Krafttiere: Der Fisch

Beitragsreihe von Eleonore Radtberger

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Krafttier Fisch
Der Fisch als Krafttier - als Botschafter? Vielleicht kommt Ihnen das etwas langweilig vor. Den Fischen haftet erst einmal nichts abenteuerlich Romantisches an wie zum Beispiel dem mächtigen Adler oder dem Wolf. Fische sind Tiere, die wir als etwas "entfernt" von uns betrachten, einfach weil wir kaum eine Möglichkeit haben, mit ihnen zu kommunizieren. Dabei ist allein die Vielfalt dieser besonderen Spezies unglaublich - und jeder kennt die Farbenpracht der Tiefseefische.

Diese Wesen sind Meister der Tarnung und Anpassung, sie können wie schwimmende Juwelen sein, aber auch bedrohlich auf uns wirken. Und dieser Reichtum an Erscheinungsformen, diese Vielfalt sind schon ein Schlüssel zu der Botschaft dieses Krafttiers. Es zeigt uns den Weg der Intuition, des Gefühls.

Fische sind völlig dem Element Wasser zugehörig - sie verbringen ihr ganzes Leben darin und können nirgendwo anders überleben. Das Wasser ist aber nun einmal das Element des Gefühls, der Intuition und der inneren Sicht. Wer sich unter Wasser begibt, sei es beim Tiefseetauchen, oder wer eben einmal so im Weiher untertaucht, befindet sich in einer anderen Welt. Geräusche werden anders wahrgenommen, die Sicht ist anders und sogar der Körper reagiert anders. Im Wasser fühlen wir uns leichter, lassen uns treiben, fühlen uns wohl. Es ist das Element des Anfangs, jeder Mensch lebt in seinen Anfängen im Fruchtwasser - geschützt und in einem hervorragend gedämmten Minikosmos.

Wahrscheinlich fühlen sich Kinder deshalb so wohl in diesem Element - sie sind munter wie "ein Fisch im Wasser". Es erinnert an die vorgeburtliche Geborgenheit. Aber Wasser ist auch stetige Wandlung, nie abreißender Strom des Lebens - und Fische leben ständig darin. Sie sind Wesen, die sich diesem immerwährenden Wandel hervorragend angepasst haben. Die tiefen Strömungen unseres Ichs sind für viele Menschen wirklich "trügerische Wasser" - sie fürchten diese Tiefe, weil sie Angst haben, darin zu ertrinken, oder besser gesagt: zu versinken. Zudem - wer schon einmal versucht hat, am Bach ein Fischlein zu fangen, der weiß, wie trügerisch die Sichtweise durch diese flüssige Linse sein kann... alles ist etwas anders, als man von außen glaubt.

Um die richtige Sicht zu erhalten, muss man also völlig in das Element tauchen - sich also angstfrei hingeben und sich nicht gegen den Strom des Lebens stemmen. Denn ausnahmsweise kommt man hier MIT dem Strom zur Quelle. Das ist die Botschaft des Fisches nämlich: sich auf das ureigenste Ich besinnen, das Vertrauen in die eigene Seele und somit das eigene Leben zu haben. Die Intuition, dieses vielgeschmähte Wissen um Dinge und Menschen ist etwas, das seine Berechtigung in unserem Leben hat. Daran ist nichts Falsches, denn oftmals weiß unsere Seele - oder das Unterbewusstsein - mehr.

Es ist das, was wir durch die Linse des Wassers erkennen - die Sicht der Dinge, wie unsere Seele sie sieht, unser Gefühl sie wahrnimmt. Die Empfindsamkeit für den Strom des Lebens wiedererlangen, das kann eine der Aufgaben sein, auf die uns dieses Krafttier hinweist. So mancher lebt völlig an sich selbst vorbei, gerät ins Stocken, hat den Kontakt zu sich verloren. Da muss dem Fisch in die Tiefe gefolgt werden, um den versunkenen Schatz der Träume und des Gefühls für sich wieder zu heben. Wer das tut, wird erleben, dass diese Tiefe nicht dunkel, sondern von blauem Licht erfüllt ist.

© Text und Foto:

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