Rollenspiele: Die Heldenreise des jungen Ben

Rezension zu "Kriegertod: Bens Geschichte"

Ein Jugendbuch der Autorin K. A. Winter

Kriegertod: Bens Geschichte

Stell Dir vor, Du bist vierzehn Jahre alt. Und Du lebst mehr als ein Leben.

Das ist gar nicht so sonderbar, wie es klingt, jedenfalls nicht für Ben. Der vierzehnjährige Schüler hat eine Leidenschaft: Rollenspiele. Dieses Hobby kettet ihn allerdings nicht die meiste Zeit an den PC, sondern führt ihn und seine Mitspieler in die Wälder. Dort wird Ben zu Ragnar, einem jungen Wikingerkrieger, der seine Heimat gegen die Jöten schützen muss. Bei den Wikingern ist die Kindheit kurz, man ist früh ein Mann. Jedenfalls wenn man sich als würdig erwiesen hat.

Es gibt auch Träume, die Ben/Ragnar ebenfalls in die Welt der Wikinger bringen, wo er der Sohn des Königs ist.

Mit vierzehn ist das Leben nicht so leicht, wie sich das die Erwachsenen möglicherweise vorstellen, weil sie es längst vergessen haben. Überschaubar ist es da eher im Rabenwald, wo Ben sich mit seinen Freunden trifft und in die Rolle des Kriegers schlüpft. Die Dinge sind dort einfacher zu klären und zu handhaben. Die Nähe des Todes (so wie man sich das vorstellt bei den Wikingern) ist da ein geringer Preis.

Eigentlich wäre alles geregelt, denn Ben geht zur Schule und kommt klar. Fast so klar wie in seinem Leben als ehrenhafter Krieger. Aber dann durchfährt ein Schlag alle Welten, in denen Ben lebt: Sein Vater ist unheilbar und hoffnungslos krank.

Jetzt beginnt die eigentliche Kriegerprüfung für den Jungen

So hatte Ben sich das wahrscheinlich nicht vorgestellt - aber auch in dem Leben, in dem es Zeugnisse, Schulen, Noten und Eltern gibt, ist das Kriegertum zu Hause. Nur ist es versteckt und niemand schlägt dazu den Takt auf Schilde, wie bei den Wikingern.

Ben weiß von einem alten Schwert aus dem Ersten Weltkrieg. Das will er für seinen Vater holen und es ihm in die Hand geben. Denn nur der Krieger, der mit dem Schwert in der Hand stirbt, wird Walhall erreichen, die endgültige Heimstatt aller Helden.

Und so fährt Ben (oder vielleicht doch Ragnar) auf eigene Faust los, um seine Welt und die Welt seines Vaters zu einem Weg in die Erlösung zu verknüpfen. Wie bei jeder Heldenreise begegnen ihm viele Dinge, die er braucht, um das Kind endgültig hinter sich zu lassen.

Die Geschichte um den jungen Ben erzählt einen Aspekt der archetypischen Heldenfahrt des Kriegers. An deren Ende steht nicht der immerwährende Kampf, sondern ein gesteigertes Verständnis der Dinge. Der Anwärter findet Menschen und Einsichten auf seiner Fahrt, die er für seine weitere Entwicklung brauchen wird. Und für die nächsten Fahrten, denn die Reise wird immer wieder neu gemacht werden müssen.

Rollenspiele können hilfreich sein, so wie in Bens Fall, denn diese Welt hilft ihm, in der anderen zu bestehen. Die Autorin K. A. Winter hat mit "Kriegertod: Bens Geschichte" eine sehr interessante Geschichte geschaffen, die viel Raum zum Nachdenken lässt.

Das Jugendbuch bietet Action und Abenteuer auf rund 80 Seiten und ist als Taschenbuch und E-Book im Online-Handel erhältlich. Empfohlenes Lesealter: ab 11 Jahren.

© "Rollenspiele: Die Heldenreise des jungen Ben" - eine Rezension von , 2017. Bei der Autorin K. A. Winter bedanken wir uns herzlich für das Coverbild und das Leseexemplar

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