Wenn Du zum Baum kommst

Foto-Essay von Ralf Wendling aus der Reihe "Augenblicke in der Natur"

Wenn Du zum Baum kommst

"Wenn Du zum Baum kommst, wird werden, was werden will."

Ist das nicht ein wundervoller Ausspruch!? - In der Tat. Ich habe diesen "Spruch" nicht nur vernommen - ich habe ihn erlebt. Es ist ein Orakel.

In einer Zeit der Unsicherheit, der Sorgen, erbat und erhielt ich diese Formulierung der Zuversicht via eines "Mediums", einer Frau, die für mich - dankenswerterweise - in die Sphären des "Höhergeistigen" hineinspürte.

"Den Weg weitergehen und mir Klarheit zu verschaffen, was ich wirklich will", gehörten mit zu diesen Hinweisen.

Als solche sind Durchsagen, Orakel zu "verstehen" - im irdischen Hier und Jetzt mit all der Verstandesarbeit - erscheinen sie uns oft diffus und unklar - wie dem Helden Odysseus vor Urzeiten.

Doch sie sind wahr. Ich habe die Aufgabe akzeptiert, mich dem Kern zu nähern, zu erspüren, was das wohlmeinende Universum mir sagen möchte.

Und der Baum, mein Baum, der aus meiner Mitte "entspringt", wächst und gedeiht - er IST.

Tag für Tag fühle ich mich nun wohler, sehe klarer, bin energiegeladener, unternehmungslustiger. Die kreativen Tage werden ergänzt - besser gefördert - durch die intensiven Erlebnisse in der Nacht - der Träume, die mich und meine Entwicklung regelrecht begleiten. Gefährten des Aufbruchs. Freunde des lichtvollen Seins.

Vor einigen Tagen war es ein Pflänzchen, das ich mit beiden Händen vorsichtig aus der Erde barg - ich sehe das noch sehr lebendig vor mir. Und nun, wahrhaftig an drei aufeinander folgenden Nächten, erschien zunächst ein glatter kräftiger Baumstamm, der vor mir aufragte.

Die Nacht darauf entsprossen auf dem Kopf eines "Bekannten" einige Pinien oder Kiefern, die ein schützendes Dach bildeten und sich dem Himmel entgegenreckten. Letzte Nacht waren es dann, sozusagen direkt vor meinen Augen, dutzende von glatten, in heller Szenerie aufragenden, geraden Stämmen mit eher tulpenförmig-schemenhafter Krone, allerdings kein Wald zum "Verirren", sondern eine klar strukturierte, begrenzte Sequenz.

Für mich sind das "die Zeichen" für mein Weiterkommen, das Vorhandensein und der Fluss von Lebensenergie.

Diese Bäume sind mein Leben, es sind meine Lebensbäume, sie sind "Ich", die Wurzel, wenn auch nicht sichtbar, der Stamm als Verbindung von Unbewusstem - Bewusstheit - und spirituellem "Vermögen"; die Krone ist sichtbar, sie wächst und gedeiht, gespeist von der Kraft, die die Wurzel in der Erde aufnimmt und weitergibt für Wachstum, Entwicklung und Leben.

Es ist meine Initiierung, das archetypische Bild als Symbol meiner Kraft ermöglicht es mir, meine inneren Welten schöpferisch miteinander zu verbinden. Eins kommt nun zum anderen.

Auch jetzt, da ich diese Zeilen schreibe, "schöpfe" ich aus dem "Erleben", der Intuition, dem Traum und dem Bewusstsein, das diese kraftvollen Bilder die Chance bieten, einen immensen Schritt der Entwicklung auf meiner Lebensreise zu machen. Und ich mache. Packe zu. Handle. Lässt der Baum sich aufhalten?

Reckt er sich nicht dahin, wohin er will?

Holt er sich nicht alle Energie aus der Erde und dem Himmel, die er braucht?

Er tut's. Und wächst solange, wie der Ausgleich, die Balance von Fundament (Wurzel) und Kopf (Krone) in einer guten Relation zueinander stehen.

Das ist natürliches Wachstum.

Mit beiden Füßen sicher auf dem Boden, stabilen Schrittes, aufrechten Hauptes voranschreiten, Situationen klar überblicken, "ins Auge sehen", sich dehnen und strecken nach dem, was "Jetzt" möglich ist, was im Bereich der eigenen Potenz, der eigenen Kräfte liegt.

Und dann "Ist", was werden will.

Foto-Essay: Wenn Du zum Baum kommst

© Foto-Essay "Wenn Du zum Baum kommst" von Ralf Wendling

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