Die Sage von der Nixe und der Schwarzkunst

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Sage von der Nixe und der Schwarzkunst

Im Erzgebirge, am Ufer des Flusses Eger, nicht weit von dem Flecken Aich, findet der Wanderer eine Ansammlung von Gestein, die "Hans-Heiling-Felsen" genannt wird. Wie die Felsengruppe zu diesem Namen kam, erzählt eine Geschichte, die ich so weitergebe, wie ich sie hörte.

Vor langer, langer Zeit war ein armer Bauersmann auf dem Wege zum Schloss Vohburg, um dort seinen Frondienst abzuleisten, wie es Brauch und Pflicht war zu diesen Zeiten. Und als er seines Weges schritt, hörte er ein schwaches Weinen, das von einigen Steinblöcken am Wegrand zu kommen schien.

Da verließ er den Weg, um nach der Ursache zu forschen, und fand zu seinem Erstaunen ein Knäblein zwischen den Felsen liegen. Der Bauer sah um sich und rief wohl auch, in der Hoffnung, dass vielleicht jemand, der dem Kinde zugehörig war, sich melden möge - aber da war niemand außer dem weinenden Knaben.

Der Bauer, der ein gutes Herz hatte, nahm nun seufzend das Kind hoch, das sich schwach an die warme Brust des Mannes drückte und in einen Schlummer fiel. Mit dieser Last nun kam der Bauer auf dem Schlosse an, wo er sich der Markgräfin melden ließ und sich durchaus nicht abweisen lassen wollte. Mitsamt seinem Bündel beugte er das Knie und sprach mit gesenktem Kopfe zu der hohen Frau, er könne keine Gabe bringen, wie der Brauch es verlange beim Antritt der Fron, außer eben dieses kleinen Findlings.

* * * Ende der Leseprobe aus unserem Buch * * *

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© Text zu "Die Sage von der Nixe und der Schwarzkunst": , 2009. Bildnachweis: pixabay.com, CC0 (Public Domain Lizenz)

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