Alles außer perfekt - Eine Liebesgeschichte

Leseprobe aus dem Roman von Reiner Günter

Lesetipp: Alles außer perfekt

Das Buch:

Das Leben könnte so schön sein und man sollte es einfach genießen! Chris und Svenja, ein junges, frisch verliebtes Paar, haben genau das vor.

Aber bei ihrem Start ins gemeinsame Leben stellen sie schnell fest, dass es die eigenen kleinen Schwächen, vor allem aber jede Menge nervender Zeitgenossen sind, die immer wieder für turbulente Überraschungen sorgen. Egal ob im Skiurlaub, beim Möbelkauf oder im Wellnesshotel, überall lauern sie, die kleinen Ärgernisse des Alltags. Und wie begegnet man denen? Mit Scharfsinn und Humor!

"Alles außer Perfekt" - eine heiter, ironische Liebesgeschichte - ist das erste Buch des Autors Reiner Günter und wurde Ende 2015 veröffentlicht. Die Inspiration dazu suchte Günter sich als begeisterter Segler im holländischen Friesland. Eine Fortsetzung dieses Romans ist in Planung.

Leseprobe: Wellness ohne Gnade

Ein Geburtstagsgeschenk soll vor allem eines machen: Freude. Einem Mann wie Chris etwas zu schenken, das ihm Freude machte, war jedoch eine schwierige Geschichte. Mission impossible sozusagen. Seit Tagen hatte sich Svenja den Kopf zerbrochen. Sie kannte zwar inzwischen seinen Geschmack recht gut, aber genau das war das Problem. Eigentlich hatte er alles, was ihm gefiel. Eine gute Idee musste also her.

Svenja machte es sich mit einer Tasse Glühwein auf ihrem Sofa Drom gemütlich und dachte nach. Chris kochte gerne. Also etwas für die Küche? Zu unpersönlich. Ein toller Herrenduft? Zu langweilig. Streng dich an, dachte sie, irgendetwas Schönes wird dir ja wohl einfallen. Sie sah auf die Uhr. Gleich sechs. Ihr Freund machte mal wieder Überstunden. Er arbeitete ziemlich hart in letzter Zeit, das Projekt mit dem Bankhaus lief noch nicht so, wie er es sich vorstellte. Ruhe und Entspannung kamen momentan eindeutig zu kurz. Das war die Idee! Ein Wochenende in einem Wellnesshotel. Da könnte er endlich mal ausspannen. Und sie so ganz nebenbei auch.

Also Laptop aufgeklappt und bei Google "Wellnesshotel" eingegeben. Angebote satt. Sie nippte an ihrem Glühwein und ging die Anzeigen durch. Ein Hotel im Sauerland wäre schön, da läge jetzt sicher schon Schnee. Und zu ihrer großen Freude gab es eine erstaunliche Auswahl an ganz vorzüglichen Hotels mit den verschiedensten Angeboten. Was es da alles gab. Türkische Dampfbäder, russische Banjas und Massagen aller Art, von klassisch über Hot Stone bis zur Fußzonenreflexmassage. Bei der Vorstellung, jemand würde Chris die Füße massieren, musste sie grinsen. Er war doch so kitzelig, besonders an den Füßen. Und an einer bestimmten Stelle am Rücken. Egal, da musste er durch. Das Sport- und Wellnesshotel "Gut Hohenhof" in Schmallenberg hatte die größte Auswahl. Hier gab es alles, was den gestressten Architekten verwöhnte. Yes!. Das war es, das perfekte Geburtstagsgeschenk. Ein Wochenende im "Gut Hohenhof". Sie buchte sofort online für den kommenden Freitag, Chris' Geburtstag. Würde der sich freuen.

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Am Freitagmorgen stand Svenja ausnahmsweise vor ihm auf, deckte den Tisch und stellte Blumen und Kerzen darauf. Auf seinen Teller legte sie den Umschlag mit der Geburtstagskarte, die sie selbst gedruckt hatte. Das Motiv war ein Foto vom Hotel. Im Schnee. Sie war gespannt auf seine Reaktion. Ein wenig verschlafen betrat das Geburtstagskind die Küche.

"Guten Morgen, alles Liebe zum Geburtstag", begrüßte sie ihn und nahm ihn in den Arm. "Herzlichen Glückwunsch!"

"Danke", erwiderte er, "wie lieb von dir." Er blickte auf den liebevoll gestalteten Frühstückstisch, gab ihr einen Kuss und setzte sich an seinen Platz. Noch einmal betrachtete er die hübsche Dekoration, dann goss er sich Kaffee in die Tasse.

"Und was ist das hier schönes?", fragte er und nahm den Umschlag auf. "Für Chris", stand darauf.

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"Dein Geschenk!", sagte Svenja und die Spannung war ihr anzumerken. Umständlich öffnete er das Couvert, nestelte die Karte heraus und betrachtete das Foto. Seine Augenbrauen zogen sich zusammen und Falten traten auf seine Stirn. Er schien nicht zu verstehen, was das Foto zu bedeuten hatte. Svenja biss sich auf die Lippen. Schweigend drehte er die Karte um und las den erläuternden Text.

Lieber Chris, alles Liebe und Gute zu deinem Geburtstag! Das Hotel auf dem Foto wird an diesem Wochenende unsere Ruheoase sein. Du hast in letzter Zeit so viel gearbeitet, dass ich der Meinung bin, du hättest dir Mal eine Phase der Ruhe und Entspannung verdient. Lass dich mal verwöhnen! Deine Svenja!

Ein Lächeln löste die Falten auf seiner Stirn. Er stand auf und schlang seine Arme um ihren Hals. "Danke schön, das ist ja ein tolles Geschenk. Und wer genau verwöhnt mich da?", fragte er mit frechem Grinsen.

"Lass dich überraschen. Habe ich alles schon organisiert."

"Na dann werde ich zur Feier des Tages heute mal früher Schluss machen, damit wir den Nachmittag im Hotel noch genießen können."

Svenja freute sich, dass ihr Geschenk offenbar ein Volltreffer war. Um ihn noch mehr zu begeistern, erzählte sie von den vielen tollen Anwendungen, die sie für ihn gebucht hatte. Chris fragte sich zwar insgeheim, ob das alles auch wirklich etwas für ihn wäre, behielt seine Skepsis aber für sich. Er wollte ihr die Freude an ihrem Geschenk nicht verderben. Außerdem wusste er ja auch noch gar nicht, was da alles auf ihn zukam. Und das war gut so.

Am zeitigen Nachmittag checkten sie im "Gut Hohenhof" ein. Um diese Jahreszeit waren nicht allzu viele Gäste im Hotel, was auch kein Nachteil war, sie wollte ja schließlich entspannen. Das Haus machte einen sehr gepflegten Eindruck und das Personal war nett und zuvorkommend. Sie beschlossen, erst noch einen Kaffee zu trinken, bevor sie sich in den Wellnessbereich begeben würden. Nach einem Saunagang war für Chris eine Ayurveda Massage gebucht und bis dahin war noch Zeit genug für eine schöne Tasse Kaffee. Sie gingen also ins Restaurant, nahmen an einem Tisch am Fenster Platz und bestellten Torte und Cappuccino. Chris sah aus dem Fenster. Es war ein trübgrauer Tag und es schneite ein wenig. Genau das richtige Wetter für einen Saunaabend. Eine große Mercedeslimousine rollte auf den Parkplatz. Dortmunder Kennzeichen.

"Das ist ja ein Zufall", meinte Chris, "da kommen noch Gäste aus Dortmund." Ein ungleiches Paar stieg aus dem Wagen. Chris stutze. Das war doch ... ja, das war Dr. Meierling, der Notar, mit dem er beruflich hin und wieder zu tun hatte und der mit seinem Chef befreundet war. Meierling war auch Segler und er hatte sich bei der Einweihung seiner neuen Kanzlei, die ihr Architekturbüro entworfen hatte, mit ihm und seiner Frau begeistert übers Segeln unterhalten. Die blonde Lady, die da jetzt mit ihm Arm in Arm zum Hoteleingang spazierte, war allerdings nicht seine Gattin. ...

© Leseprobe zu "Alles außer perfekt": Bei Reiner Günter bedanken wir uns für diese Leseprobe und die Abbildung des Buchcovers.

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