Lucia - Mein liebster Wahnsinn

Leseprobe aus dem Roman von Terence Horn

Fantasy-Buch

Rechte Arbeiter

Ratgeber

Lesen: Lucia - Mein liebster Wahnsinn

Das Buch:

Unterhaltsam und mit unverwüstlichem Optimismus erzählt Terence Horn die Geschichte eines smarten, aber auch unreifen Träumers, der sich in ein durchgeknalltes Mädchen verliebt. Ein buntes Sammelsurium aus naivem Aufbegehren, einer unbefriedigten Sehnsucht nach Freiheit und der Unwissenheit, dass das wirkliche Leben woanders stattfindet.

Der sensible und orientierungslose, aber auch smarte Rossi treibt durch die ausklingenden 80er ungebremst in die 90er Jahre. Auf seinem Weg nimmt er alles mit, was er an verbotenen Kräutern, Abenteuern und Mädchen in die Finger bekommt, einfach um Sinnlosigkeit, Landleben und Langweile zu entkommen. Temporeich schleift Rossi den Leser über eine Hippie-Aufführung in die Dorfdisco, bis nach Amsterdam, um schließlich in den Armen der verrückten Lucia zu landen.

Rossi verfällt der Vergnügungssucht, dem Rausch, einfach jeglicher Lebenslust und wird sogar zum Drogendealer. Für ihn ist es ein Traumjob, der neben Geld, Party und einem Leben auf der Überholspur einige Schwierigkeiten mit sich bringt, denen Rossi mit Mut, Humor und Charme begegnet. Bis sich Rossi, Lucia und ihre Freunde in einer nicht enden wollenden Party verlieren, die jäh endet. Unser Buchtipp: besonders empfehlenswert!

Leseprobe aus "Lucia": Kabine drei

Ich war nicht müde, aber ziemlich verschwitzt, ich wollte duschen. Also schlappte ich hoch in den Gemeinschaftsraum, schnappte mir ein Handtuch, den Kulturbeutel, was man so braucht und rein in den Duschraum. Drei schlichte Kabinen, sowie ein großer Heizboiler, hinter zwei Waschbecken. In der ersten Kabine, die Türen waren leicht milchig, stand eine blonde Topmodel-Venus, splitterfasernackt. Sie duschte ihren anbetungswürdigen Körper, aber so was von. Vor lauter Überraschung und Geilheit strecken mich drei gefühlte Herzinfarkte nieder, gleichzeitig wohlgemerkt.

Ich schüttelte mich, mein Blick wanderte vorwärts zu Kabine zwei. Leer! Kabine drei stand offen. Halb in der Kabine, halb im Gang, erblickte ich zwei Pfirsichbrüste, die alles Dagewesene in meinem Kopf unwiderruflich löschten, um Platz zu schaffen, für dieses anbetungswürdige Kunstwerk. Dieser Augenblick war so tiefgreifend, ich erlebte eine Nah-Tod-Erfahrung. Die Türe zum Paradies war weit geöffnet, sodass ich die Herrlichkeit Gottes sah, doch die Engel kannten kein Erbarmen. Sie ließen mich nicht eintreten, mein Körper war sexuell zu aufgeladen fürs Himmelreich. Ich drehte mich um, ging noch mal raus und schaute auf das Schild. Es war die Männerdusche, also nicht mein Fehler. Ich schlappte wieder rein, schloss die Türe hinter mir und drängte mich vorsichtig an der Topmodel-Venus Kabine vorbei, ebenfalls an der leeren Kabine zwei, dann erreichte ich Kabine drei.

Meine persönliche Nah-Tod-Erfahrung trocknete gerade ihren, es war einfach so, hübsch frisierten Venushügel. Mit einem Handtuch rubbelte sie da unten rum und ließ das Blut aufkochen, welches in mein Zentrum stürzte. Ich begann zu taumeln und fragte mich: Wie soll ich ihren Körper nicht berühren, geschweige denn bei Bewusstsein bleiben? Natürlich wusste ich keine Antwort, schloss die Augen, klemmte meinen Schwanz zwischen die Beine und schlich wie so ein Gecko die Wand entlang. Irgendwie schaffte ich es in die hinterste Ecke des Duschraums, wo ich mich so diskret wie möglich auszog.

Penibel darauf bedacht, keinen Blick auf Kabine eins oder drei zu werfen, legte ich ein Handtuch um, packte all meinen Mut zusammen und drehte mich um die eigene Achse. Die Nah-Tod-Erfahrung aus Kabine drei stand mit dem Rücken zu mir vorm Waschbecken. Nackt und ohne mich zu beachten, bot ihr griffiger Po ein Schauspiel vor dem Herrn, es war reine Gotteslästerung. Ich versuchte tief und gleichmäßig zu atmen, wankte in die freie Kabine zwei und schloss die Tür. Die Topmodel-Venus verdrängte ich, genauso wie die Nah-Tod-Erfahrung von nebenan. Ich beruhigte mich ein wenig und drehte auf, so heiß wie möglich. Das warme Wasser verschaffte mir eine erste Linderung, dann holte ich mir so diskret wie möglich einen runter. Es ging nicht anders, die Pilze zwangen mich dazu. Anschließend duschte ich meinen überhitzten Körper eiskalt ab. Als ich fertig war und die Tür öffnete, stand meine nackige Nah-Tod-Erfahrung keine Handbreit vor mir. Mit einer nach Kokosmilch riechenden Creme verwöhnte sie ihren Körper, worauf mich die gefühlten Herzinfarkte vier bis zehn aus dem Spiel nahmen.

Die gesalbte Nah-Tod-Erfahrung ignorierte lächelnd meinen Tod, sie widmete sich weiter detailliert der Pflege ihrer Schenkel. Dabei stützte sie sich mit einem Fuß am Waschbecken ab. Ich sah alles! Mit zerfetztem Herzmuskel, Atemstillstand und Lähmung des Bewegungsapparats fiel ich in meine Ecke, gleich neben dem Heizboiler. Dort trocknete ich meinen geschundenen Leib, nur um diesen leblosen Körper in Kleidung zu hüllen. Dann drehte ich mich um, und Gott sei Dank, sie war in eine Jogginghose geschlüpft. Ihr Oberkörper hingegen lag weiterhin blank, weshalb ich mich abwendete. Stattdessen blickte ich in den Spiegel und richtete mein Haar. Wir standen also so da rum, keiner sagte etwas. Ab und an blickte ich zu ihr und sie zu mir, unsere Blicke trafen sich. Die Nah-Tod-Erfahrung zeigte offenkundig Interesse, lächelte wiederholt zu mir rüber und blickte vielsagend auf die freie Kabine drei. Ich dachte an Lucia, die unten schlief, aber es war sinnlos, ich konnte dieser Versuchung nicht widerstehen. Ihre Schönheit war überwältigend. Ich würde mit ihr in diese verfluchte Kabine drei gehen, und ich wusste auch warum. ...

Im Buch von Terence Horn erfahrt ihr, wie es weitergeht. Der Roman Lucia - Mein liebster Wahnsinn ist in verschiedenen Formaten über den Buchhandel erhältlich.

© Beim Autor Terence Horn bedanken wir uns für diese Leseprobe und die Abbildung des Buchcovers

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