Schmerzen - Etwas will beachtet werden

Foto-Essay von Ralf Wendling aus der Reihe "Augenblicke in der Natur"

Gib dem Schmerz keinen Raum

Da ist er wieder. Ich spüre ihn intensiv. Er ist da. In Intervallen. Mein Unterleib ist eine Zone des Schmerzes. Meine Zone. Darm, Rücken, "Kreuz", Nieren.

Jede Bewegung, die mit diesem Bereich korrespondiert - und das sind viele, teilt mir mit: "Da stimmt was nicht, sei aufmerksam." Ich beobachte. Spüre hinein. Analysiere. Atme bewusst in diesen Part meines Körpers. Die Themen "Bewegung", Fluss (alles im Fluss?), Verdauung (schwer verdaulich?) und ja: "Loslassen" kommen mir in den Sinn. Ursachenforschung. Es geht von meiner linken, der weiblichen "Yin"-Seite aus. Meine Diagnose. Von da strahlt es. Da will etwas beachtet werden. Da gibt es etwas, das Aufmerksamkeit verdient. Nicht der Schmerz! Nein, dem gebe ich keine Aufmerksamkeit. Nicht der Hauch eines hypochondrischen Zuges ist in mir. Ich versuche, mein "Ego", also den Teil des Verstandes, der mich nun in Richtung Sorge, Angst, Leiden bringen will, zu überhören. Ich achte auf meine Gefühle, konditioniere mich auf Freude, Lachen, Aktivität.

Mache ich mein "Walking aus der Körpermitte", wie ich es nenne, also etwas behutsamer. Setze die Schritte weicher. Atme sanfter. Entspanne. Gebe mir die Zeit, vom Beobachter zum Akteur zu werden. Zum Akteur, der heilt. Sich selbst heilt. Hilfsmittel sind zugelassen. Der Baukasten der Natur liegt vor mir. Ein Spaziergang. Die reine Luft, tief eingeatmet. Die Sonne betrachtet, die ein Lächeln in mein Gesicht zaubert. Der Regen, der für Klarheit und Erfrischung sorgt und Altes wegspült. Der Gesang der Vögel voll Leichtigkeit und Freude.

Und dann auch: Eine helfende Hand, Menschen, die es von Herzen gut mit mir meinen und mir ihre Hilfe anbieten. Ich nehme Sie gerne an. Sanfte Mittel der Naturheilkunde. Und Loslassen. Dem Schmerzkörper keinen Raum gegeben. Ihn nicht weiter beachtet. Angenommen, was angenommen werden musste. Aufmerksam betrachtet. Hineingespürt. In Ruhe und Liebe. "Was ist jetzt gut für mich?" - Intime Fragestellung und Zuwendung. Hingabe für meine Gesundung.

Der Schmerz ist weg. Er hielt sich nicht lange. Ich fühle mich wohler. Und gehe bedächtig an die Ursachen, die ich zu erkennen glaube. Ohne Druck. Ohne Medikamente. Ich kann das. Jeder kann das. Es liegt in mir. Es liegt an Dir. Immer.

Gib dem Schmerz keinen Raum.

Foto-Essay: Gib dem Schmerz keinen Raum

© Foto-Essay "Schmerzen - Etwas will beachtet werden" von Ralf Wendling

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