Krafttiere: Die Fledermaus

Krafttier Fledermaus

Fledermäuse sind vor allem eines: sie sind anders. Diese fliegenden Säuger halten sich so gar nicht an "Regeln". Sie schlafen kopfüber hängend, leben in sehr großen Kolonien zusammen und fliegen, wenn möglich, in der Dämmerung bzw. nachts.

Es gibt insekten- und fruchtfressende Arten, die Spannweite ihrer Flügel variiert von wenigen Zentimetern bis hin zu fast einem Meter. Und was sie vor allem so besonders macht, ist ihre Art der Orientierung. Fledermäuse bedienen sich der Echo-Ortung bzw. des Ultraschalls, um Hindernissen auszuweichen. Da sie in der Dunkelheit jagen oder nach Nahrung suchen, ist das für sie die moderateste Lösung.

Ihre Nachtaktivität, ihr fast schon unheimlich sicherer Flug in der Dunkelheit hat ihnen allerdings nicht gerade einen guten Ruf eingebracht. Sie wurden der Nacht, also dem Dunklen und Bösen zugeordnet. Und ein hartnäckiges Gerücht kursiert unter ängstlichen Menschen, das besagt, Fledermäuse hätten nichts anderes zu tun als sich in den Haaren von Menschen zu verfangen - aber gerade das wird diesen erstaunlichen Fliegern kaum passieren. Und den Kontakt mit Menschen scheuen sie sowieso.

Und hier kommt ihre Botschaft auch ins Spiel - es hat etwas mit dem Suchen zu tun. Das Finden des Wegs, das auf jeden Fall im Innern des Suchenden seinen Anfang nehmen muss. Ein altes Sprichwort sagt: "Die Reise fängt an, wenn du den ersten Schritt vor die Türe tust." Das ist auf jeden Fall richtig, aber bevor sich der Körper in Bewegung setzt, muss etwas im Geist geschehen, das zum Aufbruch führt. Wenn die Zeit zum Aufbruch gekommen ist, spüren wir das im Inneren, aber oftmals - viel zu oft - ignorieren wir die Zeichen. Unser Leben, das in vielen Dingen von der Notwendigkeit der Anpassung dominiert wird, bringt uns dazu, die Sprache unseres Innersten nicht mehr zu verstehen. Oder aber die Signale "überhören" zu wollen.

Man weiß mit Sicherheit, dass es Zeit zum Aufbruch ist ... doch man bleibt trotzdem noch Jahre in der Firma, in der man sich nicht mehr wohl fühlt, oder in der Familie, die keine mehr ist. Man verharrt in irgendeiner Einbahnstraße, in die das Schicksal einmal geführt hat, weil es damals richtig war. Die Angst verhindert das Fortentwickeln sehr wirksam. Und vor allem misstraut man den Signalen, den eigenen Empfindungen.

Die Fledermaus bestärkt das Vertrauen in die "systemeigene" Orientierung. Sie ist ein Begleiter, der zeigt, wie der Weg durch die Nacht gefunden werden kann - das dazu nötige Licht ist in uns selbst. Wir könnten einigermaßen unbeschadet durch diese Dämmerung der Ängste und Befürchtungen unsere Straße in die Selbstbestimmung, zu einer wartenden Aufgabe oder einer notwendigen Veränderung finden, vertrauten wir auf unser inneres Echolot. Das ist zwar etwas eingeschlafen in dieser Welt der Wegweiser von außen, diesem Netz aus Informationen und Regeln - aber es funktioniert immer noch hervorragend, wenn es wieder aktiviert wird.

Wer weiß, dass er sich auf den Weg machen muss, aber nicht sicher ist, in welche Richtung er führt, sollte sich so gut wie es möglich ist erst einmal abschotten. Das ist notwendig, um den Geist und den Willen frei zu machen von allem, was von außen an uns herangetragen wird. Jedwedes "muss - darf - soll" ist zu ignorieren. Dann wird die Fledermaus zeigen, wie man langsam aber sicher die Flügel entfaltet und dem inneren Führer vertraut ... dem Echolot der Seele. PR

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© für den Beitrag "Bedeutung der Krafttiere - Die Fledermaus": , 2013. Bildnachweis: pixabay.com, CC0 (Public Domain Lizenz)

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