinheid ist ideal für den Wintersport und bietet ein breites Angebot, besonders für den Langlauf.

Wer den Wassersport mag, ist in Thüringen ebenfalls am richtigen Ort, hier liegt das "Thüringer Meer", das größte Stauseegebiet Deutschlands. Durch die fünf Stauanlagen der Saale hat sich ein einzigartig schönes Seengebiet gebildet, das wirklich alles bietet, was den Wasserfan und Sportler begeistert, sowie tolle Möglichkeiten zum Campen. Natürlich ist die Region auch ein guter Tipp für Angler. Um die Seen herum sind herrliche Wander- und Radwege in Fülle angelegt.

Sachsen-Anhalt und der Alte Dessauer

Sachsen-Anhalt ist durchzogen von Spuren seiner hohen kulturellen Bedeutung, die es schon im frühen Mittelalter hatte. Die Hauptstadt Magdeburg war ein bedeutsames Machtzentrum im "Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation". Hier befindet sich auch das Zentrum der "Straße der Romanik", die in Form einer Acht durch das Bundesland Sachsen-Anhalt führt. Die berühmte Ferienstraße wurde vom Europarat zur "Europäischen Kulturstraße" ernannt. Sie verbindet sakrale und klerikale Bauten, die vom 10. bis etwa zur Mitte des 13. Jahrhunderts entstanden.

Der älteste Bischofssitz östlich der Elbe ist die Hansestadt Havelberg, die im Jahre 948 von Kaiser Otto I. mit dem Bistum Havelberg gegründet wurde. Die Hauptkirche des Bistums war der Havelberger Dom, der 1170 eingeweiht wurde. Sehenswert sind die Grisaille-Ornamentfenster im Innern des Domes und das Chorgestühl, das ungefähr aus dem 13. Jahrhundert stammt. Interessant sind auch das Beguinenhaus und die Havelberger Domschule im klassizistischen Stil. Das Prignitz-Museum in Havelberg zeigt Sammlungen aus der Historie der Region und zur Dombaugeschichte.

Im Norden der Altmark, am Ufer des gleichnamigen Sees, liegt Arendsee. Der See ist das tiefste natürliche Gewässer in Sachsen-Anhalt und ein beliebtes Ausflugs- und Ferienziel. Das Strandbad Arendsee verfügt über einen feinkörnigen Badestrand und eine Liegewiese mit Bäumen. Es gibt einen großen FKK-Bereich, und für zünftigen Badespaß sorgt eine 72 m lange Riesenrutsche.

Im Jahre 1184 wurde das Benediktiner-Nonnenkloster Arendsee gegründet und läutete gleichzeitig die Stadtgeschichte ein. Heute ist der ehemalige Konvent Schauplatz verschiedener Veranstaltungen wie z. B. Klosterkonzerte. So befindet sich im ehemaligen Kreuzgang eine Galerie, die wechselnde Ausstellungen zeigt. Außerdem ist im Hospital des Klosters ein Heimatmuseum eingerichtet. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist die zweigängige Bockwindmühle aus dem Jahre 1731, die besichtigt werden kann.

Das Tal des "Großen Bruches" ist ein 45 km langes Feuchtgebiet, dass aus einem Urstromtal entstanden ist. Hier liegt die Gemeinde "Am großen Bruch", ein Ortsteil der Gemeinde Hamersleben. Dort befindet sich das Kloster Hamersleben, eine Stiftung aus dem Jahre 1108. Das barocke Orgelwerk wurde aufwendig von 1991 bis 2005 neu errichtet.

Interessant ist die Stiftskirche St. Pankratius, die eine der bedeutendsten romanischen Anlagen im mitteldeutschen Raum darstellt. Mit dem Bau wurde 1111 begonnen, der sehenswerte Hochaltar stammt aus dem Jahre 1687. Ein Kuriosum ist das Telegrafenhaus im Stadtteil Neuwegersleben, das einst eine Station der Preußischen Optischen Telegrafenlinie Berlin-Koblenz (betrieben von 1833 bis 1848) war und weitgehend erhalten ist.

Im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt liegt Eckartsberga. Die Kleinstadt liegt an der Finne, einem Höhenzug, und im "Naturpark Saale-Unstrut-Triasland". Zum Ort gehört die Höhenburg "Eckartsberga", oder auch Eckartsburg. Stadt wie Feste wurden wohl gleichzeitig, um das Jahr 966, gegründet. Der Ort taucht anno 1073 zum ersten Mal in einer Urkunde auf. Im Mittelalter wurden in Eckartsberga Münzen geprägt und es gab eine eigene Gerichtsbarkeit. Die Stadt zählt auch zu den Stationen des mitteldeutschen Pilgerweges. Einmalig in Deutschland ist die Mühle von 1831 auf dem Sachsenberg, die anstatt der üblichen Flügel ein Windrad mit zehn Speichen hat und noch völlig funktionsfähig ist.

Im Biosphärenreservat Mittelelbe liegt die Stadt Wörlitz am Wörlitzer See. Der Ort ist auch eine Etappe der "Oranierstraße", einer Ferienstraße, die 2.400 km lang ist und neun deutsche Bundesländer sowie die Niederlande durchquert. Sie verbindet Orte miteinander, die in engem Bezug zum Haus "Oranien-Nassau" stehen.

Am 13. November 1004 erscheint die Gemeinde erstmals auf einer Urkunde, und wird im Jahre 1440 als Stadt erwähnt. Berühmt ist der "Wörlitzer Park" oder auch "Wörlitzer Garten", eine Anlage, die als Höhepunkt des "Dessau-Wörlitzer Gartenreiches" gilt. Dieses ist eine Kulturlandschaft mit Bauten und Landschaftsparks in englischem Stil und von europaweiter Bedeutung. Geschaffen wurde dieses einzigartige Landschaftskunstwerk im 18. Jahrhundert unter der Regentschaft Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessaus. Namhafte Personen dieser Zeit folgten dem Ruf des Regenten und kamen nach Wörlitz, darunter Johann Wolfgang von Goethe, Jean Paul und Alexander von Humboldt.

Einen Besuch wert ist auch das Wörlitzer Schloss, eine Anlage im klassizistischen Stil, die von Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff erbaut wurde. Ein Naturerlebnis der besonderen Art ist ein Besuch der "Falknerei Wörlitzer Park". Hier gibt es täglich Flugschauen mit Falken, Bussarden, Adlern und sogar Geiern. Als Segelflug-Spezialisten können eine Schnee-Eule und ein Uhu bewundert werden.

Neben den historischen Zielen ist Sachsen-Anhalt natürlich auch für naturbegeisterte Urlauber interessant. Gut angelegte Rad- und Wanderwege sind ebenso selbstverständlich wie Freizeitangebote für die ganze Familie. Auch die Sportfans werden sich hier bei den zahlreichen breitgefächerten Angeboten zu Wasser und zu Land hervorragend austoben können.

Eine historische Berühmtheit der Region Sachsen-Anhalt ist Leopold I., Fürst von Dessau (1676-1747), der den Beinamen "Der Alte Dessauer" erhielt. Er gilt als der erste nennenswerte preußische Heeresreformer und war einer der populärsten preußischen Generäle überhaupt. Schon sehr jung, im Alter von nur 17 Jahren, wurde Leopold I. Oberst eines Regiments und fast gleichzeitig regierender Fürst. Seine Mutter führte vorerst die Staatsgeschäfte, selber übernahm er die Regierung im Jahre 1698. Gegen den Widerstand der Eltern heiratete er auch 1698 eine Bürgerliche, die Apothekerstochter Anna Luise Föhse. Sie wurde vom Kaiser zur Reichsgräfin erhoben und führte die Staatsgeschäfte, wenn ihr Mann auf Feldzügen war.

Leopolds eigentlicher Verdienst lag in den Neuerungen, die er in der Armee einführte, so wie den Gleichschritt. Er ließ die bis dahin hölzernen Ladestöcke durch metallene ersetzen. Seine militärischen Leistungen sind zahllos, er wurde zum preußischen Generalfeldmarschall ernannt und erwarb sich das Vertrauen von Friedrich Wilhelm I. Seine Reformen waren es, die die preußische Armee zur schlagkräftigsten Europas machten. Reformationen führte er auch im Steuerwesen und in der Infrastruktur durch, auch sorgte er für die Ansiedlung von Manufakturen.

Noch mit 70 Jahren errang er den bedeutendsten Sieg seiner Karriere in der Schlacht von Kesselsdorf. Durch diesen Sieg wurde der Zweite Schlesische Krieg vorzeitig beendet. Der Alte Dessauer zog sich danach in das Privatleben zurück. Nachfolger des Fürsten wurde sein Sohn, Leopold II.

Um die Person des Alten Dessauers ranken sich viele Legenden und Anekdoten. So soll er einigen jammernden Marktfrauen doch noch zu einem guten Verdienst verholfen haben, indem er deren nicht verkauftes Geschirr unter den Hufen seines Pferdes in einen Scherbenhaufen verwandelte, den er ihnen allerdings auf Heller und Pfennig vergütete. Auf diese Art und Weise konnten die Händlerinnen doch noch mit voller Börse heimgehen. Es heißt auch, er habe vor der berühmten Schlacht von Kesselsdorf Gott gebeten, dass er, wenn er ihn schon nicht unterstützen wolle, auch den Feinden nicht beistehe - also sich doch bitte heraushalten möge. Rundreise Deutschland

© "Entdeckenswert: Rundreise durch den Osten Deutschlands": Textbeitrag sowie Foto (unten) des Brachiosaurus (Saurierpark Kleinwelka) von , 2012. Bildnachweis (oben): Badestrand an der Ostsee, CC0 (Public Domain Lizenz)

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