Wenn alles zu Ende ist - was dann?

"Im Dschungel der Liebe" - Ein Buch des Autors Ulrich Radermacher

Buch lesen: Im Dschungel der Liebe

Das so schön eingefahrene Leben ist hin, die Scheidung vorüber - und was jetzt? Eine Frage, die sich viele stellen müssen, gleich ob Mann oder Frau. Niemand möchte gerne alleine bleiben, aber man ist keine zwanzig mehr und geht die Sache mit einer neuen Liebe etwas überlegter an. So sollte es jedenfalls sein. Und da gibt es viele, viele Möglichkeiten.

Der Autor Ulrich Radermacher beschreibt in seinem 2013 erschienenen Buch "Im Dschungel der Liebe" die Suche nach einem neuen Inhalt, nach neuen Wegen und nicht zuletzt auch nach neuen Abenteuern. Seine Ratschläge kommen direkt und frisch aus dem eigenen Erleben - Radermacher zeigt die Möglichkeiten auf, die Man(n) hat, wenn es um das Kennenlernen von Partnern geht.

Dass es sich hier vor allem um die männliche Sicht handelt, stört dabei nicht. Erstens sind viele der Tipps auch für Frauen interessant, zweitens gibt es nicht sehr viele Ratgeber für Singlemänner, die von einem tatsächlich Betroffenen kommen, also von einem, der das ganze Abenteuer durchgemacht hat.

Radermachers Buch gerät tatsächlich zu einem Trip durch den Dschungel. Frauen kreuzen seine Wege - Frauen, die praktisch repräsentativ für viele Suchende sind, wobei selten alles so ist, wie es scheint. Auch wenn man die Teenagerzeit längst hinter sich gelassen hat, ist die Frage "Worum geht es bei Liebe eigentlich?" nicht geklärt. Natürlich hat man seine eigene Definition fest installiert - und dann passiert das, was immer passiert, wenn man auf der Suche ist: aus einer schön aufgebauten, übersehbaren Lebenslandschaft wird ein Dschungel. Und da geht es auch um eine spezielle Art des Überlebens.

Hinweis an unsere Leser: Das hier rezensierte Buch ist leider vergriffen

Das Buch von Ulrich Radermacher entwickelt sich vom Ratgeber zum Erlebnis - oder besser gesagt: zum Überlebensbericht eines Mannes, der Liebe, Sex, Zweisamkeit und Vertrauen sucht und niemals alles in einer Person findet. Nicht anders als ein Teenager wird Verliebtheit mit Liebe durcheinandergeworfen, gerät der absolute Wunsch nach einem bestimmten Menschen zur Obsession - erfährt man letztendlich, dass man noch immer nicht so richtig weiß, dass dazu mehr als eine leidenschaftliche Vorstellung gehört, und: dass Ernüchterung schmerzhaft ist.

Das "Schöndenken" funktioniert noch wie damals, in den Bravo-Zeiten, es hat sich nicht einmal die Schmerzintensität geändert. Die ist bei jedem Menschen anders - nur, dass die Erfahrungen eines halben Lebens, oder sogar etwas mehr, nicht vor Torheiten schützen und auch nicht vor dem Hinterfragen einiger Dinge, die man ein für allemal als geklärt erachtet hatte.

Ohne den Zeigefinger zu erheben, beschreibt der Autor authentisch seine und fremde Erfahrungen und würzt diese mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und aktuellen Umfragen. Im Bonusteil seines Ü30-Ratgebers berichtet Ulrich Radermacher in chronologischer Form offen und ehrlich über seinen heftigen Liebeskummer sowie seine Gedanken und Gefühle, als eine neue Liebe an Krebs erkrankt. Am Ende des Buches fasst der Autor noch einmal die 25 wichtigsten Tipps für eine erfolgreiche Suche nach der großen Liebe zusammen. Ob der Leser diesen folgt, bleibt selbstverständlich ihm überlassen.

Wenn Radermachers Berichte zuweilen etwas wirr scheinen, dann kann man das der Authentizität zuschreiben - denn eigentlich könnte das alles ebenso einem Schüler wie einem Senior widerfahren. Ein Dschungel sind die Gefühle, wenn sie wieder so richtig in Fahrt kommen, eigentlich immer.

© "Wenn alles zu Ende ist - was dann?" - ein Textbeitrag von , 2014, sowie Ulrich Radermacher (Textzitat und Abbildung des Buchcovers)

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