Der Krieg der Gegensätze

Rezension zu "Gottessöhne" - ein Buch der Autorin Tyra Reeves

Buch: Gottessöhne

So mancher wünscht sich einen Engel in seinem Leben, und für die junge Kate wird dieser Wunsch auch Wirklichkeit. Der wunderschöne und hinreißende Fremde verdreht der begabten Malerin gründlich den Kopf. Er ist ein liebevoller und aufmerksamer Mann - aber als Kate schwanger wird, reagiert Samsaveel - so nennt sich ihr Geliebter - eigenartig und für Kate unverständlich. Für ihn scheint Kates Zustand eine Katastrophe zu sein.

Was wie eine Liebesgeschichte in der Großstadt beginnt, entwickelt sich zu einem düsterem Szenario des Schreckens, einer Bühne, die dem uralten Stück "Gut gegen Böse" vorbehalten ist und die grausamen Akte dieses ewigen Krieges in grelle Farben taucht. Denn Samsaveel fürchtet nicht um sich - seine Angst gilt der Frau, die er liebt, und dem ungeborenen Kind, von dem er nicht weiß, ob es überhaupt geboren werden darf.

Die Autorin Tyra Reeves nimmt den Leser mit in eine Zeit, in der die Menschheit noch jung und die Göttlichkeit weniger weit entfernt war als heute - in die Zeit der Nephilim, von denen die Bibel berichtet, dass sie Monstrositäten im Auge Gottes waren.

Ihre Väter waren Engel, die herabstiegen und sich Menschenfrauen nahmen, weil sie gewahr wurden, "dass die Töchter der Menschen schön waren". So beschreibt es die Heilige Schrift und Tyra Reeves zeigt eine dramatische und lebendige Version dieser Geschichte. Sie erzählt von der Zerissenheit der Grigori - so nennen sich die Wächterengel, die den Himmel verließen um der Menschen willen und von der Freiheit der Wahl, die jedem Geschöpf gegeben ist.

Kate erfährt von "Sam", dass er ein Grigori ist - und dass ein Krieg stattfindet seit langer Zeit. Drei Dämoninnen, angeführt von Lilith selber, der Nachtjägerin und Mutter alles Dunklen, verfolgen einen grausamen Plan, um die Welt endgültig unter ihre Herrschaft zu bringen - begünstigt und gefördert vom ersten der gefallenen Engel, der tiefer fiel als jeder andere seiner Art: Satan. Wie berauschend sinnliche Luxusgeschöpfe machen die drei Teufelinnen sich mächtige Männer hörig, spinnen ein blutiges und fürchterliches Netz um die Menschen - und als sie von dem Kind des Grigori erfahren, wird die Zeit für die Menschen knapp. Ein Showdown für Gut und Böse nimmt seinen Lauf, dessen Ausgang ungewiss ist.

Tyra Reeves Buch kommt ohne Fabelwesen der neueren Fantasy aus - die Autorin bedient sich meisterhaft der Geschichten, die uns jahrhundertelang begleitet haben und die - jedenfalls wenn Tyra Reeves sich ihrer annimmt - ein unglaubliches Potenzial für das Genre Fantasy/Horror haben. Was die Bibel in dürren Worten eher knapp beschreibt, wird hier zu einer Story, die episch ist: denn der Krieg der Gegensätze beherrscht unsere Welt seit Anbeginn der Zeit. Jeder kann es nachlesen - aber Reeves erzählt es, als sei sie dabei gewesen.

Zur Leseprobe aus Tyra Reeves Buch Gottessöhne

© "Der Krieg der Gegensätze" - eine Rezension von , 2014. Abbildung des Buchcovers mit freundl. Genehmigung der Autorin Tyra Reeves

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