Justitias Bruder: Janas Gedanken

Leseprobe aus dem Thriller von Dietmar Kottisch

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Gerechtigkeit

Zum Inhalt des Buches:

Der Thriller "Justitias Bruder" des Autors Dietmar Kottisch schildert auf brutale Weise, wie weit in unserer heutigen Gesellschaft diese Geld-Raff-Gierigen gehen, um ihr krankhaftes Bedürfnis nach Geltungssucht zu befriedigen.

Das Buch kann über den Autor Dietmar Kottisch oder den Internet-Buchhandel bezogen werden.

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Leseprobe aus "Justitias Bruder":

S.57 (Janas Gedanken über die Misere der heutigen Zeit)

Sie wollte etwas sagen, aber er kam ihr zuvor. "Es interessiert mich nicht. Du verschwindest hier für vier Tage, ich weiß nicht, wo du bist. Und dann lese ich Zeitung und erfahre, was Ihr gemacht habt, dann sehe ich das Gleiche im Fernsehen."

Er schaute auf den Bildschirm. Dann stellte er den Ton ab.

Sie legte ihre Hände zusammen, als wolle sie beten.

"Ich habe dir mit Absicht nicht gesagt, wo ich bin, weil ich weiß, dass du nicht einverstanden bist mit dem, was wir getan haben."

"Stimmt."

"Und danke, dass du uns bis jetzt nicht verraten hast."

Er schwieg. Dann fragte er trotzdem, warum sie es taten.

Sie konnte es nicht mal genau definieren.

Ob ihr eigener Impuls aus dem damaligen Erlebnis mit ihrem kleinen Bruder kam und latent in ihrem Inneren arbeitete?

Und woher kam die Motivation von Alex und Oliver? Ist es die irrige oder irrsinnige oder total unreale Vorstellung von einer einigermaßen gerechten Welt?

Sind es die täglichen Nachrichten von Mord, Totschlag, Gewalt, Ungerechtigkeit, Betrug?

Sind es die Gewaltvideos in den Computern und die Gewaltszenen im täglichen Fernsehen, die Gewalt als Ventil erzeugen?

Ist es die gefühlte Sinnlosigkeit bei vielen Jugendlichen?

Ob der Faktor Geld der oberste Wert in der Lebensskala ist oder uns permanent eingetrichtert wird?

Dass es überhaupt keine glaubwürdigen Vorbilder mehr gibt, weil sich gerade sehr oft diese Vorbilder als genau das Gegenteil entpuppt haben?

Ist es die Integrationsunfähigkeit anderer Kulturen, die hier leben?

Weil die Institution katholische Kirche so starr und stur ist, dass es schwer fällt, einem Teil ihrer Werte zu folgen. Zum Beispiel der unsägliche und unrealistische Zölibat mit seinen Folgen von Pädophilie oder Päderastie; und die verlogene Handhabung mit den Kindern von Priestern.

Ist es das Misstrauen gegenüber vielen Politikern, die sich Volksvertreter nennen, vom Volk aber sehr weit entfernt sind.

Ist es das perverse Verhältnis zwischen Geld und Leistung in der Wirtschaft, der Industrie, den Banken, dem Sport?

Von der ungeheuerlichen Raffgier Mentalität in den obersten Führungsetagen, die nicht einmal selbst mit ihrem eigenen Vermögen haften, ganz zu schweigen.

Dass der Verlust der Intimsphäre durch allgegenwärtige Beobachtungen und Durchleuchtungen ein Gefühl der Gefahr hervorruft, gehört perverser maßen schon zur Alltäglichkeit und wird schon gar nicht mehr real wahrgenommen. (George Orwell "1984" lässt grüßen.)

In einem Sozialstaat, in dem die sozialen Berufe vernachlässigt werden, zur gleichen Zeit aber die Banken und die Wirtschafts-Giganten auf Kosten der Bevölkerung noch reicher gemacht werden, für dieses Land ist der Begriff Sozialstaat inkonsequent.

Und ihr Zornespegel stieg nach oben, als sie gehört hatte, dass Margot Honecker, die Ehefrau des ehemaligen ostdeutschen Diktators Erich Honecker in Argentinien vom westdeutschen Staat eine Rente von 1500 Euro bezieht, eine Frau, die ungeheure Schuld auf sich geladen hat. Eine normale Arbeitnehmerin bekommt nach 40 Jahren Arbeit eine Rente von zirka 600 Euro!

Geschieht das Positive nur im kleinen verborgenen Winkel der Weltgeschichte?

Beruhigt Mutter Teresa ein eventuell unbewusstes schlechtes Gewissen?

Wie Alex gesagt hat: "Ich bin heute so weit, dass mich gar nichts mehr wundert."

Resignation wäre eine verdammt schlimme Haltung gegenüber dem Leben, dachte sie.

Nein, lieber die große Wut gegenüber der Ungerechtigkeit.

Und der Kampf im Kleinen.

© Leseprobe "Justitias Bruder: Janas Gedanken" mit freundlicher Genehmigung des Autors Dietmar Kottisch; Bildnachweis: PDPhotos / pixabay.com, CC0 (Public Domain Lizenz)

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