Ich war ein braves Mädchen

Leseprobe aus dem Buch der Autorin Irene Roy

Mythologie

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Irene Roy: Ich war ein braves Mädchen

Vorwort der Autorin:

Schreiben war immer eine wichtige Ausdrucksform für mich, neben anderen, nun hat sie Priorität. Mein erstes Buch ist fertig, ich befasse mich bereits mit dem nächsten und bin dankbar, dies ausleben und veröffentlichen zu dürfen. Mein Lebensweg war bunt und vielfältig, ich höre aktiv hin, beobachte gerne und schöpfe daraus Themen und Inhalte. Ich bin auf meinem Weg und gespannt auf die Reise.

Das Buch Ich war ein braves Mädchen: Meine Geschichte kann über den Internet-Buchhandel bezogen werden.

Leseprobe aus "Ich war ein braves Mädchen":

Es beginnt nicht mit einem Anfang, seitenmäßig schon, es beginnt zwischendurch, asynchron, losgelöst. Ich meine das Buch, den Inhalt, den Zugang, die Zusammenhänge. Bestehe nicht auf Chronologie, versuche Ordnung hinein zu bringen, wie sie sich mir offenbart, sie kann in Schüttelfieber ausarten. Das ist der Grund, warum ich es schreibe. Es kann nicht beginnen, weil es keinen Anfang und kein Ende gibt, es ist nicht einzuordnen, nicht kausal, Du gehst den Weg auf und ab, hin und zurück, trittst auf der Stelle, kommst voran, gehst zurück und bist doch immer bei Dir selbst.

Es ist kein Lebenslauf, es ist meine Geschichte, festgehalten an einem bestimmten Punkt meiner irdischen Anwesenheit, ausgestattet mit dem Drang, Ausgesuchtes niederzuschreiben.

Bei Dir - wer bist Du? Wer willst Du sein? Wer hat was aus Dir gemacht? Warum hast Du es zugelassen? Musstest Du es zulassen, um die zu werden, die Du immer schon warst?

Du meinst, hunderte von Jahren auf dieser Welt zu existieren und gleichzeitig bist Du das kleine Mädchen, das so viele Anläufe nimmt, erwachsen zu werden, ohne zu wissen, wie das geht und ob es erstrebenswert ist. Was ist mein Gradmesser? Wie kann ich mein Selbstbild einordnen und überprüfen? Wem kann ich glauben, wer oder was ich bin? Woran glaube ich? Lohnt es sich, an mich zu glauben?

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Das kleine Mädchen, zerbrechlich und ein Spielball der Mächte, sieht niemand, dass Du stark, zäh, unbezwingbar, unbeugsam bist? Spielst Du ihr Spiel Deiner Harmoniebedürftigkeit wegen? Warum hat Dir niemand Selbstwert erklärt? Wie kannst Du Dich erkennen, wenn Dein Spiegel nur ein Abbild zeigt?

Sie sagen, sie lieben Dich, sie meinten sich selbst, Du stehst in ihrer Sonne, sie müssen Dich zerstören, um ihre Strahlen ungebrochen erhaschen zu können.

Deine Gedanken zerstreuen, lassen sich nicht festhalten und Dich auch nicht los. Wieso hat so Vieles in einem Kopf Platz? Du haderst, es ist einfach, einfach zu sein, es ist Dir nicht vergönnt und gleichzeitig empfindest Du die Gnade der Gedanken. Wie groß ist Deine Welt, Du musst nirgendwo hingehen, Du trägst sie in Deinem Kopf.

Wie erklärst Du Deine Welt, sie erstaunt Dich selbst jeden Tag. Du weißt, Du lebst in Deinem eigenen Universum, Du hast es Dir geschaffen, es ist der Planet, auf dem Du frei bist. Wer hat Dich zuletzt mitleidig angesehen und Deine eingepflanzten Schuldgefühle waren auf Abruf bereit, streif sie ab, sie sind Zement auf Deinen Gedanken.

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Wer hat Dir erlaubt, das Korsett abzustreifen, das Dir schon vor der Geburt maßgeschneidert wurde, die Luft zum Atmen, die Dir abgeschnitten wurde, die Leichtigkeit, die nicht sein durfte, weil Dir kein Recht dazu eingeräumt wurde? Hast Du das Recht, Dir das Recht zu nehmen, von dem Du glaubst, dass es rechtens ist? Verstehst Du nicht, dass Du ein für allemal das kleine Mädchen bist und es nichts mit den Jahren zu tun hat, die Du hier verbringst? Wieso lehnst Du dich auf, wieso lehnst Du ab, lehnst Dich heraus, riskierst das trügerische Gleichgewicht auf dem wackeligen Gerüst Deiner Existenz.

Wer hat Dir zugestanden, Dich wichtig zu nehmen, wo Deine Wichtigkeit doch bereits vordefiniert war?

Es war einmal und es wird nicht wieder sein, es ist kein Märchen und Du kannst nicht glauben, dass es wahr ist. Wo stehst Du auf der Skala der Gemessenheit? Bist Du gefühlvoll, hysterisch, zaghaft, verdächtig, anstrengend, abgewandt, überdreht?

Es ist einfach, wenn das Gesprochene, Gedachte, Gesagte, Gemeinte, Vermittelte, Kommunizierte so ankommt, wie es in Deinem Ursprung festsaß, wie kann es sein, wenn Deine eigene Interpretation einer ständigen Erneuerung unterliegt. Das, was Du jetzt denkst, meinst, sagst, fühlst, erlebst, ist in der nächsten Sekunde Geschichte und Du schreibst ein neues Kapitel. Wie viele Menschen bist Du und woher weißt Du, dass Du es jetzt bist? Du siehst Dich nie selbst, nur das Abbild von dem, was Du glaubst zu sein. Stelle Dich vor den Spiegel, stelle Dich vor, lerne Dich kennen und begreife, dass Du Dich nie vollständig begreifen wirst. Du steckst in der Zwangsjacke Deiner Gedanken, ringst um Schlichtheit und kannst den Weg zurück nicht gehen.

So Vieles wurde Dir mitgegeben, Du hast es geglaubt, hattest keine Wahl, es nicht zu tun, wo war der Vergleich, das Gegenangebot. Du wolltest geliebt werden und hast dafür Deine Seele weggeworfen, so weit weg, dass Du sie nicht mehr finden konntest. Sie finden Dich lustig, nicht lächerlich, Du bringst sie zum Lachen und sie wissen nicht, dass Dein Humor bitter erweint ist. Er gedieh auf dem Komposthaufen Deines Weges und Schmeißfliegen gaben Dir das Geleit. Es hat tonnenschwere Tiefgründe gebraucht, um schwebende Leichtigkeit zu erlangen.

Es ist Spieler und Gegenspieler, Sympathikus und Parasympathikus, die Ambivalenz ermöglicht die Balance. Eines ohne das Andere geht nicht, Du kannst kein lebensfroher, humorvoller Mensch sein ohne ernste Seiten. Du kannst nichts schätzen, ohne den Vergleich zu kennen. Hat Dir jemand versprochen, dass Du Dich nicht anstrengen, keinen Preis zahlen musst? Hat Dir jemand gesagt, dass es sich trotzdem lohnt, hast Du es selbst heraus gefunden, die Kraft gehabt, durchzuhalten, um an jene Stelle zu kommen, wo es Dir klar war? Die Stelle ist für jeden woanders, Du weißt nicht, wie lange der Weg, wie groß der Durst, wie hoch der Preis ist, hinzugelangen.

Wer sagt, das ist destruktiv? Dauerfröhliche Menschen, deren Weg steinfrei gerade aus führt sind suspekt, sie wandeln an der Oberfläche, touchieren keine Wände, schleifen sich nicht ab, die Glätte bleibt, sie rutschen durch die Finger und entgleiten unserem Interesse.

Ist ihr Gegenspieler der Zynismus, den es braucht, um das Leben durch zu lächeln? Ist es Einfältigkeit, Abgrenzung. Ist irgend jemand der Geisterfahrer?

Danke, dass Du das Buch weiter liest, was sind Deine Erwartungen? Meine kannte ich nicht, ich habe einfach begonnen.

Ich überlegte mir eine Struktur und erkannte, dass Spontaneität meine Struktur ist. Das Schreiben über das Schreiben. Die Freiheit, nicht regelkonform funktionieren zu müssen, die Gedanken fließen zu lassen, wie sie kommen, kein "Bachbett", keine Wasserregulierung, der Anfang beginnt nicht mit dem Beginn. Die Gedanken springen, wandern, finden einander, machen völliger Leere Platz, sprudeln wie eine frische Quelle hervor.

Lasst mich Schreiben, macht mir die Freude und lest es, versteht es, interpretiert es, wenn es Euch nicht gefällt, seid Ihr über den ersten Satz nicht hinaus gekommen. Ich lerne mich neu kennen, wusste nicht, was Alles in meinem Kopf vergraben ist, es wühlt auf, schafft Distanz zu mir selbst und macht frei.

Es war einmal ein Mädchen, es hat sich tagelang geweigert, diese Welt in dieser Konstellation zu betreten, was hat es genutzt? Ahnte es die Dialoge, die Nichtdialoge, das Nichterlebte, nicht Gegebene, nicht Stimmige, ein Leben in Dornen, die den Blick auf die Rosen verstellten? Schmerz bei der Zwangseinweisung ins Dasein, Schmerz im ersten Anlauf bei der fahrlässig passierten Ganzkörperinfektion. Narben, die das ganze Leben bleiben, äußerlich sichtbar, innerlich sich einnistend.

Wie sagte doch Jahrzehnte später ein "Freund": Du bist auf der Welt, um zu leiden und ich bin auf der Welt, um Dir weh zu tun. Wie lange wand ich mich in Seelenschmerzen, nicht erkennend, dass nicht der Andere mich verletzte, ich war es selbst, verharrend in der Ohnmacht des Seins. Des damaligen Seins, ich ließ es zu, verletzt zu werden, hatte nichts entgegen zu setzen außer Leid.

Die Autorin:

Irene Roy wurde in Wien geboren. Vom Ballett bereits in ihrer Kindheit geprägt, verbrachte sie drei Jahre an der Wiener Staatsoper. Später folgten Jazzdance, Musicalausbildung und Sologesang im klassischen Bereich.

Die Autorin schloss neben ihren Tätigkeiten bei Theater und Rundfunk ein Publizistikstudium mit Erfolg ab und arbeitete auch als Dipl. Ernährungstrainerin, Vitaltrainerin 50plus, sowie als zertifizierte Klangmassagepraktikerin nach Peter Hess.

Irene Roys erstes Buch "Ich war ein braves Mädchen" erschien Ende 2012. Ihre weiteren Bücher "Whoopy - Ein Hund erzählt seine Lebensgeschichte" und "Die Sache mit der Midlife Crisis" erschienen Anfang 2014.

© Leseprobe "Ich war ein braves Mädchen" und Abbildung des Buchcovers mit freundlicher Genehmigung der Autorin Irene Roy

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