Offener Brief an alle Politiker

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Rechte Arbeiter

Stacheldraht

Sommer 2015. Jeden Tag sehe ich im Fernsehen Berichte über die Flüchtlinge.

Ich sehe Menschen, die voller Freude an Land gehen, weil sie glauben, der Qual, dem Elend und dem Tod entronnen zu sein.

Ich sehe Menschen, die auf der Straße in Kos liegen. Hungrig, durstig - und das schrecklichste sind die Kinder, die so still geworden sind.

Ich sehe Stacheldraht in Ungarn, sehe Blendgranaten und Tränengas in Mazedonien, höre von Flüchtlingen, die von den Rädern der Züge im Eurotunnel in Stücke zerrissen werden.

Und das schrecklichste sind die Bilder aus Freital, Heidenau oder brennende Flüchtlingsheime sonst wo in Deutschland.

Ich höre, wie ein Beamter von zwei Kindern erzählt, die alleine von ihrer Mutter auf den Weg geschickt wurden. Sie wird niemals wissen, ob ihre Kinder noch leben, ob sie heil angekommen sind.

Ich stelle mir vor, wie es wäre, müsste ich meine Kinder auf einen solchen Weg schicken. Der Schmerz würde mich zerreißen.

Du, die du selbst Mutter bist, glaubst du wirklich, diese Frau schickt ihre Kinder auf diesen Weg, damit sie bei uns unsere Mädchen vergewaltigen - nur, weil sie eine Burka trägt?

Glaubst du das wirklich?

Ich glaube, diese Frau ist genau wie du von dem Schmerz um ihre Kinder zerrissen.

Ich höre, wie ein anderer erzählt von dem Mann, dessen Baby aus seinem Arm gerutscht und in das Meer gefallen ist. Ich höre, wie er von dem Schlepper daran gehindert wurde, sein Baby aus dem Meer zu retten.

Er musste zusehen, wie es ertrank.

Müsste ich zusehen, wie mein Baby ertrinkt, der Schmerz würde mich zerreißen.

Du, der du selbst Vater bist, glaubst du wirklich, dieser Mann kommt mit seinem Baby hierher, um Rentnern ihr Feierabend-Bierchen wegzunehmen - nur, weil er Moslem ist?

Glaubst du das wirklich?

Ich glaube, dieser Mann ist genau wie du von dem Schmerz um sein Baby zerrissen.

Sehr geehrte Damen und Herren Politiker.

Es gibt Gründe, warum Ihr gewählt wurdet. In einer Demokratie lassen sich notwendige Arbeiten nur so erledigen. Ihr habt die Banken gerettet, Griechenland auch und momentan sind die meisten von Euch im sicher wohlverdienten Urlaub.

Leider muss ich Euch sagen: Es hat keinen Sinn, den Kopf weiter in den Sand zu stecken.

Marionette

Diese Flüchtlinge sind da.

Es werden noch mehr kommen - und es wird Zeit, etwas zu tun.

Oh, Ihr wollt erst mal alle europäischen Länder auf einen gemeinsamen "Flüchtlingsnenner" bringen.

Bullshit!

Das wird nie gelingen. Es liegt in der Natur der Sache, das unterschiedliche Länder unterschiedlicher Meinung sind.

Oh, Ihr braucht Geld, die Finanzierung muss stehen.

Nochmal Bullshit!

Vorschlag: Länder wie Ungarn oder England geben Millionen für die Errichtung von Zäunen aus. Streicht ihnen ein paar Subventionen, dann habt Ihr das Geld.

Oh, Ihr wollt die Schleuser bekämpfen!

Nochmal Bullshit!

Glaubt Ihr allen Ernstes, das würde die Menschen abhalten zu fliehen?

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Klar, wenn Ihr welche erwischt, ab in den Knast mit ihnen, da gehören sie hin.

Die Menschen in den Ländern, welche fliehen, wird das kaum abhalten. Sie werden wahrscheinlich noch nicht mal erfahren, wenn Ihr Schlepper fangt.

Ich höre und sehe ab und zu Politiker, die irgendwelche halbseidenen Ausreden von sich geben, ähnlich wie oben beschrieben.

HERRGOTT NOCHMAL, ES MUSS DOCH AUCH EIN PAAR POLITIKER MIT GESUNDEM MENSCHENVERSTAND GEBEN, DIE BEREIT SIND, HIER ENDLICH ETWAS ZU TUN!

Hiermit fordere ich Euch auf: Löst endlich zügig, menschlich, ohne dumme Ausreden oder gar unnötige Streitereien dieses Problem. Darum seid Ihr gewählt. Wir sind nicht Eure Marionetten!

© Beitrag "Offener Brief an alle Politiker" von Autorin Monika Linn

Bildnachweis (CC0, Public Domain Lizenz):
- Stacheldraht PublicDomainPictures / pixabay.com
- Marionette definition_soft / pixabay.com

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