Dinosaurier - Fleisch- und Pflanzenfresser

Ein Beitrag von Anja Junghans-Demtröder (Teil III)

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Iguanodon
Das Leben der Ornithopoda war alles andere als leicht. Von der Natur mit nicht besonders wirksamen Waffen zur Verteidigung ausgestattet, passte diese Art aus der Gruppe der Vogelbeckendinosaurier fast in jedes Jagd- und Beuteschema der fleischfressenden Theropoden. Viele Ornithopoda lebten in Herden, ernährten sich ausschließlich von Pflanzen und waren nicht gepanzert. Ein ausgeprägter Geruchssinn und ein ausgezeichnetes Hörvermögen war das tägliche A und O, denn selbst beim Fressen gaben sich die friedlichen Saurier nicht zwanglos ihrem Tagesgeschehen hin.

Ein Rascheln oder ein dumpfer Klang waren schon ausreichend, um die Ornithopoda in Alarmbereitschaft zu versetzten. Nahmen sie dazu noch einen verdächtigen Geruch auf, liefen sie vermutlich in Panik davon. Sehr schnell konnte es passieren, dass ein Raubsaurier aus einem Hinterhalt in die Herde krachte. Konnte er es dann noch schaffen, einen Ornithopoda von seiner Herde zu trennen, war alles zu spät, denn nicht alle Tiere waren schnelle und geschickte Läufer. Zu ihnen gehörten die Iguanodontia, deren bekanntester Vertreter der Iguanodon war, nachdem die Gruppe benannt wurde. Der Iguanodon lebte in der Unterkreide und war in Europa, Nordamerika, Asien und Afrika weit verbreitet. Es ist anzunehmen, dass der Pflanzenfresser sich vierbeinig voranbewegte. Beim Fressen richtete er sich vermutlich vollständig auf und setzte seine Vorderarme, die mit jeweils einer Hand und fünf Fingern versehen waren, zum Greifen, Heranziehen und Abreißen der Nahrung ein. Der Iguanodon erreichte im Stand eine Höhe von ungefähr fünf Metern; er war damit um einiges größer als viele seiner Artgenossen.

Die Hadrosauridae ist eine bekannte Gattung der Ornithopoda, aus denen die Hadrosaurier aus der Gruppe der Vogelbeckendinosaurier hervorgegangen sind. Die Hadrosaurier bilden die artenreichste Familie mit etwa 25 Gattungen und waren reine Pflanzenfresser. Über die Lebensweise der Hadrosaurier wird vermutet, dass sie sich viel im Wasser aufhielten, da sich zwischen den Fußzehen und Fingern Schwimmhäute spannten. Die unterschiedlichen Arten wiesen beim Körperbau sowie in Haltung und Fortbewegung Gemeinsamkeiten auf. Nur die Form des Schädels unterschied sich im Wesentlichen voneinander. Bei einigen Arten entwickelten sich skurrile Formen. So war der Schädel des Parasaurolophus mit einem hohlen langen Kamm verwachsen, der nach hinten herausragte und ihn zu einer auffälligen und populären Erscheinung machte.

Parasaurolophus
Es gibt viele Theorien über die Funktion des Knochenkamms. Da der lange Kamm mit den vorderen Nasenlöchern verwachsen war, wird vermutet, dass er als Riechorgan eingesetzt wurde. Erdenklich ist auch, das er damit Töne produzierte, vielleicht um ein weibliches Tier anzulocken. Eine weitere Möglichkeit ist die Regelung und Steuerung der eigenen Körperwärme. Der Parasaurolophus erreichte eine Länge von ungefähr 9,5 m mit einem geschätzten Gewicht von etwa 2,5 Tonnen. Es liegt die Vermutung nahe, dass er sowohl zweibeinig als auch vierbeinig laufen konnte. Der Parasaurolophus lebte im Zeitraum der Oberkreide und war in Nordamerika verbreitet.

Die Dinosaurier waren in der Regel Landbewohner, die sich gelegentlich für die Nahrungsaufnahme - oder schutzsuchend vor Raubsauriern - im Wasser aufhielten. Die Ichthyosaurier jedoch lebten ausschließlich im Meer. Sie waren sehr artenreich und optimal auf ein Leben im Wasser abgestimmt. Ichthyosaurier gehörten den Landwirbeltieren und Reptilien an. Das Aussehen der Ichthyosaurier lässt sich mit den heutigen Delphinen gut vergleichen. Die bekannteste Art aus der Gruppe der Ichthyosaurier ist der Namensgeber dieser Gattung, der Ichthyosaurus, der jedoch bei einer Länge von gerade mal zwei Metern erheblich kleiner war als seine Artverwandten. Er existierte im Unterjura und war in den Gebieten des heutigen England, Belgien, Deutschland und der Schweiz verbreitet. Mit ihren großen Schwanzflossen entwickelten sich diese Fischechsen zu wendigen und schnellen Schwimmern. Vermutlich bewegten sie sich viel an der Wasseroberfläche, indem sie vom Bewegungsablauf ähnlich wie Delphine auftauchten und im Sprung galant wieder eintauchten. Ichthyosaurier waren auf dem Land fortbewegungsunfähig, daher pflanzten sie sich im Wasser fort und brachten ihre Jungen lebend zur Welt. Ihre Nahrung bestand aus Fischen und anderen Meerestieren.

Kronosaurus
Mit ihrem schlanken, langgezogenen Hals konnten die Plesiosaurier hinsichtlich auffälliger Merkmale mit den Sauropoden gleichziehen. Genau wie bei den riesigen Donnerechsen verlieh der lange Hals diesen Meeresreptilien ein recht merkwürdiges, aber gut einprägbares Aussehen. Durch die naheliegende Verwandtschaft mit den Echsen werden sie den Lepidosauromorpha und den Reptilien zugeordnet. Die artenreichen Plesiosaurier, zu denen auch der Kronosaurus gehört, bewegten sich mit vier starken Flossen voran. Der Schwanz und auch der Kopf waren im Verhältnis zu den restlichen Körpermaßen eher klein gehalten. Vieles deutet darauf hin, dass die Plesiosaurier Fleischfresser waren; besonders die Zähne waren ein eindeutiges Merkmal dafür, dass sie keine Pflanzenfresser waren.

Vermutlich waren die Plesiosaurier nicht in der Meerestiefe zu Hause, sondern hielten sich für die Jagd nach Nahrung viel an der Wasseroberfläche auf. Über die Fortpflanzung der Meeresreptilien gibt es nur ungenügende Hinweise. Vermutlich haben sie Eier gelegt - da aber nicht ausreichend geklärt werden kann, ob sie in der Lage waren, sich an Land zu bewegen, ist dies nur eine Vermutung und keine klare These. Die Existenz der Plesiosaurier wurde vom Obertrias bis in die Zeit der Oberkreide nachgewiesen. Etliche Fundorte belegen eine weltweite Verbreitung der Tiere.

Die Dinosaurier haben für die Menschen eine große naturgeschichtliche Bedeutung. Obwohl kein Mensch einen lebenden Dino jemals zu Gesicht bekam, ist das Interesse, diese Kreaturen zu studieren und alles Wissenswerte zu erfahren, riesengroß. Vor 65 Millionen Jahren starben die Dinosaurier aus, doch seit ihrer Entdeckung sind diese Urzeitriesen für uns unsterblich geworden.

Lesen Sie auch den ersten Teil Giganten aus dem Erdmittelalter

© Text: Anja Junghans-Demtröder

© Bildmaterial:
- oben: Zeichnung des Iguanodon: Urheber Tim Bekaert (Quelle: Wikipedia, Lizenz: gemeinfrei)
- mitte: Zeichnung des Parasaurolophus: Urheber Tim Bekaert (Quelle: Wikipedia, Lizenz: gemeinfrei)
- unten: Zeichnung des Kronosaurus: via ru.wikipedia (Quelle: Wikipedia, Lizenz: gemeinfrei)

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