Die Erben der alten Zeit - Der Thul

Leseprobe aus dem Buch der Autorin Marita Sydow Hamann

Cover des Buches: Der Thul

Das Buch:

Der bösartige Magier Oden, der grausam über den Planeten Godheim herrscht, hat der 14-jährigen Charlie jenes magische Amulett entrissen, mit dem man zwischen der Erde und Godheim reisen kann.

Während Charlie auf Godheim festsitzt, startet Oden seinen magischen Angriff auf die Erde. Gemäß einer alten Prophezeiung, soll nur Charlie ihn noch stoppen können. Doch die hat nicht die mindeste Ahnung, wie das geschehen soll. Sie weiß ja nicht einmal, wie sie ihre in Gefangenschaft geratene Freundin Hanna aus Odens Burg Asgard befreien kann.

So macht sie sich mit ihren Freunden auf die Suche nach jener jungen Frau, die ihr mehrmals in Visionen erschienen ist. Ob dies der richtige Weg ist?

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Leseprobe aus "Die Erben der alten Zeit - Der Thul":

Riesige Steine schossen aus dem Erdreich hervor. Sie bildeten einen Kreis um sie herum. Genau dort, wo die Pilze ihren Halbkreis bildeten, schlossen sie den Hexenzirkel zu einem mächtigen Steinkreis.

Wie bläulicher Nebel wuchsen sie schemenhaft über Charlie und Biarn hinaus - sechs gewaltige Steine, sicher vier Meter hoch.

Der weiße Elch kam heran und scheuerte seine mächtigen Schaufeln an einem Felsen. Als würden sie elektrisch aufgeladen, zuckten plötzlich bläuliche Blitze von einem Stein zum anderen. Sie zogen sich knisternd die Steine empor und bildeten dann ein Dach aus blau blitzenden Strahlen.

Ein heller Strahl unbändiger Energie schoss hinauf in das Firmament! Es wurde still. Charlie starrte wie gelähmt nach oben. Weit über ihnen zog sich dichter Nebel zu einer großen, schneeweißen Wolke zusammen und dann krachte es plötzlich im Unterholz!

Charlie hätte nicht sagen können, ob das Geräusch zu der überwältigenden Vision gehörte, oder ob es real war.

Biarn dagegen wusste es genau. Er riss Charlie mit Gewalt in die Realität zurück und schrie:

"Rühr dich nicht vom Fleck!"

Er sprang auf die Beine, machte einige Handbewegungen und wirbelte um seine eigene Achse, während etwas Riesiges und Blauschimmerndes den Steinkreis verließ und über die Wiese stürmte!

Irgendjemand hatte ihnen auf der Blumenwiese aufgelauert, schoss es Charlie durch den Kopf. Odens Bärsärker? Auch wenn Charlie gewollt hätte, so wäre sie kaum im Stande gewesen, sich zu wehren. Wie versteinert saß sie inmitten des schemenhaften Steinkreises, der unbegreiflicherweise immer noch da war. Der Elch und das Haus waren verschwunden. Gler und Skinfaxe flüchteten im gestreckten Galopp in den Wald, während das bläulich schimmernde Wesen am anderen Ende der Lichtung mit zwei weiteren bläulichen Wesen zusammenprallte!

Ein Kampf auf Leben und Tod begann. Das Wesen aus dem Steinkreis, das aussah wie ein gigantischer Adler - allerdings mit übergroßem Schnabel und enormen Krallen - packte ein monströses, rattenähnliches Tier im Nacken, schüttelte es und warf es in hohem Bogen von sich, wo es leblos liegen blieb.

Durch diesen Angriff bekam das zweite Ungeheuer seine Chance.

Charlie machte die Umrisse einer Riesenschlange aus. Sie stieß auf den mächtigen Adler hinab und schlang ihren kräftigen Körper um den Vogel! Der Adler schien indes wieder zu sich zu kommen und fing an, sich mit all seinen Kräften im Griff der Schlange zu winden.

Mehrmals stieß sein mächtiger Schnabel ins Leere, dann gelang es dem Adler endlich den Körper der Schlange zu packen. Das Wesen schrie wütend auf und lockerte seinen Griff eine Sekunde. Das reichte dem Vogel, um sich zu befreien. Dann ging alles ganz schnell. Der riesige Schnabel des Adlers zuckte auf den Schlangenkopf herab und trennte ihn vom Körper. Das Ungeheuer sackte leblos in sich zusammen und blieb wie ein bläulich schimmerndes Tau am Boden liegen.

Der Adler breitete seine Flügel aus, stieß ein ohrenbetäubendes Siegesgeschrei aus und erhob sich majestätisch in die Lüfte. Wie von Geisterhand verschwanden die beiden besiegten Geistwesen von der Wiese, gerade so, als wären sie vom Untergrund verschlungen worden. Der Adler allerdings zog über ihnen seine Kreise.

Biarn war durch den Steinkreis ins Freie gesprungen und eilte nun mit großen Schritten auf den Waldrand zu. Und dann konnte auch Charlie die Feinde sehen, die ihnen aufgelauert hatten! Es waren Vile und Ve, die beiden Bärsärker, die sie und Hanna nach ihrer Gefangennahme zu Oden nach Schloss Bilskirne gebracht hatten. Sie gehörten zu Odens treuesten Dienern und hatten sicher nichts Gutes im Sinn.

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Bereits 2014 veröffentlichte die Autorin Marita Sydow Hamann ihre Romantasy "Lovisa - Im Zeichen des Feuers". Weiterhin erschienen aus ihrer Trilogie "Die Erben der alten Zeit" bisher die zwei Bände "Das Amulett" (2013) sowie "Der Thul" (2014). Bücher der Autorin Marita Sydow Hamann werden via Amazon herausgegeben.

© "Die Erben der alten Zeit - Der Thul" - Text und Abbildung des Buchcovers mit freundlicher Genehmigung der Autorin Marita Sydow Hamann

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