Ein haarsträubend unwiderstehlicher Humor

Rezension zu "Tharsya - Die Rückkehr der roten Drachen"

Ein Fantasy-Roman der Autorin Ruth M. Fuchs

Fantasy lesen: Tharsya. Die Rückkehr der roten Drachen

Eigentlich wollte Lumiggl Farnwedel an diesem besonderen Tag ja sein Eheglück begründen. Das heißt, er wollte um die zierliche Patschhand des ehrenwerten und hübschen Fräulein Milvola anhalten. Aber dann passierte das, was man in der Menschenwelt als "Kettenreaktion" kennt: es fing an, schiefzugehen.

Lumiggl Farnwedel, seines Zeichens ein Wombling, bewunderte eben noch sein neues Hemd mit den hübschen Stickereien, doch es kam nicht mehr dazu, dass Milvola das auch bewundern konnte. Denn da war der vorwitzige, aber unwiderstehliche Elf Floritzl, der das, was dann passierte, ganz gewiss nicht gewollt hatte.

Jedenfalls war der Zeitplan im Eimer und das Hemd nicht mehr vorzeigbar. Der verzweifelte Wombling wollte den Schaden beheben, doch da gab es ein weiteres Problem. Man sollte sich eben nicht mit Wassernymphen einlassen. Die sind nämlich äußerst launisch und zickig. Und sie tun schon aus Prinzip nichts umsonst.

Die Drachen auf Rachemission

Was anfängt wie ein lustiger Schwank aus der Anderswelt, entwickelt sich zu einer wunderschönen Abenteuergeschichte, in der manches völlig anders ist, als es zunächst aussieht.

Die Autorin Ruth M. Fuchs versteht sich auf das Erschaffen von Welten, die komplex und faszinierend durchdacht sind. Sie bevölkert ihr Land Tharsya mit verschiedenen Wesen, die ihre Eigenarten und ihre Vorzüge ebenso haben wie ihre Macken. Man lernt so einiges über das Liebesleben der Zwerge, die Hochnäsigkeit der Baumnymphen und wundert sich über die Erbsenzählerei der Feen. Ob nun aber Wombling, Elf oder Zwerg - es kommt darauf an, im Moment der Gefahr über sich hinauszuwachsen.

Das beschauliche Ländchen wird nämlich aus seiner sonnengoldenen Beschaulichkeit gerissen, denn die roten Drachen sind zurückgekommen. Als eher bösartige Vertreter ihrer Art wurden sie auf eine Insel verbannt, die magisch gesichert war. Wobei die Betonung auf "war" liegt. Denn auf einmal tauchen sie überall auf und verbreiten Angst und Schrecken. Und sie sind nicht allein, denn Gestaltwandler mit langen, spitzen Fangzähnen unterstützen die Drachen bei ihrer Rachemission. "Blutschmauser", wispert es überall - und sie sind fast unbezwingbar.

Es dauert so seine Zeit, bis die verschiedenen "Fraktionen" von Tharsya sich zusammenschließen und ihre Animositäten vergessen, um den Untergang abzuwenden. So etwas soll ja auch schon bei den Menschen vorgekommen sein. Aber dann sind Klugheit, Mut und Freundschaft gefragt - Eigenschaften, die Elfen, Zwerge oder Lumiggl in hohem Maß besitzen. Bei dem einen oder anderen muss das zwar ein wenig herausgekitzelt werden, aber wenn sogar die Feen an mehr als ihre eigenen Angelegenheiten denken, sollte das reichen, um mit jeder Gefahr fertigzuwerden.

Ruth M. Fuchs schreibt ihre Geschichten mit unwiderstehlichem Humor. Ob die Episoden nun gerade traurig sind oder äußerst spannend - man liest jede einzelne mit einem Lächeln. Man kann gar nicht anders. Die Abenteuer um die roten Drachen in Tharsya haben das Zeug zu einer richtigen Saga. Eine, die möglicherweise einem gewissen Herrn Tolkien gerecht wäre. Nur viel lustiger.

Der Fantasy-Roman "Tharsya - Die Rückkehr der roten Drachen" ist Ende 2016 im Raposa Verlag erschienen und weist rund 500 Seiten auf. Als Taschenbuch sowie als E-Book ist dieser spannend-lustige Roman im Handel erhältlich (ISBN 978-3981802979).

© "Ein haarsträubend unwiderstehlicher Humor" - eine Rezension von , 2017. Bei der Autorin Ruth M. Fuchs und dem Raposa Verlag bedanken wir uns für das Coverbild und das Rezensionsexemplar, das uns lustige Lesestunden bescherte

Der Name Ruth M. Fuchs bürgt für Fantasy-Romane auf hohem Niveau: Mehr Rezensionen zu ihren Büchern Erkül Bwaroo und Vergessen? Ach wo!

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