Entspackungskur - ein amüsanter Roman

Leseprobe aus dem Buch von Thorsten Haker

Lesetipp: Thorsten Haker - Entspackungskur

Vorwort des Autors:

Die "Entspackungskur" ist ein amüsanter Roman - vereinzelt gespickt mit diabolischen Zügen - über Bekloppte, für Positiv-Bekloppte, ein kleines bisschen auch von einem solchen geschrieben und für jene, die es gar nicht erst werden wollen. Gewissermaßen Tatsachenbericht, Abschreckung und Ratgeber in einem. Mit einem Lächeln auf den Lippen spielt Bertram - der Protagonist - das wie-du-mir-so-ich-dir-Spiel mit jedem, der sich ihm in den Weg stellt und sein Wohlbefinden beeinträchtigt.

Das Buch Entspackungskur kann über den Internet-Buchhandel bezogen werden.

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Leseprobe aus "Entspackungskur":

Du bist zu fett! Ihre deutlichen Worte schwirren mir noch durch den Kopf. Nichts gegen den Wahrheitsgehalt dieser Aussage, da ist leider etwas dran, viel zu viel dran, wie an mir. Aber muss man das so früh am Morgen so unsensibel formulieren, so lieblos, so kalt?

Ohne jegliche Feinfühligkeit knallt sie mir um die Ohren, was sie offensichtlich belastet. Überrascht bin ich dennoch nicht, nein, unser Verhältnis ist über die letzten Monate merklich abgekühlt, unsere Wege gehen zunehmend auseinander. Noch eine Parallele zu meinem Körper. Seit längerem schon zweifle ich, ob wir tatsächlich noch eine gemeinsame Zukunft haben. Letztens im Baumarkt hatte ich eine sehr nette Begegnung. Ich war auf Anhieb fasziniert und sie hat mich tagelang nicht mehr losgelassen. Ja, ich war kurz davor untreu zu werden, einfach nochmal einen Neuanfang zu wagen. Abzuschließen mit dem was war, zu beenden, was nur noch wehtut.

Ein paarmal habe ich sie gewarnt, ihr gesagt, dass ich Konsequenzen ziehen würde, wenn sich nichts ändert. Getan habe ich es schließlich nicht. Stattdessen habe ich mich entschlossen, den Fehler zunächst bei mir zu suchen, an mir arbeiten zu wollen. Um guten Willen zu zeigen, und um sie mir für die Zukunft gefügig zu machen, habe ich sie schließlich mit einem feuchten Lappen saubergemacht und den Boden unter ihr gewischt, auch neue Batterien habe ich ihr eingelegt. Viel mehr kann eine streitsüchtige Waage nicht von jemandem verlangen, den sie jede Woche aufs Neue beleidigt und in seelische Abgründe stößt. Dennoch trauere ich dem schicken Modell im Baumarkt nach. Ob sie mir allerdings andere Ergebnisse angezeigt hätte, wage ich zu bezweifeln.

"Mit wem redest du denn da, Berti?", fragt Grisu, die sich unbemerkt ins Badezimmer geschlichen haben muss.

"Mit der Waage. Wir haben uns gestritten. Aber jetzt habe ich ihren Vertrag zunächst um ein halbes Jahr verlängert, sie ist auf Bewährung."

"Spacken!"

Der Autor:

Thorsten Haker, 1966 in Hamburg geboren, und seiner schönen Heimatstadt bis heute aus tiefer Verbundenheit treu geblieben, ist als Angestellter beschäftigt im Projektbereich einer internationalen Spedition, in der er das Handwerk gelernt und unlängst sein 25-jähriges Jubiläum gefeiert hat. Der Traum ein eigenes Buch schreiben zu wollen, verfolgt ihn schon seit frühen Kindheitstagen, ungefähr seit dem Tag, als in der zweiten Klasse der erste Aufsatz ("Mein Teddy und ich") mit einer 2+ bewertet wurde. Erst knapp 40 Jahre später, als die eigenen Füße altersbedingt zu lahmen anfingen, witterte der dahinkriechende Traum seine Chance, nahm Fahrt auf, überholte das Phlegma und besiegte schließlich den sturen Glauben, der Traum müsse wohl ein solcher bleiben, und ließ sich stattdessen kurzerhand wahr werden.

"Wenn ich einmal ein Buch schreiben sollte, dann wüsste ich bereits, um was es darin gehen wird. Man muss sich doch nur einmal umschauen, auf der Straße, im Büro, im täglichen Leben, und aufschreiben, was einen täglich auf die Palme bringt. Das müsste wirklich mal einer machen." So predigte er jedem, der es nicht wissen wollte. Er erledigte die Aufgabe schließlich selbst und schon ist die Entstehungsgeschichte zu seinem Erstlingswerk erzählt.

Für den eigenen literarischen Hausgebrauch orientiert er sich an seinen großen Vorbildern wie Tommy Jaud, Matthias Sachau, Moritz Netenjakob, Tim Boltz sowie ähnlich veranlagten Unterhaltungsautoren und verschlingt deren Werke mit allergrößter Wonne.

Thorsten Haker, begeisterter und in der Konsequenz meist niedergeschlagener HSV-Fan, ist seit 2008 verheiratet, streitet aber jegliche beabsichtigte Ähnlichkeiten seiner eigenen Frau mit der Gattin seiner Romanfigur weitestgehend erfolglos ab, und freut sich bereits heute auf seine in gut zwanzig Jahren akute Rentenzeit, die er mit einer guten Flasche Wein bei mallorquinischen Sonnenuntergängen genießen will, um dort in vollendeter Harmonie und vom eigentlichen Beruf ungestört seiner Schreibleidenschaft frönen zu können. Idealerweise wird seinem ersten Roman bis dahin mindestens der Zweite gefolgt sein.

© Leseprobe aus "Entspackungskur" und Abbildung des Buchcovers mit freundlicher Genehmigung des Autors Thorsten Haker

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