Die Bedeutung der Spinne als Krafttier

Krafttier Spinne: Die Kreuzspinne

Dem Krafttier Spinne begegnet man sehr oft, denn Spinnen gibt es fast überall. Viele Menschen mögen die achtfüßigen Weber nicht, manche stehen sogar große Ängste aus. Die Spinnenphobie ist eine der häufigsten Angstphobien überhaupt.

Warum das so ist, wird nicht ganz klar. Spinnennetze sind auch nicht gerade beliebt, was eigentlich schade ist. Denn erstens einmal sind die kunstvollen Fallen wunderschön, und zweitens bleibt so manche Fliege darin hängen. Und die sind ja nun auch nicht gerade beliebt.

Ausgediente Spinnennetze nun sind sogar der Inbegriff von Schlampigkeit oder sehr düsterem "Wohnambiente", denn kein Horrorfilm kommt ohne eine große Sammlung von "Spinnweben" aus. Aber trotzdem kommt den Spinnen in so gut wie jeder Kultur eine ganz besondere Stellung zu. Sie ist die große Weberin - diejenige, die das Schicksal der Menschen spinnt und deren Faden gleichbedeutend mit dem Leben selber ist.

So sahen das die Kelten und Germanen, Asiaten und Afrikaner sowie auch die Völker Nordamerikas. In Griechenland war "Arachne" eine berühmte Weberin, die sich mit Pallas Athene anlegte, indem sie die Göttin der Weisheit und des Krieges zu einem Wettstreit im Weben herausforderte. Pallas unterlag und bekam einen Wutanfall. Scheinbar hielt sie nichts von Selbstbeherrschung. Als Arachne sich erhängte, rächte sich die Göttin furchtbar, indem sie die Weberin in eine Spinne verwandelte und einen kräftigen Fluch dazugab. Arachne und ihre Nachkommen sollten auf ewig Fäden spinnen.

Es ist ungeheuer faszinierend, einer Spinne beim Weben eines Netzes zuzusehen, wenn man denn das Glück hat. Hat sie es dann fertiggestellt, nutzt sie diese Falle auf die effizienteste Weise. Ihr Hauptfaden leitet jede Bewegung an ihre empfindlichen Sensoren weiter, und so weiß sie sofort, dass sich ein Beutetier im Netz gefangen hat. Sie kommt blitzschnell hervor und behandelt die Beute, so wie es der Art der Jägerin entspricht.

Was also könnte uns die Spinne mitteilen wollen? Erstens mahnt sie uns, das Leben als Ganzes, als Gewebe zu sehen. Faden für Faden verläuft für sich, kreuzt und knüpft sich dann vielleicht mit anderen Fäden und verliert sich dann wieder im Gewebe des Lebens. Ein Hinweis auf die Ordnung, der wir alle unterliegen. Das klingt banal, aber manche Menschen brauchen ab und zu eine Erinnerung daran. Sonst verfangen sie sich in einem anderen Netz: der Kleingeistigkeit und der eingeschränkten Sicht der Dinge.

Aber ganz speziell meint die Weberin der Lebensfäden etwas anderes. Es hat mit der Sorgfalt zu tun, etwas aufzubauen. Eine Beziehung vielleicht oder auch eine Karriere. Etwas, das wichtig ist und einem das bringt, das man haben möchte. Ein Netz ist nicht nur Falle - es ist in unserem begrifflichen Denken auch ein Schutz. Es fängt auf und bewahrt vor Schaden. "Sei sorgsam mit deinem Leben, spare nicht an positiver Aufwendung. Reagiere sofort, wenn es nötig wird. Gestalte deine Welt mit, denn das liegt in deiner Macht. Auch wenn du ein Teil eines großen Ganzen bist."

Wem die Spinne besonders auffällt, also positiv auffällt, vielleicht weil ein besonders schönes Netz zu sehen ist, der wird aufgefordert, seine Welt genau zu betrachten und zu prüfen. Vielleicht muss "ausgebessert" werden, oder aber es haben sich Dinge verfangen, die nicht dazugehören. Möglicherweise auch Menschen.

Die Spinne ist schöpferisch in bester Weise - und verfügt über großes Wissen, denn ihr Netz ist eine Erinnerung an das große Gewebe des Lebens. So sahen es die Altvorderen und sie hatten wohl auch recht damit. Die Spinne

Zu weiteren Krafttiere Beiträgen: Leitartikel zur Serie | Der Specht | Der Skorpion | Der Schwan | Das Schwein

* * *   Beachten Sie auch unsere Serie Tarotkarten und ihre Bedeutung   * * *

© "Die Bedeutung der Spinne als Krafttier" - Textbeitrag und Abbildung der Kreuzspinne:

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