Rezension: Reden wir über Geld

Niki Lauda und seine Autobiografie

Rezension: Reden wir über Geld. Autobiografie von Niki Lauda

Niki Lauda redet über Geld. Und das macht er so, wie es gemacht werden sollte: schnörkellos und präzise. Der ehemalige Rennfahrer Lauda hat mit Geld zu tun, seit er das Licht der Welt erblickte. Und hat sich davon nicht vereinnahmen lassen. Wer das Buch liest, ist erstaunt über die Art und Weise, wie Lauda über das spricht, das ihn ein Leben lang begleitet hat.

Dabei hatte das anerkannt schwarze Schaf der Familie es nicht leicht mit dem Medium Geld. Wer das, was er will, tun möchte, muss sich ranhalten. Und genau das hat er getan.

Du musst deinen eigenen Weg gehen, auch gegen Widerstände. Das Geld folgt dann schon.

Hinter diesem Satz steht die Erfahrung von einem, der sich immer gegen Widerstände behauptet hat, um genau das tun zu können, was er wollte.

Und dann erzählt Lauda, wie das Geld tatsächlich gefolgt ist. Und wie diesen Strom der Weg geöffnet hat - mit seiner Arbeit, seiner Leidenschaft, und vor allem mit seinem Willen.

Wer das Buch anfängt zu lesen, fühlt sich tatsächlich als Mitfahrer in einem Formel 1 Wagen. Die Türen sind geschlossen und die Fahrt beginnt. Das Cockpit ist die Welt und es gibt nichts als den Kurs, die Technik und die Zeit. Kein Platz für Ineffizienz.

Niki Lauda beschreibt seine Art, mit Zeit und Geld umzugehen. Und wie er mit Fehlern umgegangen ist. Minimalismus kann zu Reichtum führen und ihn erhalten, ohne dass dadurch die Seele verarmt - wenn er bei den richtigen Dingen eingesetzt wird.

Geld und Regeln

Es gibt sehr viele Bücher über Geld. Aber keines kann so direkt die Basis behandeln, wie die prägnante Darstellung in Laudas Buch. Die Regeln sind denkbar einfach:
- Gib weniger aus, als du verdienst
- Hänge nicht dem Nutzlosen an
- Schreib es nicht auf, tu es einfach

Das sind einige der Sätze, die sofort zum Nachdenken anregen. Ganz einfach, weil es so einfach nachvollziehbar ist. Und für viele Menschen doch sehr schwer zu verwirklichen. Man fragt sich sofort, warum man eigentlich eine "To-do-Liste" braucht!

Lauda sagt in seinem Buch, dass er von der Zeit besessen ist. Oder vielmehr, vom Zeit sparen. Das könnte mit der Formel 1 zu tun haben, wie er denkt. Da geht es um Sekundenbruchteile. Das prägt.

Dabei ist es recht einfach, sich mehr Zeit zu verschaffen.

Es geht in diesem Buch natürlich nicht nur um Geld. Es geht um ein Leben. Denn um Geld zu verdienen und zu behalten, muss man am Leben sein. Und Lauda erzählt seine Geschichten aus der Kindheit ebenso präzise wie über seine Erfolge und Niederlagen: direkt. Ohne Verklärungen oder Wortgirlanden.

Und trotzdem liest sich dieses pralle Leben sehr lebendig und zuweilen auch witzig. Weil es tatsächlich so ist, wie es geschrieben steht.

"Fad" ist ein österreichisches Wort, das für Lauda einen gewissen Stellenwert hat. Denn sobald es fad wird, ändert er etwas. Das ist schon eine kleine Lektion für sich. Jeder sollte etwas ändern, wenn dieses Gefühl überhandnimmt.

Wenn man das Buch gelesen hat - also aus der Rennmaschine ausgestiegen ist - und es Zeit für das Resümee wird, dann kann man es so direkt sagen, wie Niki Lauda es vielleicht tun würde: Rasant, spannend, hilfreich - und bestimmt nicht fad.

Niki Laudas Autobiografie Reden wir über Geld (ISBN 978-3990011430) erschien im Oktober 2015 beim Wiener Verlag "edition a" und wurde von der Kronen-Journalistin Conny Bischofberger in Worte gefasst. Das Buch liegt als gebundene Ausgabe, als E-Book sowie als Hörbuch vor.

© "Niki Lauda: Reden wir über Geld" - eine Rezension von , 2015. Dem Verlag edition a danken wir für das Rezensionsexemplar

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