Astro-Date - Magisches Geflüster

Literatur der Autorin Marita Sydow Hamann

Buchcover: Astro-Date - Magisches Geflüster

Das Buch:

Die mystische Liebesgeschichte "Astro-Date - Magisches Geflüster" erzählt in spannender Weise von der eins siebenundneunzig großen Britta und ihren Schwierigkeiten, den "passenden" Mann zu finden. Selbst der "Klub der langen Menschen" hat ihr bisher kein Glück gebracht.

Was hat das Schicksal mit Britta vor? Sie glaubt nicht an das Übersinnliche ... doch dann findet sie auf einem Flohmarkt eine rot glühende Astroscheibe ...

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Leseprobe aus "Astro-Date - Magisches Geflüster":

Missmutig schlenderte ich an den Flohmarktständen vorbei und schaute grimmig über den alten Plunder hinweg. Ralf hatte mir den Tag verdorben - schon wieder. Tanja dagegen war mit Herz und Seele dabei, Schmuck, Glückssteine und anderen Krimskrams durchzuwühlen. Etwas unschlüssig stand ich neben ihr und hob wahllos ein altes Medaillon hoch. Es klebte an einem Infoblatt fest, und unter Medaillon und Papier leuchtete eine antike kreisrunde Scheibe silberglänzend auf.

"Haben Sie was Interessantes gefunden?", fragte die ältere Frau hinter dem Stand und lächelte mich freundlich an. "Das ist ein sehr schönes Medaillon, das Sie sich da ausgesucht haben." Sie nickte anerkennend.

Ich hielt das Medaillon zwischen Daumen und Zeigefinger, doch mein Blick galt der seltsamen Scheibe, die jetzt nicht mehr leuchtete. Sie lag da, unspektakulär, wirkte aber trotzdem alt und irgendwie wertvoll.

"Was ist das?", fragte ich und musterte die Symbole, die am Rand der Scheibe im Kreis angeordnet waren.

"Das ist eine Astroscheibe", sagte die Frau. "Ich weiß nicht, wo sie herkommt. Ich fand sie beim Ausmisten auf dem Dachboden."

Jetzt war ich nicht viel schlauer als vorher. Astroscheibe? Ich musste verwirrt genug dreingeschaut haben, denn die Frau setzte zu einer Erklärung an.

"Die Symbole stellen die Tierkreiszeichen dar, als Schriftzeichen und als Figuren. Wie man so etwas anwendet, das weiß ich allerdings auch nicht."

"Was kostet diese Kette?", fragte Tanja dazwischen und lenkte die Aufmerksamkeit der Frau auf sich.

Ich hörte ihr Gespräch nicht. Ich starrte wie hypnotisiert auf die Symbole auf der Scheibe, die nun wieder silberglänzend aufleuchteten. Wie magisch angezogen, streckte ich meine Hand aus und berührte die fremdartigen Schriftzeichen ganz leicht mit meinen Fingern. Sie begannen, rot zu glühen. Ruckartig zog ich die Hand zurück.

"Habt ihr das gesehen?", fragte ich verblüfft.

"Was denn?"

Die Frau und Tanja sahen zu mir herüber. Die Scheibe lag wieder völlig harmlos da.

"Sind da Batterien drin?", fragte ich.

Die Frau blickte mich verständnislos an.

"Die Zeichen haben geleuchtet", erklärte ich.

Die Frau kam näher, hob die Scheibe hoch und wendete sie. Die Rückseite bestand aus antikem Holz. Nichts deutete auf eine Energiequelle hin.

"Sieht nicht so aus", stellte sie fest. "Das Sonnenlicht muss sich darin gebrochen haben", vermutete sie, hielt die Scheibe hoch und drehte sie hin und her. "Sehen Sie?"

Ich sah, dass die Bronzeplatte, auf der die Symbole angebracht waren, durch die Sonne golden schimmerte, aber nichts leuchtete silbern auf und schon gar nicht rot glühend.

"Hm", machte ich nur, anstatt der Frau zu widersprechen.

"Schauen Sie es sich gern genauer an", bot die Frau freundlich an.

Ich zögerte. Es juckte mich so sehr in den Fingern, die Scheibe noch einmal zu berühren, dass ich vor meinem eigenen Verlangen zurückschreckte. Letztendlich siegte die Neugierde. Ich musste sie berühren, ich wollte sie in Händen halten.

Wie hypnotisiert streckte ich die Hand aus und nahm die Astroscheibe entgegen. Sie war schwerer als ich erwartet hatte, die Symbole schienen handgearbeitet - nicht so perfekt symmetrisch wie bei maschinengefertigten Waren, aber mit dem gewissen Hauch von antiker Wertarbeit.

Als Tanja bei der Frau ihre neu erworbene Kette bezahlte - und beide somit abgelenkt waren -, leuchteten die Symbole erneut silbern auf. Fasziniert starrte ich auf die Zeichen, die vor meinen Augen fast lebendig erschienen: Scharrte das Pferd des Schützen mit den Hufen? Wehte das Haar der Zwillinge im Wind? Zitterte der Skorpionschwanz? Ich hätte schwören können, dass die Jungfrau mir zulächelte ...

Ich blinzelte, und alles war unbeweglich, als wäre nichts geschehen.

Es ist nichts geschehen!, rief ich mich selbst zur Ordnung. Wie kam ich nur auf die Idee, dass die Illusion echt gewesen war?

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Marita Sydow Hamann veröffentlichte im Sommer 2014 ihre Romantasy "Lovisa - Im Zeichen des Feuers". Weiterhin erschienen aus ihrer Trilogie "Die Erben der alten Zeit" bisher die zwei Bände "Das Amulett" (2013) sowie "Der Thul" (2014). Bücher der Autorin Marita Sydow Hamann werden via Amazon herausgegeben.

© "Astro-Date - Magisches Geflüster" - Text und Abbildung des Buchcovers mit freundlicher Genehmigung der Autorin Marita Sydow Hamann

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