Krafttiere: Der Hase und das Kaninchen

Krafttier Hase Kaninchen

Hase und Kaninchen sind zwar verwandt, aber sie gleichen sich in vielen Dingen nicht. Der Hase lebt nicht im Verband, wie Kaninchen das tun, ebenso bewohnt er keinen Bau oder Höhle. Die langohrigen Hoppler - gleich um welche es nun geht - sind auf jeden Fall Symbole des Lebens an sich, schon allein ihrer Fruchtbarkeit wegen.

Was die Vermehrungsfreudigkeit betrifft, liegen Kaninchen allerdings vorne. Dies hat sie zu "Osterhasen" werden lassen, mit ihnen wird dieses Fest des Frühlings in Verbindung gebracht. Wenn sich die Natur erneuert, das Grün wieder hervorkommt und im Tier- und Pflanzenreich für Nachwuchs gesorgt wird, ist das in gewissem Sinne eine Hoffnungszeit auch für uns Menschen. Die Botschaft des Hasen geht aber weit über diese Symbolik des Neuanfangs hinaus, obwohl diese natürlich ein Anliegen ist.

Vielen Völkern war der Hase heilig, denn ihn umgibt etwas Geheimnisvolles. Als Meister der Tarnung erscheint er plötzlich aus dem Nichts - seine Jungen behütet er gut und entlässt sie erst aus seiner Obhut, wenn die Zeit gekommen ist. Plötzlich gibt es junge Hasen und niemand weiß, woher sie gekommen sind ... Meister Lampe lässt sich nicht einfach so in die Wohnstube gucken. Wegen dieser Eigenschaft wurde er auch als Wanderer oder Bote zwischen den Welten gesehen. Der Hase wird auch der Weiblichkeit zugeordnet und ist das heilige Tier einiger Göttinnen, wie zum Beispiel der Venus.

Hasen sind zwar durchaus nicht völlig wehrlos, doch ziehen sie die Flucht vor. Von sich aus gehen sie kein Geschöpf in aggressiver Ansicht an. Ihre ungeheure Sensibilität für Gefahren ist noch höher als die der Kaninchen, die sich den "Wachdienst" teilen können und unter der Erde leben. "Sei wachsam", teilt der Hase mit. "Sei wachsam, aber verliere nicht deine Chance für einen Neubeginn. Du bist vielleicht kein Krieger - aber du meisterst das Leben auf andere Weise. Du bist verbunden mit dem Ganzen."

Die Kaninchen sind vom Aussehen und ihrer Wesensart noch um einen Teilstrich kuscheliger - jedenfalls sehen wir Menschen das so. Immer fluchtbereit, die zitternden Näschen höchst aufmerksam in den Wind gerichtet und beim kleinsten Anlass bereit, in ihren Bau zu verschwinden, so sehen wir die Kaninchen. Tatsächlich sind sie reine Flüchter - und sehr viele Lebewesen haben es auf sie abgesehen. Greifvögel zum Beispiel oder Füchse - Menschen selbstverständlich auch. Es scheint, als ob Kaninchen kaum auf einem Speisezettel der Fleischesser fehlen - aber erst einmal muss so ein hakenschlagendes Langohr gefangen werden. Und das ist nicht so einfach ... denn sie sind ebenso flink wie ängstlich.

Ihre Botschaft hat viel mit realen Ängsten zu tun, denn positives Denken hilft zwar in fast allen Lebensbereichen, kann aber die Realität kaum völlig aufheben. Wenn es Bedrohungen gibt, dann setzen wir die Gemeinsamkeit mit anderen dagegen - wir verlassen uns auf die Gemeinschaft und das Gefühl der Zusammengehörigkeit. Wir helfen uns gegenseitig - darin liegt unsere Stärke. Darin - und in unserer Liebe zueinander. Wenn es so etwas wie liebevolle Bedachtsamkeit für das Miteinander gibt, so ist es in der Botschaft dieser Tierchen enthalten: "Draußen kann es hart werden - aber du weißt, wie du dich schützen kannst. Um zu überleben, muss man nicht immer kämpfen."

Kaninchen ziehen in keinen Krieg, aber sie haben erfolgreich überlebt ... seit sehr, sehr langer Zeit. Kaninchen

* * *   Lesen Sie auch unsere Serie Bedeutung der Tarotkarten   * * *

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© für den Beitrag "Bedeutung der Krafttiere - Der Hase und das Kaninchen": , 2013. Bildnachweis: pixabay.com, CC0 (Public Domain Lizenz)

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